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1590 Einheimiſche und 21,837 Fremde ſind. Dieſer (jährlich im Durchſchnitt 7809) hat jedoch nur in den Vorſtädten ſtattgefunden, da die innere Stadt, mit jetzt 52,593 Einwohnern, in dem dreijährigen Zeitraume vielmehr eine Verminderung von 1047 Seelen erlitten hat.

(OBerlin, 5. Juni. Der König wird am 16. nach Som⸗ Denkmals für

mereſchenburg reiſen, um bei der Einweihung des

ieral Gneiſenau ſelbſt gegenwärtig zu ſeyn. Da die Feier as ganze Heer mitbetrifft, in welchem das Andenken an dieſen dlen Feldherrn unvergeſſen fortlebt, ſo werden Abtheilungen aller Waffengattungen dabei zugegen f um ihm die kriegeriſchen Ehren zu erweiſen Aus der Altmark hört man jetzt viel— ache anſprechende Züge von der innenden Freundlichkeit und Huld Sr. Maj. gegen die Landbewohner erzählen. Zu erwarten

war es, daß die Wünſche nach einer Eiſenbahn ſich lebhaft gel— tend machen würden; indeß vernimmt man, daß das linke Elbufer ſich vorläufig Verſicherung völlig zufrieden geſtellt hat, Chauſſeen von A nde nach Stendal und Salzwedel und eine

Verbindun Magdeburg zu erhalten. Dagegen haben die Städte auf d jetzigen Straße von Berlin nach Magdeburg : Brander nthin, und Burg, eine neue dringende Petition m eine Eiſenbahn erhoben, die jedoch wohl ſchwerlich erfüllt

rden kann, da die Verbindung zwiſchen Berlin und Magdeburg ſchon durch die anhaltiſche Eiſenbahn hergeſtellt iſt.— Der

Magiſtrat von Breslau hat mehrere Berathungen über den Erlaß Rochow gehalten, durch welchen der Stadt ange— zeigt wurde, daß, in Folge ihres Antrages auf Reichsſtände, Se. Maj. weder Einholung noch Feierlichkeiten annehmen würde, und es wurde einmüthig beſchloſſen, dem Könige den tiefſten Schmerz über dieſe Entſcheidung darzulegen, und die erſchöpfendſten Ver— ſicherungen angeſtammter Treue zuzufügen, bei welchen ſich die Stadt auf die Zukunft beruft, welche ihre Loyalität erweiſen und rechtfertigen werde. Der Verfaſſungsantrag ſelbſt wird übrigens in dieſem Schreiben nicht desavouirt, indem auch derjenige Theil des Magiſtrates, welcher gegen den Antrag geweſen war, nicht für ine jetzige Desavouirung deſſelben ſtimmte.— Vor einigen Tagen haben wir hier neue Kavallerieuniformen geſehen, die zur Probe getragen wurden. Für die Huſaren iſt es ein ganz mit kurzer Rock, der nur

des Miniſters v

Schnüren beſ kur ein wenig zu bunt aus ſieht; die übrige Kavallerie iſt einfach blaßu, mit Kragen und

Aufſchlägen von verſchied Ganze ſieht allerdings nicht ſo knapp und nett aus, wie wir es gewohnt ſind, aber es iſt bequem und zweckmäßig.— Thorwaldſen hat hier eine hei— ter feſtliche Bewillkommnung gefunden. Die Künſtler gaben ihm ein großes Gaſtmahl, woran mehr als zweihundert Perſonen Theil

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nehmen. Der ſchöne Greis, im Schmuck ſeines langen ſilberweißen Haares, ſah wie einer der Götter Griechenlands aus, herabgeſtie—

gen vom Olymp, um mit den Staubgebornen ſich der irdiſchen Freuden und des Rebenſaftes zu erfreuen. Schade nur, daß er ſchon heute wieder von uns geht, und ſich durch die Bitten und Wünſche der Höchſten und Beſten nicht halten läßt. Er will nach Italien ; es drängt ihn nach Rom , um dort zu leben und zu arbeiten für ſeine längſt geſicherte Unſterblichkeit.

Stuttgart , 2 Diejenigen Mitglieder des würtember⸗

giſchen Fabrikanten- und Handelsſtandes, welche bei der Entſtehung er an Se. N König gerichteten Eingabe in Betreff des zwiſchen den Zollvereins aten und England abgeſchloſſenen Schiff— fahrts⸗Vertrags thätig geweſen ſind, haben mit eben ſo viel Be—

dauern als Befremden Artikel in der Allgemeinen auch im Blatte vom

zunächſt die beiden aus Stuttgart datirten Zeitung vom 26. Mai, dann aber 31. Mai die Korreſpondenz aus Stuttgart vom 27. geleſen, da die beiden erſten mit unbegreiflicher Ueber treibung eine vollkommene Entſtellung der ruhigen Weiſe enthalten, womit die Männer, welche es ihrer Ueberzeugung ſchuldig zu ſeyn glaubten, in der Sache irgend Etwas zu thun, verfahren ſind, der letztere Artikel aber mit verletzender Geringſchätzung der dem ab— geſchloſſenen Schifffahrts-Vertrag entgegenſtehenden Anſichten, ja ſelbſt des Werthes und der Bedeutung des Urtheils derjenigen Männer, welche die an Se. Maj den König überreichte Eingabe mitunterzeichnet haben, ſich ausſpricht. Sie ſind es daher ſich ſelbſt und dem richtigen Thatbeſtande ſchuldig, zu erklaͤren, daß bei allem regen Intereſſe für die hochwichtige Sache dennoch eine Aufregung, wie ſie die beiden erwähnten Korreſpondenzartikel vom 21. und 23. Mai berichtet haben, hier weder in ihrer Mitte,

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noch im Allgemeinen ſtattgefunden hat; daß die nächſte Veran laſſung des Zuſammentritts einer kleinen Anzahl würtembe ergiſcher Fabrikanten die gewünſchte Beſprechung über den von auswä

angeregten Gedanken der Gründung eines deutſchen Fab vereins geweſen iſt, bei welcher Gelegenheit dann allerdi Schifffahrts-Vertrag lebhaft zur Sprache gekommen, un

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da das ruhige Urtheil aller Anweſenden demſelben entgegen war, beſchlofſ

worden iſt, eine Eingabe an Se. und dieſelbe nur von ſo vielen gegend unterzeichnen zu laſſen, lich war; daß dieſe Eingabe männern, de

einzigen 2 Artikel aus

Maj. den König zu entwerfen Häuſern Stuttgarts und der Um als es bei der Kürze der Zeit mög von allen den zahlreichen Geſchäfts enen ſie zur Unterſchrift vorgelegt worden, mit einer lusnahme mitunterzeichnet worden iſt, daß alſo der Stuttgart vom 31. Mai unrichtig berichtet, daß „mehrere durch Umſicht und ausgebreitete Kenntniſſe im Fache des Handels und der Induſtrie ausgezeichnete Kaufleute die Unter zeichnung der Eingabe rmee ſen haben,“ und daß es gewiß eben ſo unrichtig wäre, wollte man aus der Faſſung und dem Zuſammen— hang dieſes Satzes des Artikels folgern, daß nur auf das Urtheil des durch Umſicht u. ſ. w. ausgezeichneten Einen Nichtunterzeichneten Werth zu legen ſey, und nicht eben ſowohl auch auf dasjenige Derer, welche— iterzeichnet haben, unter denen gewiß vielen das Prädikat der Umſichtigkeit und Geſchäftskunde nicht abgeſprochen werden dürfte; daß endlich in der überaus huld vollen Audienz, welche Se. Maj. der König der Deputation der Unterzeichner jener Eingabe zu ertheilen geruht haben, wegs Etwas„von den geſuchteſten Vorſpiegelungen, von wahrhaft unbegreiflichen Befürchtungen, und von Mißtrauen, das in Folge bedauerlicher Aufreizung in die auf das Gedeihen der Induſtrie gerichteten Beſtrebungen der Regierungen geſetzt worden ſey,“ ge⸗ äußert worden iſt, ſondern Se. Maj., richtig würdigend, wie es nur das innige Intereſſe an des großen deutſchen Vaterlandes Wohl ſey, was jene Männer veranlaßte, Beſorgniſſe, Wünſche zu⸗ trauensvoll vor dem Throne niederzulegen, in der gnädigſten Weiſe auf den Gegenſtand einging(Allg. Z.) Schweiz . Der Erzähler gibt folgende Ueberſicht des „Das Bundesheer, welches ſammte Landwehr unterſtützt wer

erwä 106

keines⸗

im Nothfalle durch die ge— kann, iſt zuſammengeſetzt, 3

ruppe nien Sappeure 500 Mann Me z 700 Mann. 2) Arrtillerie zur nung fahrender Batterien, nämlich 4

Kompagnien für Zwölſpfünder⸗ Batterien(Kanonen), 25 Kompag— nien für Sechspfünder-(Kanonen) und Zwölfpfünder⸗(Haubitz-)Bat⸗ terien, 3600 Mann; 10 Kompagnien zur Bedienung des Poſitions— und Reſervegeſchützes und der Gebirgsbatterien, 730 Mann; 5 Parkkompagnien, 625 Mann; Fuhrweſen für die Sappeurwagen, die Gebirgsbatterien, die Linienwagen der Scharfſchützen und der In⸗ fanterie, ſo wie für die Reſerveparke, 796 Mann, zuſammen 5751 Mann; Tränpferde 3426. 3) Kavallerie: 23½ Kompag— nien reitende Jäger, 1504 Mann. 4) Scharfſchützen: 42 Kom— pagnien, 4200 Mann- 5) Bei den Bataillonsſtäben 1415 Mann; 443 Mann; zuſammen 51,864 Mann. Zuſammen: 64,019 Mann, 3426 Tränpferde. Die Infanterie iſt in Bataillone von 4 Kompagnien eingetheilt jedes Bataillon mit einem Stab. Die Bildung von Bataillonen mit 5 und 4 Kompagnien ſoll nur da ſtattfinden, wo die Zahl der Kompagnien des Kontingentes zur Aufſtellung von Bataillo— nen von 6 Kompagnien nicht hinre Die Bataillone von 6 Kompagnien ſollen zwei, und diejenigen von 5 und 4 Kompag nien wenigſtens eine Jägerkompagnie haben.“

Die Basler Zeitung ſagt in einem größern Artikel:„Es be—

Infanterie

Kompagnien , 50,449

ſtehen jetzt hinſichtlich der Kloſterangelegenheit zwei ſich gegen ſeitig widerſprechende Beſchlüſſe: der Beſchluß des aargauiſchen Großen Rathes vom 13. Januar, und der Beſchluß der eidgenöſſi ſchen Tagſatzung vom 1. April. Der eine hebt die Klöſter im

grundſätzlich auf; der andere hält ihren Fortbeſtand grundſätzlich feſt. Um dieſe Beſchlüſſe handelt es ſich, und nicht um Ultramontanismus und„Kulturpolitik“; darum handelt es ſich, ob ein einzelner Kanton Bundes-Grundſätze vernichten und dadurch die Ruhe der ganzen Schweiz und den ihr ſo nöthigen konfeſſionellen Frieden ſtören darf, oder ob die Schweiz noch Kraft genug in ſich hat, das Anſehen des Bundes der Kantonalwillkühr

gegenüber zu behaupten. Die Frage iſt eine Lebensfrage für

Aargau