legenen wieder in den hannover -oldenburgiſchen Verein zurückkehrten. Außer dieſen Gegenſtänden wird im Publikum vielfach eine an— gebliche Proteſtation des hieſigen königlichen Konſiſtoriums be— ſprochen, welche dieſe hohe Behörde gegen eine auf morgen, den erſten Oſtertag, angeſetzte Vorſtellung im königlichen Hoftheater erhoben haben ſoll. Es war bisher hier nicht gebräuchlich, daß am erſten Oſtertage Theater war; gegen dieſe Neuerung ſoll das Konſiſtorium zwar anfangs remonſtrirt, auf allerhöchſten Befehl jedoch dieſe Remonſtration zurückgenommen haben.(Kaſſ. A. Z.) Mainz , 13. April. Je ſeltener im Allgemeinen Unglücks— fälle bei der Dampf⸗Schifffahrt auf dem Rheine ſind, um ſo grö⸗ ßere Theilnahme nehmen ſie in Anſpruch. Heute kam das nieder⸗ ländiſche Dampfboot„Ludwig“ hier an, deſſen Maſchiniſt bei Bommel auf eine beklagenswerthe Weiſe ums Leben gekommen iſt Als er eben die Maſchine ſtoppen wollte, fiel ein Schlußnagel zu Boden. In der Meinung, die Maſchine ſtehe feſt, bückte er ſich, um den Nagel wieder aufzunehmen; aber in demſelben Augen— blicke wurde ihm vom Balancier der Arm zerſchmettert. Auf ſeinen Hilferuf eilten Andere herbei, aber zu ſpät, denn der Wel⸗ lenſchlag trieb die Räder raſch noch einmal herum, und das Croſ— ſet zerquetſchte im Nu den Körper vom Kopfe bis zum halben Rücken. Der Verunglückte, ein Holländer, war ein braver, or⸗ dentlicher Mann.(Mainz . Z.) Braunſchweig, 6. April. Unſere Landſtände ſind ſeit vor⸗ geſtern wieder vereinigt, und es ſteht als ſicher anzunehmen, daß unſere ſo unerwartet in das Leben getretene Zollfrage ihre ganze Aufmerkſamkeit auf ſich ziehen, und in ihnen eine kräftige Stütze zu ihrer ſchnellſten Entſcheidung finden wird. Es iſt Dies wohl um ſo wünſchenswerther, als bei längerem Verzögern dieſer Ent⸗ ſcheidung vielleicht Anſichten und Intereſſen wieder die Oberhand gewinnen könnten, welche dem Anſchluß an den großen deutſchen Zollverein direkt entgegenſtehen Die durch unſern Finanzdirektor v. Amsberg bei dem Berliner Hofe eingeleiteten Verhandlungen zu Gunſten dieſes Anſchluſſes ſollen bereits eine lebhafte Korreſpon⸗ denz herbeigeführt haben. Möchte ein energiſcher Wille die gün⸗ ſtigen Ausſichten, welche ſich darin für Braunſchweigs Zukunft herausſtellen, doch bald zu ihrer Verwirklichung feſtſtellen, bevor die günſtige Stunde verfließt, nach welcher wir wieder für eine längere Periode an Hannover geknüpft werden!(Magd. Z.) Frankfurt, 13. April. Der niederländiſche Bundestags⸗ Geſandte, Hr. v. Grünne , ſcheint ſich zur Abreiſe vorzubereiten, welche wohl binnen kurzem erfolgen wird den Hol⸗ ländern von unſerer Seite der Handelsvertrag aufgekündigt wurde, wird von allen Freunden der deutſchen Gewerbſamkeit unbedingt ge— billigt und hat einen ſehr freudigen Eindruck gemacht; nur be— fürchtet man, die holländiſche Raffinerie könnte das laufende Jahr noch benützen, um durch möglichſt ſtarke Verſendungen in die Ver— einslande dem Rübenzucker für längere Zeit einen harten Schlag zu verſetzen. Mainz . Z.)
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Daß
Schweiz . (Fränkiſcher Merkur.) Zu den poſſierlichſten der unauf⸗ hörlichen Zerwürfniſſe der eidgenöſſiſchen Kantone gehört wohl
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zu deutſchen Zollvereins-Staaten gehörenden Landestheile ſmder Streit zwiſchen Bern und Freiburg über den Gang der
Poſtwagen. Die Poſtwagen-Verbindung zwiſchen Bern , Lauſanne , und dem Genferſee iſt dadurch jetzt gänzlich unterbrochen, und die Reiſenden müſſen ſehen, wie ſie weiter kommen, bis der Zank beendigt iſt.
Aus Holland , 8. April. Große Spannung erregt die mit unſern Finanzen in ſo nahem Zuſammenhang ſtehende Sache des Vertrags mit dem deutſchen Zollverband. Man fühlt hier ſo gut, wie anderswo, daß die unmäßigen Vortheile Hollands nicht wohl von Dauer ſeyn konnten, aber was an die Stelle des bisherigen Vertrags geſetzt werden ſoll, beſchäftigt die Regierung und die Zuckerraffineure ungemein. Je nachdem die Frage entſchieden wird, muß unſer Rückzollgeſetz vom 30. Dezember v. J. weſentlich, und zwar ſchleunig, geändert werden.(A. 3.)
Brüſſel , 10. April. Die Bildung des neuen Miniſte⸗ riums muß ein ſehr ſchwieriges Werk ſeyn, denn es kommt damit zu keinem Ende. Einſtweilen ſiecht das jetzige Miniſterium fort, und wenn es noch einige Wochen ſein Daſeyn friſten ſollte, ſo wird es den entſcheidenden Augenblick der Wahlen erreicht haben und das Interims-Miniſterium unnöthig geworden ſeyn. Von beiden Seiten bereitet man ſich ernſthaft zum Wahlkampfe vor. Die Katholiken muſtern ihre Heere und erlaſſen Proklamationen, die Liberalen aller Farben ſuchen ſich einigermaßen zu verſtändi— gen. In Gent , Lüttich , Antwerpen ꝛc. unterhandeln ſie mit den Orangiſten und mit dem Theile der niederdeutſchen Partei, die dem jetzigen Miniſterium ſich angenähert hat. Als Reſultat aller dieſer gegenſeitigen Bemühungen werden wir im Juni das defini— tive Miniſterium ſich bilden ſehen. In Lüttich ſtreiten Bi⸗ ſchoff und Gemeinderath miteinander über die Frage, wer den Un—
U terricht zu leiten habe. Der Voltairianiſche Magiſtrat nahm ſich die Freiheit, ſeine Streitſchrift in den Kirchen anſchlagen zu laſſen. Nächſte Woche ſoll eine Entgegnung des Biſchoffs er⸗ ſcheinen. Das Kemperland iſt bisher von allen Regierungen,
die bei uns aufeinander folgten, arg vernachläßigt worden. Nament⸗ lich fehlt es dieſer Landſchaft der Moorgründe an Wegen und Heerſtraßen. Mehr, als alle Regierungen, thut nun für das verwahrloste Kemperland ein einzelner Mann, General van der Meeren, der, nach Vollendung mehrerer minder bedeutender, aber
doch höchſt nützlicher Werke dieſer Art, nun auf ſeine Koſten ei
Eiſenbahn zwiſchen Turnhout und Poſtel anlegen läßt Hr. Jobard, deſſen Werk über die letzte Pariſer Induſtrieausſtellung (zu deren Würdigung er als Seiten Belgiens
Deutſchland verdiente Aner— Direktor des hieſigen In⸗
Eine königliche Verordnung ganz neue Geſtalt. Man glaubt,
gibt unſerer Poſtorganiſation eine daß ſie der Vorbote noch tiefer eingreifender Veraͤnderungen im Poſtſyſteme ſelbſt ſeyn dürfte. Die Regierung ſcheint geneigt, nach dem Beiſpiel Englands eine gleichförmige Taxe für alle nach inländiſchen Beſtimmungsorten der Poſt anvertrauten Briefe anzunehmen. Freilich ſind die finanziellen Reſultate der engliſchen
die Bevolkerung zu entzweien ſuchten. Alle Redak⸗ digten, in ſeinen eigenen Backofen geworfen wor-⸗kau zu rächen. Brod! Brod! tönt es in allen toren, welche proteſtirten, find im Gefängniß. den. Straßen Am 10. März. Am 14. März. Am 17. März. Das verbündete Heer ſteht im Angeſicht der Stadt. Der Feind hat den zweiten Laufgraben eroͤffnet;; Eine Bombe iſt auf das Bibliothekgebaͤude gefal⸗
Bei dem unter den Feſtungsmauern zuſammenge⸗morge
gen ſperrten Vieh iſt eine Seuche ausgebrochen. Die ſchen M
Erdäpfel koſten 50 Sous das Pfund.
Am 11. März. Die Vorſtadt St. Ant
Die Theater ſind geſchloſſen. Man betet in den Kirchen. Das Haus des Hrn. Thiers iſt dieſe Nacht eingeäſchert worden. Zum Glück war der berühmte Journaliſt nicht zu Hauſe.
Am 12. März.
Der Feind hat den erſten Laufgraben eroͤffnet; ein kräftiger Ausfall brachte ihn zum“ der Nacht nahm er ſeine Stellung wieder eir
Am 13. März.
Fünfzig Kanonen umgeben die Tuilerien. Man klagen.
beginnt bereits, Hunde zu eſſen. Ein Bäcker iſt ſdie eine will ſich
Katze wird um 24 Fr.
rathen.
K 1 her in zeichen, aber in
Am 15. März oine ſteht in Flammen; Empörer haben Holzmagazine angezündet verkauft.
Am 16. März.
Man behauptet, die franzoͤſiſche Armee ſey ver⸗ Es gibt weder Fleiſch, noch Brod, noch Gemüſe mehr in Paris . Nationalgarde und Linien jenigen, welche die Befeſt truppen ſind wegen des Vorranges entzweit; viele Nationalgardiſten verweigern den Dienſt. regnet es Kugeln; man hört nur Jammer und Weh— Paris iſt in zwei große Parteien getheilt; ergeben, die von Leuten, die ihn des Getraidewuchers beſchul-[verbrennen, um ſich für die Täuſchung von Mos
Da
Am 18. März.
Der Mont Valerien iſt eingenommen; die fran zoͤfiſche Armee zieht heran; möchte ſie noch bei Zei Eine ten eintreffen!
Am 19. März.
Der Louvre iſt nur noch ein Aſchenhaufen. Man behauptet, eine Mutter habe. die Feder ſträubt ſich dagegen. Wo verbergen ſich denn Die— igung wollten?
Am 20. März.
Wenn die franzöſiſche Armee 6 Stunden früher gekommen wäre, würden die Feinde, trotz ihrer un⸗ geheuren Uebermacht, am Fuß der Befeſtigungen aufgerieben worden ſeyn, die, wie man ſagt, ſehr ſchlecht bedient waren. Aber der Feind hatte ſchon
Ueberall
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