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U Wien, 11. April. Je mehr ſonſt Umſicht und Delika⸗ teſſe auszeichnende Eigenſchaften der Augsburger Allgemeinen Zei⸗ tung ſind, um ſo mehr war man hier erſtaunt, in Nr. 90. dieſes Blattes eine den Feldmarſchall Grafen Radetzky betref— fende Nachricht zu finden, die der Wahrheit durchaus wider⸗ weit beſſer in dem franzöſiſchen Blatte, aus welchem
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ſie genommen iſt, geblieben wäre, wo der allbekannte Leichtſinn
jenſeitiger Zeitungsſchreiber Jedem den Maßſtab für ihre keit von ſelbſt geboten haben würde.— Die zahlreicher
Verehrer dieſes hochgeſtellten Mannes, deſſen dort auf eine ſo un— paſſende Weiſe gedacht iſt, hoffen noch ſtets das Beſte über den Ausgang ſeiner Krankheit, die ihm bis jetzt weder ſeine 0 Thätigkeit noch heiteren Lebensmuth geraubt hat, und ſeine Freunde ſind ohnedies überzeugt, daß, was auch die Vorſehung über ihn beſchloſſen hat, dieſer Held, welcher der beſten Römerzeit Ehre gemacht hätte, auf keinen Fall wahren Muth und Mannhaftig— keit in einer Handlungsweiſe finden würde, die höchſtens in die Rolle eines neumodiſchen. Zerriſſenen paſſen mag.
Berlin , 9. April. Die engliſche Eiſenbahn-Zeitung(Railway— Times) hat die auch in einige deutſche Blätter übergegangene preußiſche Poſt an die Eiſenbahn⸗
Nachricht enthalten, daß die Unternehmungen ungeheure Anſprüche wegen Schadloshaltung für ihre Einbußen mache, und daß dieſe Ar iprüche namentlich bei der J 1 1 8 8 rli ich der gen. ie B olcher gliſche K if bede ch ſey, ſick pr nbahn-Unternehn
zu bet n. Unbegreiflich iſt es, wie ſolche Nachrichten in Blättern, die ausſchließlich dem Eiſenbahn-Intereſſe gewidmet A und daher beſonders genau unterrichtet ſeyn ſollten, verbreitet
den können. Gerade das Gegentheil findet nämlich ſtatt. Das or—— eren Jahren in Preußen gegebene allgemeine Geſetz in Bezug auf die Anlegung von Eiſenbahnen ſetzt allerdings feſt, daß die Unternehmer mit der Poſt ein Abkommen zu treffen ha— ben. Dieſe iſt jedoch jetzt ſo weit entfernt, die Eiſenbahnen be— drüten zu wollen, daß ſie ſogar, nach einer vom König dazu er— theilten Autoriſation, diejenigen 3000 Thaler jährlich nicht an— nimmt, welche ihr von der Berlin-Potsdamer Eiſenbahn als
Samſtag, 17.
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April
gezahlt werden ſollen. Auch den übrigen Eiſenbahn-Unterneh ten, dem Willen des Königs gemäß, andern zen von der Poſt auferlegt werden, als die Briefbeutel chtigen Paͤckereien unentgeltlich zu* Ebenſo ‚ man auch nicht, daß die bei mehreren Provinzial-Land tagen geführten Beſchwerden über die Poſtſcheine, welche die Lohn— löſen haben, ſchon nächſtens die Abſchaffung dieſer
Steuer zur Folge haben werden.(Allg. Z.) Köln, 14. April. Am geſtrigen Nachmittage fand in der Aula des katholiſchen Gymnaſiums die Verſammlung der Dombau— Freunde zur Berathung des Statuts zur Bildung des Dombau— Vereins Statt. In der Verſammlung, zu welcher ſich auch mehrere Auswärtige eingefunden, ſprach ſich eine wahrhaft begei— ſterte Theilnahme für den in Bezug auf Religion und Kunſt gleich erhabenen Zweck aus, und ließ für das heilige Unternehmen, auf welches die fernſte Zukunft gewiß einſt mit Dank für die Zeit, in der daſſelbe ins Leben gerufen wurde, hinblicken wird, den ſe— genreichſten Erfolg hoffen. Der Vorſitzende des proviſoriſchen Ausſchuſſes, Hr. Dr. Ev. von Groote, leitete die Sitzung mit ei— ner Rede ein, in welcher er unter Anderm ſagte:„Nur wenige Jahre noch fehlen, meine Herren, an dem Ablauf des ſechsten Säkulums, ſeit in unſeren Mauern eine Idee in die Erſcheinung getreten iſt„ deren Größe und Bedeutung nur felten verſtanden deren unendliche Tiefe oft überſehen, deren überſchwengliche Ma— jeſtät aber, wenn auch geahnt, angeſtaunt, und verehrt, doch mei
Fuhrleute zu
f. für zi ſenhaft und unbegränzt gehal d ls daf ſterblick Menſchen je zur V ing l h iöchten. Am 14. Auguſt d. J. 1248 legte der Erzt ch Konra Hochſteden, in Anweſenl des Kaiſers Wil⸗
helm und vieler Fürſten , Biſchöffe, und Herren, den Grundſtein zu dieſem heiligen Bau, und eine große Menge des gläubigen Volkes erflehte für das beginnende Werk den Segen des Aller— höchſten. Vielfach hat man ſich bemüht, den Namen und die näheren Verhältniſſe des Mannes zu ermitteln, in deſſen Geiſte das Bild jener wunderbaren Schöpfung zuerſt aufgegangen, und ſchon von Alters her war man verſucht, es dem wegen ſeiner zauberhaften Einwirkung auf die Geiſterwelt in Sage und Lied berühmten Dominikaner , dem** Myſtiker Albertus Magnus
, zuzuſchreiben. Nur ein einzi Dokument nennt uns
ziges 1 7 2 te ter 8
den beſcheidenen Taufnamen eines Y
if r Scha wloshaltung für die eingegangenen Poſt-Perſonenwagen hätten 4metzen, dem das Domkapitel im Jahr 1257 Raum ſchenkt Inſel Timor Lant, in der Abſicht, uns dort Büffel, heran; wohl an die fünfzig kletterten an Bord
Gefangenſchaft unter den Wilden. zu verſchaffen. Die Ein
zehrter, ſichtlich ſchwacher Matroſe, Na- unſeres Schiffes und f
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t ſe Norporation Mitleiden t 0 Bro der Matroſe ſey ein ing B r ſechs Wochen auf einem ihm gehöoͤrigen Schiffe ſie behaupteten, ganz geworfen und aus Land gebracht. Am Ufer bon Sydney herübergekommen, und habe ſeit ſeiner][Kapitäͤn ließ das große Boot lagen, verſtümmelt und uen, d krank darniedergelegen und ärztlicheres mit faſt n unt Le hatt Er ſelbſt ſolle die Schickſale erzäͤhlen, mein Bruder war dem Schiffe bli die enſch chzehn Jahre hindurch habe erdulden müſſen.zurück, als ich)„Namens Sies hen in ihr Dorf gebracht S roſe erzaͤhlte hierauf Folgendes Im John Edwards, d und ein Matroſe. Zu rbrannten ſie, nachdem ſie ihn er eplünd 1822 fuhr ich, ein junger Burſch damals unſerm großen Schrecken gewahrten wir, daß, ſo wis und Alles mitgenommen hatten, w d des Schboners Stedeombe von dieſerunſere Freunde und ſſen ge n,geringſten Werth beſaß.( · ; wir führten dreizehn Paſſagiere die Wilden mit Uebermacht über ſie herfieler ſie Behandlung, welche wir beind an der Nordküſte von Neuhol- aufs grauſamſte ermordeten. Noch ſtanden wir ganz nicht lange ertragen; er ſtarl Als das Schiff ſe betäubt und weinend ob ſo ſchwerer N auf dem und ſo war ich der einzige Uel WMelville t hatte, ſegelten wir nach der Ve da ſchwammen die Wilden an unſer Schiff zen Mannſchaft des ſchmucken Stedeomk abe