Nr. 65 / 11. 6. 99
„BSS »EPS BABEN*
Seife 7
Breiegau * Schroarzroalö * ßoöcnfec
Vergünstigungen für privaten Wohnungsbau
Demokratische Anregungen wurden berücksichtigt
. Freiburg . In der letzten Stadtratssitzung berichtete Bürgermeister Schemenau über eine Unterredung, die er mit Colonel Monteux zur Freiburger Fleischversorgung führte. Anschließend berichtete Oberbürgermeister Dr. Hoffmann über die in letzter Zeit durchgeführten Bauarbeiten des Wohnungsbauprogramms. Der vom Stadtrat bewilligte Globalkredit von 500 000 DM erhielt eine Aufschlüsselung, nach der das Hochbauamt DM 236 000, die Friedhofsverwaltung DM 4 000, das Wiederaufbaubüro DM 198 000, das Tiefbauamt DM 57 000, das Gartenamt DM 5 000 erhalten.
Der Antrag der CDU zur Förderung des privaten Wohnungsbaues erhielt nach Durchberatung im Sparausschuß teilweise eine neue Fassung. Jeder, der als Bauherr durch Neubau, Ausbau oder Wiederaufbau zerstörter Gebäude Wohnraum schafft, erhält über die geltende Wohnungsbewirtschaftung hinaus einen zusätzlichen Raum zur freien, unbewirt- schafteten Verfügung. Wohnräume, die nach dem 1. Januar wiederhergestellt oder neu erbaut wurden, können von den Eigentümern im Rahmen der wohnrechtlichen Bestimmungen nach eigenem Ermessen an Personen vermietet werden, die in Freiburg Wohnrecht haben. Ferner werden die neuerstellten Wohngebäude vom Erbbauzins auf die Dauer von mindestens zehn Jahren befreit. Außerdem ist eine Befreiung von den Anliegerbeiträgen und die Uebernahme der Hausanschlußkosten für Gas, Wasser* Kanal und Strom bis zur Eigentumsgrenze auf die Stadtkasse vorgesehen.
Stadtrat Menges regt Nachlaß der Grundsteuer an
Stadtrat Menges (FDP ) gab zu diesem Antrag die Anregung, daß der Nachlaß der Grundsteuer durch die Stadt erfolgen könne, außerdem müßten die Erleichterungen für eine bestimmte Zeit befristet sein. Schließlich wurde der Antrag mit der Maßgabe, daß die Vergünstigungen vorläufig nur für das Rechnungsjahr 1949/50 gelten, vom Stadtrat einstimmig angenommen.
Ueber die von der SP vorgeschlagene Erhöhung der Richtsätze der öffentlichen Fürsorge wurde dahingehend Einigung erzielt, daß ein Teuerungszuschlag von 15 Prozent in Vorschlag gebracht wird. Außerdem sollen nach der allgemeinen Fürsorge künftig nur ausgesprochen asoziale Elemente unterstützt werden,' während die Betreuung der übrigen Personen nach den Richtsätzen der gehobenen Fürsorge erfolgt. Der monatliche Pflegegeldsatz für Kinder in fremder Pflege wird auf 30— DM erhöht und die .Einsatznotunterstützung für Angehörige von Vermißten werden der Verschollenheitsrente angeglichen.
In der anschließenden Debatte kam man auch auf die Frage der Heimkehrer zu sprechen. Stadtrat Menges wies darauf hin, die Wege der Heimkehrer zu den verschiedenen Aemtern soweit als möglich herabzusetzen. Er trat besonders für die Unterstützung der Währungsgeschädigten ein. Hier müsse man noch mehr durch eine Individualfürsorge diesen Menschen in einer Form, die sie nicht mit Bitternis empfinden, unter die Arme greifen. Vorschläge von Stadtrat Werner (FDP ) über die einzelnen Möglichkeiten zur Ausstellung der Unterstützungsscheine sollen berücksichtigt werden.
Um die Einführung der Teuerungszuschläge In der Abstimmung erteilte der Stadtrat einstimmig seine Zustimmung, die Einführung der Teuerungszuschläge für die Stadt Freiburg beim Ministerium des Innern zu beantragen. Die vorgeschlagenen Erhöhungen werden einen Mehraufwand von 250 000 DM erfordern.
Im weiteren Verlauf der Sitzung bewilligte der Stadtrat 11 200 DM zur Errichtung eines heilpädagogischen Hortes in den Baracken der ehern. Schweizer Spende, ferner einen Barzuschuß von 6 000 DM für das Jugendbildungswerk und die Uebernahme der Mieten. Zur Instandsetzung des Schenkendorf- Gebäudes, in derh Schulräume und Räume für das Jugendbildungswerk eingerichtet
werden, wurden 10 900 DM genehmigt. Weiter wurde dem Kaufvertrag zwischen der Stadt Freiburg und der Gagfah zwecks Ueber- lassung eines Geländes, auf dem innerhalb dieses Jahres 24—27 Wohnungen gebaut werden sollen, zugestimmt. Auf Vorschlag von Stadtrat Menges soll in diesem Vertrag von der Gagfah die Verpflichtung übernommen werden, die Bauarbeiten innerhalb eines Jahres in Angriff zu nehmen.
Das Marienbad soll ab 1. September an Sonntagen wieder offen gehalten werden. In einem Bericht zur Lage der Freiburger Feuerwehr teilte Bürgermeister Dr. Brandei mit, daß die Feuerwehr gegenwärtig eine Gesamtstärke von 154 Mann, davon 50 Berufsfeuerwehr- und 104 freiwillige Feuerwehrleute besitzt. Von einer Feuerschutzabgabe habe man in Freiburg wegen der hohen Verwaltungskosten abgesehen.
Im Punkt „Verschiedenes“ berichtete der Oberbürgermeister, daß sich die Rennleitung des Sehauinsland-Bergrennens entschlossen habe, das Rennen bereits in diesem Jahre durchzuführen, obwohl die Stadtverwaltung keine finanzielle Unterstützung gewähren konnte. Der Stadtrat stimmte der Durchführung des Bergrennens in diesem Jahre zu.
hm.
Die Ueberfüllung fast aller akademischer Berufe ist groß. Diese Tatsache legt sowohl den Studienbewerbern als auch der Hochschule die Pflicht auf, ernstlich zu prüfen, ob der Bewerber das Universitätsstudium begin
nen bzw. fortsetzen soll. Wer nicht gute Zeugnisse über die Reifeprüfung oder über eine akademische Zwischenprüfung vorlegen kann, wird keine Aussicht auf Zulassung haben.
Die Zulassung für die beiden ersten Studiensemester erfolgt nur unter der Verpflichtung zur Teilnahme an. den Propädeutischen Kursen. Andere wichtige Bedingungen oder Beschränkungen werden den Bewerbern vor der Immatrikulation bekanntgegeben. Gesuche um Zulassung sind nach genauer Ausfüllung des Antragsvordruckes mit darin be- zeiehneten Unterlagen bis spätestens 15. Juli 1949 an die Universität Freiburg einzureichen. Die Vorlesungen des Wintersemesters 1949/50 beginnen am 2. November 1949.
Am Samstag findet im Casino die 20. Wiederholung der Operette „Im weißen Rößl “ statt. In der „Freischütz“-Aufführung am Sonntag (Beginn 15 Uhr) singt Hermann Rieth vom Landestheater Darmstadt den Eremiten. Die Abendvorstellung mit Paul Linckes Frau „Luna“ beginnt um 8 Uhr.
Im Kammerspielhaus ist für Samstag die vorletzte Aufführung von Eliots „Mord im Dom “ vorgesehen. Da das Schauspiel-Ensemble am Sonntag ber den Städtischen Bühnen Heidelberg ein Gastspiel mit Paul Claudels „Seidenschuh“ gibt, findet an diesen Tagen im Kammerspielhaus keine Vorstellungen statt.
Kampf den Schädlingen“
Preiburg. „Kampf den Schädlingen“ ist das Leitwort einer im städtischen Museum für ^Naturkunde eröffneten Sonderausstellung, die 'in Zusammenarbeit des städtischen Gartenamtes, des forstzoologischen Instituts der Universität, des Pflanzenschutzamtes des staatlichen Instituts für Pflanzenpathologie und zoologischen Insituts der Universität mit dem städtischen Museum entstanden ist.
Was bietet Freibarg?
Samstag, den. 11. Juni:
Stadt. Buhnen. Casino: „Im weißen Rößl ", 20.00 Uhr, Ende 23.00 Uhr. — Kammerspiele: „Mord im Dom “, 20.00 Uhr, Ende 22.00 Uhr.
Sonntag, den 12. Juni:
Stadt. Bühnen. Casino: „Der Freischütz ", 15.00 Uhr, Ende 17.45 Uhr. — „Frau Luna“, 20.00 Uhr, Ende 23.30 Uhr.
Täglich j
Lichtspiele. Casino: „Das rettende Lied“. — Friedrichsbau: „Kleine Melodie aus Wien “. — Kandelhof: „Wohin die Züge fahren“. — Harmonie: „Berliner Ballade“. — Union: „Paganini “. Gemeindesaal Maria Hilf: „Die drei Weisheiten des alten Wang“, 20.00 Uhr.
Landesamt für Museen, Talstraße 12 a: Misere von Georges Rouault .
Die Rationen im Juni
sind im wesentlichen die
gleichen
wie im
Mai. Sie betragen
im einzelnen in
Gramms
Lebensmittel
Sgl.
Klk.
N.
Brot
2200
4500
9000
Mehl
1500
1500
1500
Fleisch
—
600
600
Fett
650
650
875
Käse
—
187,5
187,5
Nährmittel
2250
1625
1625
Kindersiärkemehl
—
250
_
Zucker
1500
1500
1500
, 1-
■3 J. V4 I,
Titisee . Der Fortführung des Bauprojektes „Siedlung Hirschbühl“ galt in letzter Zeit eine Reihe von Beratungen. Die Währungsreform hat diesem guten Beginnen Schwierigkeiten über Schwierigkeiten in den Weg gelegt, und es werden alle 12 Bauinteressenten in diesem Jahr mit dem Bauen nicht beginnen können. Das Projekt an sich hat die endgültige Zustimmung der Baubehörde erhalten; allerdings müssen aus rationellen Blauüberlegungen heraus Doppelsiedlungshäuser erbaut werden. Auch bringen gewisse Schwierigkeiten in der Weglegung durch das Bauprojekt nochmals Veränderungen bezüglich der Grenzen der einzelnen Grundstücke mit sich. — Zum 70. Geburtstag von Frau Elise Treseher, Besitzerin des Schwarzwaldhotels, überraschte die Sängerrunde die Jubilarin mit einem Ständchen' Vorsitzender Bürgermeister Stahl überbrachte die Glückwünsche des Vereins. — In vierstündiger Sitzung beriet der Gemeinderat eine Tagsordnung vielfältiger Art. Genehmigung fand, um die Feuerwehr schlagkräftiger zu gestalten, der Umbau des Mannschaftswagens. Der Umbau muß bis 1. Juli beendet sein. Die Anregung, eine Feuerlöschabgabe einzuführen, um die fehlenden Mittel für den Umbau zu bekommen, wird weiter verfolgt werden. Gegen die Konzessionsgesuche des Cafes Brugger und der Pension Vfaldeck auf Genehmigung zum Ausschank alkoholischer Getränke wurden keine Einwendungen erhoben. Ein Konzessionsgesuch eines Antragstellers aus der Nachbarschaft zur Neueröffnung eines Cafes konnte jedoch nicht befürwortet werden, da ein Bedürfnis nach Ansicht des Gemeinderates nicht vorliegt. — Die Reparaturarbeiten des Ortsweges Lafette — Heiliger Brunnen sollen weitergeführt werden, nachdem Zuschüsse von Interessenten bezahlt bzw. in Aussicht gestellt sind. — Das Baugesuch von Josef Vollmer wurde genehmigt, nachdem die Aufsichtsbehörde den Bau lVsstöckig genehmigte. Der Neubau bedingt eine teilweise Neulegung der Kanalisation in der alten Poststraße, da die engen Röhren der alten Kanalisation nicht mehr den neuen
Anforderungen des zu erschließenden Baugeländes genügen. Zur Deckung dgr Kosten wird ein Kredit aufgenommen werden müssen. — Der Gemeinderat gibt die Zustimmung zur Ablehnung des Bürgermeisters, jetzt schon eine Umlage für Kartoffeln und Hafer an die Erzeuger herauszugeben. — Die schriftlich fixierten Dienstverträge für den Leiter des Kur- und Reisebüros, Kind, und Kanzleiangestellten Hensle wurden genehmigt, Wohnungsangelegenheiten und Rechnungsprüfungen durchgesprochen.
*
Haushaltsplan genehmigt Furtwangen . In der letzten Sitzung des Stadtrats wurde der Haushaltsplan für 1949 einstimmig genehmigt. Dieser sieht in Einnahmen und Ausgaben der Stadtkasse 613 293 DM, der Wasserwerkskasse 23 520 DM vor, zusammen 636 813 DM. Der Hebesatz für landwirtschaftl. Grundstücke (Grundsteuer) wurde von 200 auf 232 Prozent erhöht und für die anderen Grundstücke von 177 auf 203 Prozent.
3—6 J. ± /a 1, 6-10 J. Vil, 10—20 J. % 1, über 70 Jahre */«l täglich.
Brot für Säuglinge kann wahlweise im Verhältnis 100:75 in Weißbrot oder Mehl der Type 1050 bezogen werden; in die Nährmittel für Kleinkinder und Normalverbraucher sind 125 Gramm Kaffee-Ersatz einbegriffen. Die Sätze für Schwerarbeiter sowie werdende und stillende Mütter haben sich gegenüber dem Monat Mai. nicht geändert. Der Aufruf der einzelnen Rationen erfolgt durch die örtlichen Ernährungsämter.
Wiederum großer Sängerbesuch
Triberg . Der Gesangverein „Sängerlust“ Karlsruhe stattete dem hiesigen Gesangverein „Sängerlust“ einen Freundschaftsbesuch ab. Schon seit Wochen war der Besuch des gleichnamigen Brudervereins aus Karlsruhe angekündigt. Viele Sänger hatten noch die schönen Stunden des Besuches und Gegenbesuches aus früheren Jahren in freudiger Erinnerung. Mit dieser Erinnerung war selbstverständlich beiderseits der Gedanke verbunden, auch in diesen Tagen, die gleich schönen Stunden zu verbringen; daß diese Hoffnung Erfüllung versprach, zeigte der überaus herzliche Empfang, indem Bürgermeister Fa.ster im Namen der Stadt Tri berg und der 1. Vorsitzende des Gesangvereins „Sängerlust“, Fidel Frech, den Sänger-* gästen einen herzlichen „Wäldergruß" entbot.
Unbedachte Fahrt
Villingen . In diesen Tagen fuhr ein hiesiger Metzgergeselle mit einem Personenkraftwagen, der vor einer Wirtschaft parkte, davon und lud noch drei Freunde zur Fahrt ein. In der Bleichestraße stieß er mit einem bis jetzt noch unbekannten Fahrzeug zusammen, wobei drei Personen leicht verletzt wurden. Der Personenkraftwagen erlitt dabei leichte Beschädigungen.
Sitzung des Stadtrates
Radolfzell . Der Stadtrat hat sich erneut mit der auch in Radolfzell brennenden Frage des Wohnungsbaues befaßt. Obwohl die Stadt während des Krieges nur geringfügige Schäden erlitten hat, ist auch hier die Wohnungsnot außerordentlich groß. Im Verlauf der Sitzung wurde vorgeschlagen, mit der gern. Baugenossenschaft oder der Baugenossenschaft „Neue Heimat“, die in Baden bereits Erspießliches geleistet habe, Verbindungen aufzunehmen.
Die jüngst vom Stadtrat beschlossene Erhebung einer Kurtaxe hat bei den Gastwirten Unwillen hervorgerufen, weil sie in dieser Angelegenheit nicht zuvor gehört worden wären. Die Ortsstelle Radolfzell des Hotel- und Gaststättengewerbes ersuchte in einem Schreiben, künftighin vor Beschluß-
Fveibuvget Musikwodie
(Fortsetzung)
Sehr interessant und ungemein anregend und befriedigend war der Abend mit Instrumental- und Vokalwerken aus dem musikalisch so ergiebigen Renaissance- und Frühbarockzeitalter in künstlerisch hochstehender Interpretation durch das von August Wen- z i n g e r geleitete Viola-da-gamba -Quartett der Basler Schola cantorum, durch den Sänger Max M e i 1 i und den Cembalisten Eduard Müller. In fein abgewogenem Zusammenspiel brachte das Gamben-Quartett gehaltvolle Tonsätze von Melchior Franck, Giovanni Caperario (John Cooper), dem jüngeren Ga- brieli und dem Fürsten Gesualdo von Ven- sa zur Aufführung, E. Müller erwies die technisch und musikalisch hohen Qualitäten seines Cembalospiels in Variationen von Swee- unck und einer Suite von Purcell . M. Meili sang (von Gamben begleitet) mit wohlklingender, kunstvoll geführter Tenorstimme und mit meisterhaftem Vortrag bezaubernde Lieder von Ludwig Senfl , Wigthorp und einem englischen Anonymus, ferner herrliche Gesänge Monteverdis aus dessen Opern „Or- Pneus“ und „Rückkehr des Odysseus “. Jeder dieser Gesänge gibt Zeugnis von der überragenden Größe des Claudio Monteverdi und ‘ e igt, mit welch hinreißender Ausdrucksstärke ar geniale Tondichter den stilo rapresenta- «w anos gesteigert und durchblutet hat. Zu
bestürzender Höhe erhebt er sich im Gesang des Iros aus <jem „Ritorno d’Ulisse“; Meili erfüllte alle Forderungen dieses Stücks an gesanglicher Kunst, dramatischer Kraft und skurrilem Humor in unübertrefflicher Weise. Die Schweizer Gäste fanden stürmischen Beifall.
„Kammermusik des Barock“ machte den Beschluß der Musikwoche. J. S. Bachs C-dur- Konzert für zwei Cembali und Streichorchester, von Edith Picht-Axenfeld und Fritz Neumeyer als Solist und dem Kammerorchester der Musik-Hochschule liebevoll und exakt musiziert, wurde in der Gesamtwirkung etwas beeinträchtigt durch ungünstige Plazierung der Cembali. Auch in Vivaldis Viola-d’amore-Konzert hätte der warme, einschmeichelnde Klang des von Emil Seiler überaus schön gespielten Solo-Instruments außerhalb der Chorwölbung des Augustiner - Museums noch gewonnen. Die Violine mit ihrem helleren, schärferen Klang vermochte sich an dieser Stelle völlig durchzusetzen; Adalbert N a u b e r verdiente sich durch den musikalisch und virtuosisch glänzenden Vortrag des Bachschen E-dur-Konzerts einen starken Erfolg. Ergänzt wurde das Programm durch Vokalwerke mit Kammerorchester-Begleitung. Margarethe von Winterfeld sang mit musikalischer Sicherheit die Sopran-Soli des Geistlichen Konzerts „Lobet den Herrn“
von Schütz und des „Lamento della Ninfa“ von Monteverdi ; die im letztgenannten Stück mitwirkenden drei Männerstimmen fügten sich mit gutem Gelingen ein. Eine seltene und besonderes interessante Gabe war Mon teverdis „Combattimento di Tancredi e Clo- rinda“; die Erzählung des Hergangs ist dem Tenor zugeteilt, die kleineren Partien des Tancred und der Clorinda dem Bariton bzw. Sopran. Monteverdis stets auf Neues sinnen-- der Geist hat hier — den stilo concitato anwendend — wohl als erster das Tremolo und das Pizzicato zu tonmalerischen Zwecken in das begleitende Orchester eingeführt. Das Werk fand durch die Sänger Meili, v. Winterfeld und Harlan und durch das von August Wenzinger bei schlichter Unauffälligkeit präzis geleitete Kammerorchester eine dramatisch belebt© Wiedergabe.
Die Musikwoche, die außer den von uns besprochenen Konzerten noch Orgel-Improvisationen von Walter Kraft , eine Vorführung von Hindemiths „Wir bauen eine neue Stadt“ und mehrere Schüler-Vorspiele umfaßte, war eine bedeutsame Bereicherung des Freiburger Musiklebens mit einer Fülle von Kunsterlebnissen und Anregungen. Allen an der wohlgelungenen Durchführung dieser festlichen Woche Beteiligten, in erster Linie dem dip inriAi''->horidpn 'P-rpk-
tor der Hochschule für Musik. Professor Gustav Scheck , sei ein Wort reicher Anerkennung und des Dankes ausgesprochen.
F. W. Lothar.
fassung von Angelegenheiten, die die Wirte angehen, gehört zu werden. Das Schreiben hatte den Erfolg, daß der Stadtrat zusagte, den Wünschen der Gastwirte zu entsprechen, allerdings möge man auch bei Versammlungen der Wirte einen Vertreter des Stadtrats hinzuziehen.
Da man für größere Veranstaltungen, vor allem für das Anfang Februar 1950 hier geplante große Schwäbisch-Alemannische Narrentreffen die Halle A der Zentralviehmarkthalle benötigt, ist die Stadtverwaltung erneut beim Gouverneur in Konstanz mit der Bitte vorstellig geworden, diese Halle freizugeben. Außerdem wird sie auch für einen im September abzuhaltenden Zuchtviehmarkt benötigt.
Die überaus umfangreiche Tagesordnung enthielt auch einige Schulfragen. Dabei sprach sich der Stadtrat für die Beibehaltung der Teilung der Hauptferien in Sommer- und Herbstferien aus.
Ferkelmarkt mit und ohne Erfolg
Radolfzell . Während der in der Woche abgehaltene Ferkelmarkt in Radolfzell einen Erfolg zu verzeichnen hatte, war dieser in Ueberlingen ohne jedes Angebot. Es waren wohl Käufer, aber keine Ware vorhanden.
Verkehrsunfall in Goldbach
Ueberlingen. Bei der Einbiegung der Goldbacher Straße in die Verkehrsstraße am See ereignete sich am Dienstagabend gegen 18 Uhr in der Nähe der Kapelle ein Vefkehrsunfall. Der Baumwart Franz Obser fuhr mit dem Rad in die Verkehrsstraße ein, ohne ein ihm entgegenkommendes Auto zu bemerken. Er wurde von dem Wagen angefahren und schwer verletzt. Mit einem Schädelbruch mußte er in das Krankenhaus eingeliefert werden.
Spovi im Heimalbezivk
Eisenbach wieder Pokalsieger
Zu einem wahren Dorflest gestaltete sich der Empfang der Fußballmannschaft Eisenbach, als diese am Pfingstmontag als wiederholter Sieger aus dem Rothaus -Pokalturnier nach Eisenbaeh zurückkehrte. Nach den Worten des Bürgermeisters sowie des Vorsitzenden des Sportvereins wurde der Pokal unter den Klängen der Musik und dem Jubel der Anwesenden ins „Kreuz“ gebracht, wo sieh in der Folge ein frohes Beisammensein mit PokaRrunk ergab,