Nummer 5, Seite 4
DER START
Freitag, 4. Januar 1944
außen Frey die treibenden Kräfte waren. Ein schöner Kickersangriff führt dann durch feinen Schuß von Rath zum 3 : 0 und kurz vor der Pause krönt Schaletzki einen flüssig vorgetragenen Angriff mit sattem Schuß zum 4 :0. Damit war der KFV endgültig auf der Verliererbahn. Aber nach der Pause waren die Karlsruher wie umgewandelt. Die . Mannschaft schien die Depression überwunden zu haben und fand sich nun auch mit den Platzverhältnissen besser ab. Was sie in diesem Spielabschnitt zeigten, ließ erkennen, daß ein guter Kern und gutes Können in ihr, steckt. Der Kickerssturm, in welchem nun Conen auf Rechtsaußen gegangen war und Rath in der Mitte spielte, konnte gegen die jetzt fehlerfrei arbeitende Abwehr des KFV nicht mehr zum Zug kommen, während andererseits der KFV-Sturm sich durch schnelle, gefährliche Angriffe auszeichnete, wobei besonders das gesamte Innentrio sehr gut zu gefallen wußte, von den Flügeln aber nur der Linksaußen Litsch, der durch prächtigen Fernschuß unter die Latte den Ehrentreffer erzielte, mitkam, während der Rechtsaußen Häfele mehr lag als stand. Die nicht ganz sattelfeste Verteidigung der Kickers hatte einiges Glück und es war gut, daß die gesamte Läuferreihe mit dem überragenden Nationalspieler Sing an der Spitze ihrer Aufgabe voll gerecht wurde, sonst wäre es um den Sieg der Blau-Weißen schlecht bestellt gewesen. Doch darf nicht verkannt werden, daß der Schiedsrichter, der vor der Pause den KFV stark benachteiligt hatte, nun (wohl als Ausgleich!) ganz auf Seiten der Karlsruher stand und den Kickers zwei ganz klare Elfmeter versagte. Trotz aller Anstrengungen und bei einigem Pech des KFV blieb es beim 4 : 1.
Nach der Leistung der zweiten Spielhälfte ergibt sich für die Karls ruher folgende Kritik: Torwart Ball machte einen sehr guten Eindruck, der rechte Verteidiger Haag ein schlagkräftiger, harter Verteidiger, der Conen überhaupt nicht zu Wort kommen ließ, während seinem Partner Mail der befreiende Abschlag fehlte. In der Läuferreihe Hermann der schwächste Mann, vor allem sehr schlechtes Zuspiel. Ausgezeichnet dagegen der Stoppermittelläufer Bieden- bach und der linke Läufer Jordan, der wohl den Stuttgartern zeigen wollte (er war bisher beim VfB), was er kann. Und er kann wirklich einiges, wenn er immer so spielt, wie an diesem Tag. Technisch reif, sehr gut im Zerstören und Zuspiel und rasch im Abspiel. Den Sturm des KFV haben wir bereits kritisiert. Das Innentrio imponierte am meisten und hier vor allem der Halbrechte Karch, der ein vollendeter Könner ist. Aber was uns nicht gefiel an einigen Karlsruher Spielern, das war das ewige Reden und Kritisieren unter sich und gegen den Schiedsrichter und die Gegner. Und dann das unsportliche Verhalten bei gegnerischen Freistößen. Immer wieder das Wegstoßen oder Wegsetzen des Balles. Das ist einmal kindisch (kommt es wirklich auf einen Meter an?), andererseits, wie gesagt, unsportlich, verdirbt ihnen die Sympathie beim Publikum und nimmt den Schiedsrichter gegen sie ein. Das ist doch klar, nicht? Also weg mit die- ■ sen Kinderkrankheiten, die der Mannschaft nur zum Nachteil sind und werden. Hr,
Es scheint, daß kein Sonntag ohn« Ueberraschungen verläuft und daß die „Vorschau-Onkels" sich bei allen „Wenn" und „Abers" und eifrigem Jonglieren doch bös verhauen und blamieren können. Aber die Sportler wissen ja selbst, daß in den Spielen stets alles drin ist und überdies kristallisiert sich immer mehr heraus, daß es ausgesprochen schwache Mannschaften unter den 16 Vereinen nicht gibt und der Platzvorteil oft jeden Unterschied verwischt. Der vergangene Sonntag brachte nun den Nürnberger Klub nach den gleichzeitigen Niederlagen von 1860 München und VfB Stuttgart in alleinig« Führung. Die Nürnberger halten in Augsburg gegen Schwaben einen harten Kampf auszufechten, der bis zur Pause torlos verlief und nach Halbzeit durch einen Elfmeter, der durch Mittelläufer Kennemann scharf verwandelt wurde, zugunsten des Klub entschieden wurde. Nach wochenlanger Führung der Münchener Löwen stehen nun die Nürnberger an der Tabellenspitze. Wir glauben aber, daß noch ein mancher Führungswechsel eintreten wird, bis die 30 Spiele absolviert sind. Daß 1860 München in Schweinfurt unterlag, ist an sich noch nicht einmal als große Ueberrasclrung anzusprechen, ' denn die Leute um Kupfer—Kitzinger sind Fußballkönner und vor allem zu Hause ein sehr schwer zu bezwingender Gegner. Ueberraschend. ist nur das glatte 2:0. Ünsere beiden Nationalspieler Kupfer und Kitzinger, die Träger der Schweinfurter Abwehr, legten also auch den Münchner Sturm lahm, wie so viele andere vorher. Mit 7000 Zuschauern hatte Schwein furt übrigens einen Zuschauerrekord
in den bisherigen Spielen zu verzeichnen. Eine absolute Überraschung »teilt der 4 :3-Sieg des Phönix über über VfB Stuttgart dar. Die Karlsruher zeigten «ine ganz hervorragende Gesamtleistung und ihr bisher bestes Spiel, das nach einem dramatischen Verlauf gegen einen nicht schwachen, sondern in guter Form befindlichen VfB diesen feinen und verdienten Erfolg brachte, der die Schwarz-Blauen in der Tabelle drei Plätze nach oben steigen ließ. Die Münchener Bayern landeten gegen Offenbach den erwarteten Sieg, der mit 5 : 2 eindeutig aus- fiel. Überraschend war aber doch, daß die Offenbacher im Feld einen ziemlich gleichwertigen Kampf lieferten, der Innensturm aber doch zu schwach war, um die gebotenen Gelegenheiten auszunützen. Huber, Geiger (je zweimal erfolgreich) und Hoizmüller waren die Schützen der fünf Tore des Spiels, das an Halbzeit bereits 2:0 für Bayern
stand, und ihnen nun den dritten Tabellenplatz einbrachte. Eine wirkliche Überraschung brachte das Spiel Fürth gegen Eintracht Frankfurt. Man hatte die Kleeblättler auf eigenem Platze glatt in Front erwartet, zumal die Eintracht bisher sehr schwach abschnltt. Sollte da nicht von seiten der Fürther eine Unterschätzung des Gegners schuld gewesen sein? Der VfR Mannheim kehrte von Frankfurt mit einem Achtungserfolg heim, denn das 1 : 1 am Bornheimer Hang ist durchaus als solcher anzusprechen. Erwartete Siege gab es in den beiden restlichen Spielen. So siegte Waldhof gegen BC Augsburg sicher mit 2 : 0 Toren und die Stuttgarter Kickers gegen, einen allerdings geschwächten KFV (ohne Brecht, Stephan und Schön) mit 4 : 1 Toren.
Die Tabelle zeigt nach dem neunten Spielsonntag folgenden Stand:
Vereine
Spiele gew. unent. verl. Tore
Punkte
9
6
2
1
30:14
14
9
5
2
2
25:12
12
9
5
2
2
28:16
12
9
5
1
3
30:15
11
Schwaben Augsburg
9
4
3
2
19:10
11
Kickers Stuttgart
9
3
5
1
25:18
11
9
4
2
3
17:13
10
FC Schweinfurt 05
9
4
1
4
14:13
9
9
4
1
4
18:23
9
SpVgg Fürth
S
2
4
2
14:14
8
7
1
5
1
11:9
7
Phönix Karlsruhe
9
2
2
5
20:31
6
VfR Mannheim
9
2
2
5
13:22
6
KFV
9
2
1
6
14:35
5
BC Augsburg
8
2
1
5
9:24
5
Eintracht Frankfurt
»
1
2
6
10:27
4
Kühlingen steigf zur Landesliga auf
VfB Knielingen — Frankonia 7:2
Am Samstagnachmittag erkämpfte sich der VfB Knielingen auf dem Platz des VfB Mühlburg den Aufstieg zur Landesliga. Gegen 2000 Zuschauer wohnten dem mit Spannung erwarteten, neuerlichen Aufstiegsspiel trotz unbeständigen Wetters bei. Das Spiel erreichte nicht die Qualität des Vorspiels. Die mittelmäßige Bespielbar- keit des Platzes und der nach Halbzeit einsetzende Regen machten beiden Mannschaften schwer zu schaffen. Knielingen hat auf Grund seiner reiferen Spielweise und seines besseren Könnens verdient gewonnen. Insbesondere der Sturm, in welchem Mittelstürmer Grobs und der Halblinke hervorzuheben sind, war bei seinen Aktionen immer sehr gefährlich. Die Frankonen haben tapfer gekämpft und die Niederlage in diesem Ausmaße nicht verdient Es war aber auch unsinnig, daß die Mannschaft sich derart auf körperliches Spiel verlegte (das ist sehr gelinde ausgedrückt) und ihr Hauptaugenmerk nicht dem Ball, sondern dem Gegner widmete. Das ist kein Fußball und so kann man auch keine Spiele gewinnen. Das beste bei den Frankonen war die Hintermannschaft, während der Sturm
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VfB Knielingen
hat den 'Aufstieg in die Landesliga durch einen hohen 7:2-Sieg über Frankonia Karlsruhe •erkämpft.
Foto Kanzleltei
Mühlburg verliert
Die Mühlburger , die auf Ihrer Fahrt nach Neckarau eine Panne erlitten hatten, aber doch noch rechtzeitig zum Spiel erschienen waren, mußten eine bittere Niederlage einstecken, die in dieser Höhe nicht verdient war. Allerdings zeigte die Mannschaft gerade in der Abwehr Schwächen und das führte dann mit zu der hohen Niederlage. Besonders rechter Verteidiger und Läufer waren schwach und von dieser Seite aus fielen auch die meisten Neckarauer Erfolge. Der Sturm der Mühlburger , in welchem Gruber fehlte, zeigte technisch gutes Können und zeitweilig schöne Zusammenarbeit, doch vermochte er sich gegen die starke und ausgezeichnete Abwehr der Neckarauer nicht durchzusetzen, da er auch rein körperlich nicht aufkam.
Neckaraus Sieg ist selbstverständlich verdient, denn die Mannschaft war in allen Belangen ihrem Gegner überlegen. Die Leute von der Altriper Fähre dürften wohl die stärkste Elf in der Landesliga dar stellen. Die Mannschaft ist durchweg jung, besitzt eine schlagkräftige, sichere Verteidigung, eine in der Abwehr und im Aufbau vorzügliche Läuferreihe, die Ihren Sturm auf das nachdrücklichste unterstützte. Der Angriff ist durch seine Schnelligkeit, seinen unheimlichen Tordrang, sehr gutes Verständnis und Zusammenarbeit und tadellose Schußkraft außerordentlich gefährlich. In
der ersten Hälfte hatte Neckarau bereits mehr vom Spiel, doch kamen die Platzbesitzer nur durch einen verwandelten Elfmeter zu einer 1:0-Halb- zeitführung. Nach der Pause vollzog sich dann das Geschick der Mühlburger. In ausgezeichneter Zusammenarbeit kam Neckaraus Sturm immer mehr auf Touren, Mühlburgs Abwehr hatte alle Hände voll zu tun, wurde aber der Aufgabe nicht immer gerecht, wobei sich vor allem auf der rechten Abwehrseite Lücken und Schwächen auftaten. So war es denn auch der linke Neckarauer Flügel, der am erfolgreichsten war. In gleichmäßigen Abständen fielen fünf weitere Tore, als Früchte tadelloser Zusammenarbeit und prächtiger Schußkralt in geradezu zwingender Weise.
FV Daxlanden — Feudenheim ausgefallen
Die Feudenheimer Mannschaft hatte auf ihrer Fahrt nach Daxlanden das Pech, zwischen Bruchsal und Karls ruhe einer Panne ihres Omnibusses zum Opfer zu fallen. Wohl nahm sie später ein amerikanischer LKW mit und sie kamen auch tatsächlich noch ln Daxlanden an, in der Zwischenzeit war es aber gegen 4 Uhr geworden, so daß das Spiel nicht mehr durchgeführt werden konnte, und zu einem späteren Termin nachgeholt werden muß.
meist sehr zerfahren spielte. Der Anstoß Frankonias wird sofort abgefangen und der erste Angriff Knielingens, bei dem Grobs in Strafraunmähe hart gestoppt wird, schafft vor dem Fran- konentor gefährliche Momente. Knie lingen behält weiterhin die Initiative, Frankonia verteidigt geschickt und mit vollem Einsatz. In der 10. Minute kann Grobs einen vom Frankonentor- wart Vogel Verfehlten Bali nicljt einsenden, aber zwei Minuten später flankt Knielingens Rechtsaußen hoch zur Mitte — Vogel glaubt den Ball bereits im Aus — das Leder kam dem Linksaußen Knielingens vor die Füße, der zum 1 :0 einschob. In der Folgezeit hat Frankonia mehr vom Spiel und drückt stark. Ein scharf verwandelter Freistoß führt zum Ausgleich. Das Spiel wird verteilter, auf beiden Seiten werden Angriffe eingeleitst, wobei die Knielingens immer gefähi- licher sind. In der 30. Minute umspielt Grobs Verteidigung und Torwart Frankonias und schiebt das Leder zum 2:1 ins leere Tor. Knielingen drängt mm wieder stark und Frankonias Torwart Vogel muß verschiedentlich sein ganzes Können aufbieten, um ■ weitere Erfolge Knielingens zu verhindern. Die zv/eite Hälfte brachte in das bis dahin verhältnismäßig fair und anständig duxchgeführte Spiel eine ganz unschöne Note, wobei die Schuldigen hüben wie drüben zu suchen sind. Hier hätte Schiedsrichter Kuhfeld-Karlsruhe, der im übrigen gut amtierte, bereits hart durchgreifen und zu Platzverweisen schreiten müssen. Das hätte seine Wirkung nicht verfehlt. Knielingen begann die
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zweite Hälfte mit forschen Angriffen. Frankonia wird stark in die Defensive gedrängt. In der 50. Minute schlägt Vogel einen Ball hinter der* Torlinie heraus, der Schiedsrichter entscheidet Tor, 3 :1. Frankonia wird nun wieder gefährlicher, ein Torschuß wird von einem Knielinger Spieler mit der Hand gewehrt und Kiefer verwandelt den fälligen Elfmeter zum 3Y2. Das Spiel wird wieder offener. Winkelspecht rettet vor dem anstürmenden Grobs, der wiederholt gefährliche Durchbrüche unternimmt. In der 60. Minute verwirkt Kiefer einen Freistoß, der zum 4:2 führt. Wenige Minuten später nützt Knielingens Linksaußen ein Mißverständnis der Frankonen-Hinter- mannschaft aus und es h<rißt 5:2. 10 Minuten später schlägt Silb rnagel in mißglückter Abwehr den Ball ins eigene &etz, 6 : 2. Das Spiel läßt nun beiderseits merklich nach, Knielingen bleibt weiter überlegen und stellt durch einen verwandelten Elfmeter das 7 : 2-Endresultat her.
Wir gratulieren den Knielingern zu ihrem verdienten Eifolg und wünschen ihnen für die kommenden Verbandsspiele viel Glück. Den Knielinger Uebersportbegeisterten sei aber gesagt, daß es verständlich ist, wenn man seine Mannschaft durch sportliche Zurufe unterstützt und anfeuert, daß es aber schon mehr Wildwest- Manieren sind, wenn man den Gegner mit Stöcken bewirft und mit übelsten Drohungen belegt. Das ist schleunigst abzusteilen, will man nicht der eigenen Mannschaft, dem eigenen Verein und dem Sport allgemein größten Schaden zufügen. s«.
Vom Mannheims Fußballfeldern
S. V. Mannheim/Waldhof — B. C. Augsburg 2 :0
Der im Wiederaufbau befindliche Mannheimer Sport ist im Fußball bei der kühn gestarteten Süddeutschen Meisterschaft durch den S. V. Mann heim/W a 1 d h o f und V. f.,R. Mannheim vertreten. Es ist an der Zeit, dem Leserkreis des „Start" vom Geschehen auf den Spielfeldern, soweit dies der Raum zuläßt, ein Bild zu geben. ^
Von diesen stebt zu den großen Spielen nur der W a 1 d.h o f p 1 a t z zur Verfügung. Das Stadion und der VfR. -Platz sind noch belegt. Aber unsere Sportgemeinde läßt sich durch die großen Anmarschwege nicht vom Besuch dieser Veranstaltungen ab- balten. Waldhof hatte durch einen klaren 3 : 0-Erfolg gegen seinen alten l;
Rivalen VfR seine Vormachtstellung innerhalb der badischen Teilnehmer befestigt. Dazu-kamen trotz ungünsti- 1
gern Wetter gegen 3000 Besucher, j
die das Auftreten des B. C. Augsburg erwarteten. Wiederum glückte der blau-schwarzen Waldhofmannschafi ein doppelter Punktgewinn. Di« bayerischen Gäste wehrten sich zwar f
gewaltig und hartnäckig, vermochten jedoch dem ständigen Druck de» Gastgeber nicht standzuhalten und wurden berechtigt mit zwei Toren Abstand geschlagen.
Es war ein faires, schnelles Spiel r unter vorbildlicher Leitung von Paul Moeller, Frankfurt Unsere Gästa kamen ohne den Sportlehrer Poettin- ger, dessen Verpflichtung noch nicht sicher ist. Die Mannschaft stand: Kaiai Niggl, Fischer: Haider, Woerlen, Seb* lad; Dormeyer, Schüßler, Platzer, Hll- ner, Bermanneder. Von diesen stand ‘
die gesamte Hintermannschaft ständig j
dem Druck der Mannheimer gegen» über. Sie behauptete sich schlecht und recht und verstand es, die Uber- >
legenheit der unter Liponers Führung stehenden Waldhofer auf zwei Erfolge zu beschränken. Spielaufbau, Deckung und Zuspiel zeigen auf eine Verbesserungsmöglichkeit hin. Dia Augsburger werden wohl auf eigenem Gelände nicht leicht zu bezwingen sein. Es mangelt noch an überragenden Persönlichkeiten im Sturm, ohna die es nun einmal nicht geht - j
Der S. V. Waldhof stand: Sohlt Hannes Mayer, Siegel; Bauder, Hel mut Schneider , R. Maier; Rübe, Fanz, Liponer; Schäfer, Günderroth. In einer so glücklichen Lage wie sie der heutige Gewinner zu nützen versteht, sind jetzt in der Periode des Wiederaufbaus nur wenige Mannschaften.
Hier ist die Mischung erprobter Spieler und Debütanten glänzend gelöst In Helmut Schneider steht der i Mannschaftsleiter zur Verfügung. Ein Spieler und Kamerad, der mit seiner Erfahrung die Fäden des Spiels in Händen hat An Helfern 'aus alter Zeit stehen neben ihm Verteidiger Siegel, Bauder in der Läuferreihe,
Fanz und Günterrot im Angriff". Das große Los hat aber der S. V. Waldhof in seinem Mittelstürmer Liponer gezogen. In Ihm verkörpert sich die große Tradition der Mannheimer Mittelstürmer. Er ist ein Sohn des bekannten Feudenheimer?Mainzer Liponer, hat also die beste Veranlagung mitbekommen und ein Vollblutstürmer, wie ihn sich jede Mannschaft wünscht. Aus der Mannschaft genommen wurde Torhüter Drais , der einer jüngeren Kraft Platz machte. Die anderen jungen Spieler verleugnen die große Waldhof-Schule nicht, kurz und. gut, die Blau-Schwarzen können mit der derzeitigen Mannschaft nur zufrieden sein.
Uber den Spielverlauf, der ln kurzen Zügen schon angedeutet ist, in weiterem: Ein Eckballverhältnis von 5 :0 unterstreicht die Vorpausenüberlegenheit Waldhofs. Ein einmalige» Nachlassen des Augsburger Mittelläufers ermöglichte den ersten Treffer. Nur ein Spieler von der jetzt schon bestehenden Klasse eines Liponer, der zunächst auf rechtem Flügel war, vermochte die aufmerksam« Gästehintermannschaft mit unhaltbarem Schrägschuß zu bezwingen.
Ein zweiter Treffer. des gleichen Spielers im letzten Drittel der zweiten Halbzeit besiegelte das Schicksal der Gäste. Dieses Tor war ein Alleingang, ein Tor ganz flach dem GeschmaCk der Fußballer. Und zwar erfolgte dies nach Loslösung vom Verteidiger über den herausgelaufenen Torwärt hinweg, eine Sache, wie sie nur Spieler mit richtigem Torinstinkt durchzuführen wissen.
Die Spielhandlung war durch den aufgeweichten Platz mit vielen Pfützen vor den Toren erschwert. Daher gehört Spielern und Schiedsrichter für die vorbildliche Haltung Anerken- »ung- U Hochstädter