Die Oberdeutſche Zeitung er⸗ 7 1 1 7 9 Die gr ßherzogliche Ober⸗ ſcheint täglich, und wird in 8 2 voſtan Zeitungserperition Karlsruhe als Abendblatt aus— Karlsrube hat die§ auptſpe⸗ A ditior üibe mmen Fur N. er jährliche A. U
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Deutſchland . Wien , 25. Juni Ueber den Aufbau unſerer Bundesfeſtun— wie man vernimmt, zweckmäßige B
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nämlich dabei Sternſchanzen u. ſ. w Jedenfalls hat die letzte kriegeriſche Kriſis von Seiten Frankreichs den Gemeingeiſt und die militäriſchen Wehrmaßregeln Deutſchlands neuerdings geweckt iſt die geſammte Armee einen Fuß geſtellt worden, daß ſie in kürzeſter Zeit, mit Kriegs bedarf, Montur, und allem Material verſehen einer Stärke von 480,000 Mann marſchfertig daſtehen kann. Die Inſpizi⸗ rung unſerer drei Bundes-Armeekorps wird dieſen Herbſt durch Se. kön. Hoh. den Prinzen von Preußen geſchehen, ſo wie von hieſiger Seite der Erzherzog Ferdinand zum gleichen Zweck nach
anzulegen ſer
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Berlin zu gehn beſtimmt iſt. Unſer Kontingent wird jedoch, der vielen Unkoſt veger cht wirklich zuſamn dern in kleineren Abtheilungen beſichtigt werden. 9 die Ar tilleriemanöver hſt Wien werden mit einer ſeltenen Großartig keit ſtatthaben, indem nicht weniger als 72 Feuerſchlünde ein im poſantes Bataillefeuer zu unterhalten beſtimmt ſind.(Schw. M.) * Berlin , 26. Juni. Die Nachricht von der Ermäßigung des däniſchen Sundzolls hat hier einen ſehr angenehmen Eindruck gemacht die Intereſſen unſerer Küſtenlande dabei weſentlich betheiligt ſind, und man muß es den Dänen, welche ſich dazu herbeigelaſſen, oder vielmehr den Engländern und Schweden , welche
ſie dazu„auf gütlichem Wege gezwungen“ haben, Dank wiſſen, daß dieſer alte Stein des Anſtoßes endlich etwas bei Seite geſcho— ben iſt. In zehn Jahren wird man nicht mehr begreifen können, daß bedeutendere Staaten ſich von dem kleinen Dänemark ſo lange Zeit die Anmaßung eines weit über die Berechtigung hinausge— henden Anſpruchs gefallen ließen, ſo wie man jetzt nicht mehr be— greifen kann, daß bis zum Jahr 1830 ziviliſirte europäiſche Staaten ſich unter die Anmaßungen einer Handvoll Seeräuber in Algier und Tunis fügen mochten. Es ſcheint denn doch, daß eine geeignete Gegendemonſtration mit Unannehmlichkeiten zuweilen mehr
frommt, als ein philoſophiſcher Verzicht darauf, um abzuwarten, bis bei dem Widerſacher ſelbſt die Ueberzeugung von ſeiner Un billigkeit nach und ch die Oberhand gewi Mit Befrem⸗ den ſieht man hier Bewegung a omit ſüddeutſche Po lemik in der Preſſe, in an die Kammern, in Eingaben
an die Regierung ꝛc. zu Gunſten des Rübenzuckers auftritt Wenn ein Land die Intereſſen ſeiner Induſtrie verficht, ſo befindet es ſich
in ſeinem Rechte; wenn man aber der Streitfrage die Färbung geben wollte, als ob es ſich um eine Reibung abweichender Intereſſen in dem oder jenem Theile des Zollvereins han— delte“), ſo würde man ſich völlig im Unrecht befinden. Wir ha— ben in Preußen ſelbſt eine ſehr bedeutende Rübenzucker-Induſtrie, welche ein Kapital von vielen Millionen repräſentirt, und wenn allerdings, von dem Standpunkt älterer nationalökonomiſcher Theo— rien aus, gegen welche eine jüngere Theorie erſt im Laufe der letz⸗ ten Jahre anzukämpfen begann 4**), in finanziellen Kreiſen ein ge⸗ wiſſer Widerwille gegen die Rübenzucker⸗Fabrikation vorherrſcht, welche man fallen laſſen möchte, weil man ſie für unnatürlich haͤlt, ſo gibt es dafür auch ſehr hochgeſtellte Anſichten, velche von einem andern Standpunkt ausgehn, und denen man gute Ur— ſache hat ein vollgültiges Gewicht zuzuſchreiben. Die Aufkündi— gung des holländiſchen Vertrages iſt ebenfalls nicht von finanziel
len Inſpirationen ausgegangen id es hat auch Niemand mehr
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) Wir glauben unſerm Hrn. Korreſpondenten bemerken daß
zu müſſen, Dies wenigſtens in der Oberdeutſchen Zeitung nicht
geſchehen iſt. A. d. Red.
Donnerſtag, 1. Juli
folgenden Abdruck mit 2 kr.) berechnet.
1841.
die Aufkündigung ſelbſt, ſondern blos vorausgeſetzten Folgen derſelben zu eskamotiren geſucht. Was nun aber die Intereſſen des Rübenzuckers betrifft, ſo ſcheint man in Süddeutſchland vergeſſen zu haben, daß gerade von den ſüddeutſchen Abgeordneten zur Vereins— Zollkonferenz, mit Ausnahme desjenigen von Heſſen-Darmſtadt, ſich kein einziger dieſer Induſtrie günſtig bezeigte. Ein ſolcher Umſtand mußte denn doch als beachtungswerth angenommen werden, und wenn unſere eigene Zuckerinduſtrie darunter ebenfalls leiden mochte, ſo war das nur ein Beweis, daß Preußen den Wünſchen der übrigen Vereinsmitglieder Opfer zu bringen weiß, und es iſt dies weder das erſte Opfer geweſen noch wird es das letzte ſeyn. Sind über dieſe Auffaſſung der Sache inzwiſchen Bedenklichkeiten aufge⸗ ſtiegen, ſo mag es leicht geſchehen, daß Verhandlungen auf diplo— matiſchem Wege darüber mehr Licht verbreiten; eine Kunde welche von unſern einheimiſchen Induſtriellen als eine große Be ruhigung a vard, da ſie zum öftern gefunden haben, 5 t d Diploma weil von nheit und orge jung frei, eine friſchere Anſchauung und größere Ideen zur Prüfung von Handels- und Induſtriefragen mitzu bringen pflegen. Jedenfalls aber iſt wohl mit Sicherheit anzu⸗ nehmen, daß man im Süden ebenſowohl, wie bei uns größer denkt, als um den Gedanken des Zollvereins ſelbſt und die im Verhältniß damit untergeordnete Frage einer Beſteue— rung des Rübenzuckers für identiſch zu nehmen, oder der— gleichen zu thun, als ob dieſe Fragen untrennbar ſeyen und, auf unnöthige Weiſe aneinander gekoppelt, miteinan— der ſtehen oder fallen müßten Die Sage von einem Verbote der Halliſchen Jahrbücher war eines jener Ge⸗ rüchte, womit man in unſerem beweglichen und das Pikante ſuchenden Publikum ſo freigebig iſt, und deren Beſtätigung denn auch nicht ſelten auszubleiben pflegt. Der National hat da⸗ bei auch wieder mit verlorener Mühe in ſeine Trompete geſto⸗ ßen, ſo wie er überhaupt von der politiſchen Bedeutſamkeit dieſer Jahrbücher ſich ein eigenthümliches Bild zu machen ſcheint denn die darin repräſentirte Fraktion des Hegelthums bewegt ſich
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1 Befange
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) Am bedeutendſten in der Deutſchen Vierteljahrsſchrift. A. d. Korreſp.
auf einem ganz ſpeziellen Boden, hat ihren eigenen, in ſich abge ſchloſſenen Kreis, ſpricht ihre beſondere Kanzleiſprache für
iht„ſtille Kirche“ für ſich vor in anderer Weiſe von der oder jener Sekte Um ſo ein Verbot motivirt ge⸗ inſofern ſich überhaupt Verbote motiviren laſſen, denn man kommt doch nachgerade immer mehr von dem ältern Ge— danken zurück, als ob ein Verbot eine rlegung oder auch nur ein erſprießliches Hilfsmittel wäre. Sie wiſſen, wie gänzlich verſchieden— artig von dem Standpunkte der Halliſchen Jahrbücher der meinige iſt; aber ich würde es aufrichtig bedauern, wenn man ihnen die Rede ab⸗ ſchneiden wollte, und bin der Meinung, daß unſere ſogenannten „Aufgeklärten“, welche einen ſogenannten„Obfkurantismus“ ſo gerne mit Polizei verfolgt ſehen, ſich ein beſchämendes Beiſpiel an dem Fränkiſchen Kurier nehmen könnten, welcher gerade in Bezug auf jenes angebliche Verbot ſich in dem Sinne ausſprach, der die Freiheit der Meinung auch an ſeinem Gegner nicht unterdrückt ſehen mag.
O Berlin, 26. Juni. Der König und ſeine erlauchte Ge— mahlin ſind von der kleinen Reiſe nach dem Harz am Dienſtag zurückgekehrt. In Stadt und Land wurden die hohen Beſuchen— den mit Enthuſiasmus empfangen, der durch die freundliche Huld des Herrſcherpaars nur vermehrt werden konnte. Man erzählt ſich hier vielfache anſprechende Züge davon, und freut ſich nament⸗ lich des neuen Beweiſes köͤniglichen Wohlwollens, welchen der würdige General v. Boyen durch Verleihung des Schwarzen Ad— lerordens auf ſo rührende Weiſe vor den Augen tauſender von
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und mag in ihrer Weiſe eine ſtellen, wie man zu ſagen pflegt.
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