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Nummer 22, Seile 4

DER START

ivnllwoch, 1. Mai 1946

Reicht es dem „Club noch ?

Der VtB Knielingen ist durch seinen 3:0- Sitg Über Viernheim aui den zweiten Tabel­lenplatz vorgerückt und wird sich von da schwer verdrängen lassen, zumal er nur noch •in Auswärtsspiel hat Der Pfor 2 heimer Klub, der Sandhofen mit 4:1 klar das Nachsehen gab, scheint sich nur» gefunden zu haben. Hoffentlich kommt dies nicht zu spät. Der VfR Pforzheim bewies erneut seine gute spie* lerische Verfassung durch einen 4:2-Sieg auf dem heute noch nicht ungefährlichen Feuden- beimei Gelände.

Vereine Spiele ge. une.vrl. Tore Pkt.

VfL Neckarau

14

n

2

1

53:12

24

VfB Kmolinqen

15

9

2

4

35.20

20

VfB Muhlbuig

16

9

2

5

32:26

20

VfR Pforzheim

15

7

2

6

44.36

16

ASV Feudenheim

15

6

3

6

34:42

15

FV Daxlanden

15

7

—

fl

31:34

14

Grün-Weiß Viernheim

12

4

4

4

27:20

12

SpVg Sandhofen

13

5

1

7

28:34

n

Phönix Mannheim

12

i

—

9

20:44

6

l. FC Pforzheim

15

2

-

13

25:60

4

t. FC Pforzheim — SpVg. Sandhofen 4:1

Das Wiedererwachen der Kampfkraft und des Könnens des FC Pforzheim nach einer langanhaltenden Serie von Mißerfolgen hat mit einem Schlage das Interesse des Pforz- helmer Publikums wieder wachgerufen. so daß zum Spiel gegen Sandhofen 1500 Zu­schauer erschienen waren. Die bange Frage der Pforzhcimer Sportinteressenten lautet: Ist es nicht zu spät für den „Klub", wird er es noch schaffen, sich der Landesliga erhalten, um in der kommenden Saison tatkräftig an den Wiederaufbau seiner Mannschaft zu gehen? Man möchte es dem alten, verdien­ten Pionier des Fußballsportes von Herzen gönnen, daß er die Situation noch meistert, nachdem er bisher von so schweren Schick- salsschlägen verfolgt war. Das gute Abschnei­den in Neckarau , der schöne Erfolg gegen Phönix Karlsruhe und der sonntägliche klare Sieg gegen Sandhofen lassen das beste für die noch ausstehenden Spiele erhoffen. Die Mannschaft lieferte gegen Sandhofen eine lehr gute Partie und war ihrem Gegner in allen Belangen überlegen, trotzdem Fischer nicht eingesetzt werden konnte. Ausgezeich­net war die gesamte Abwehr, in welcher Neureuter durch sein glänzendes Stopp.»rspiei noch besonders hervorragte. Der Sturm zeigte •in flüssiges und zusammenhangvolles Spiel bei technisch gutem Können aller Spieler und einer gesunden Schußkraft. Sandhofen kam trotz großen Einsatzes, Elfers und Ener­gie gegen die überlegene Spielweise des „Klub" nicht auf. Dennoch gelang es Ihnen durch den Halbrechten in Führung zu gehen. Pforzheim findet sich nun immer besser zu­sammen und Wünsch kann noch vor der Pause nach einer Hartmann-Vorlage ausglet- chen. Nach Halbzeit gestaltet der ,,Klub M das Spiel Immer überlegener, und der Halbrechte Ganzhorn stellt bald die Führung her. Ein scharf getretener Strafstoß Neureuters ergibt das 3:1, und Hartmann stellt nach einer fei­nen Steildurchlage von Wünsch das End­ergebnis her. Schiedsrichter Bennetter (Dur­lech) leitete das Spiel korrekt und sicher.

Sicherer Knlellnger Sieg VfB Knlellngea — Grün-Weiß Viernheim 3:0

Die 1500 Zuschauer sahen einen fairen und für das Auge sehr schönen Kampf. Knielingen spielte wie aus einem Guß mit Ausnahme der beiden Flügel, die immer noch einige Sorgen bereiten. Der spielerischen Ueber^ legenheit nach ist dieses Ergebnis noch etwas schmeichelhaft zu nennen. Der für den ver­letzten Koch spielende Schmidt leistete wie die übrige Läuferreihe mit Fischer und König sehr gute Arbeit. Die Verteidigung hatte ihren großen Tag. Durch diese vorzügliche Spiel­weise der Läuferreihe und Verteidigung, ln der Hauer zur Hochform auflief, und auch Sischoff sicher arbeitete, konnte der Viern - heimer Sturm nie ri htig gefährlich werden. Schmidt als Schlußmann hatte wenig zu tun.

Spielverlauf: Schon in der 10. Minute geht Knlelingen durch Adler in Führung. In der 22. Minute ist es wiederum Adler, der im Alleingang auf 2:0 erhöht. Im weiteren Ver­lauf ist Knielingen tonangebend. Die vorzüg­liche Viernheimer Verteidigung mutt alles aufbieten, um den gefährlichen Knielinger In- nensturm zu halten. Der vorzügliche Torwart der Viernheimer vereitelt einige totsichere Sachen. Kurz vor Halbzeit wird Adler im Strafraum unfair gelegt. Den fälligen Elfmeter wehrt König neben das Tor.

Nach dem Wiederanspiel versucht Viern­ heim durch großen Eifer eine Wendung her­beizuführen. Aber schon nach 10 Minuten Ist sein Pulver verschossen und Knielingen übernimmt wieder eindeutig die Führung. Berthold als linker Verbinder arbeitet uner­müdlich. In der 28. Minute kann Rastetter durch Kopfball auf 3:0 erhöhen.

Schiedsrichter Hagemann-Ettlingen leitete zufriedenstellend. K. Ruf

ASV Feudenheim—VfR Pforzheim 2:4

Das Spiel wurde im Schatten des großen Treffens, SV Waldhof gegen 1. FC Nürnberg, als Nachspiel im Mann­ heimer Stadion ausgetragen. Die meh­rere tausend Zuschauer begeisterten sich an der zügigen und rasanten Spielweise der Pforzheimer Mannschaft, die trotj mehrfachen Ersatjes eine be­achtliche Leistung bot. Mit diesem neuerlichen Sieg über die starke Feuden- heimer Mannschaft haben die Pforzhei­ mer Rasenspieler bewiesen, daß sie mit zu den augenblicklich stärksten Vereinen der Landesliga gehören und haben j nochmals damit ihre Anwartschaft auf j den 2. Tabellenplatz nachdrücklich unter • Beweis gestellt. In der Mannschaft gab j es keinen Versager, nur der Ersatjtor- ! hüter fiel etwas aus dem Rahmen und j hatte das Ausgleichstor der Feudenhei- j mer verhindern können. Hervorstechend | war bei Pforzheim das ausgezeichnete Flügelspiel und der schnelle Flanken­wechsel der Außenstürmer, sowie die ausgezeichnete Arbeit der Läuferreihe

und der Verteidiger. Feudenheim ent­täuschte nach der negativen Seite, die Elf hat viel an ihrer Kampfkraft ver­loren. Ihre wenigen Angriffe waren viel zu durchsichtig, um damit hei der guten Pforzheimer Läuferreihe und Verteidi­gung zum Erfolg zu kommen.

Überraschend geht Feudenheim durch Verwandeln eines Handelfmetcrs in Führung, aber vom Wiederanstoß ab erzielt der VfR durch den Rechtsaußen Schradi den Ausgleich. Der Linksaußen Feudenheims kann durch einen halt­baren Kopfhall abermals die Führung erringen, bis kurz vor dem Wechsel der Mittelstürmer Rau mit unhaltbarem Schuß wiederum den Gleichstand her- steilen kann. Nach dem Wechsel läßt der Kampf merklich an Tempo nach. Rechtsaußen Schradi ist der Vollstrek- ker des 3. Tores und 10 Minuten vor Schluß erezielt der Linksaußen Bürkle nach schönem Durchlauf das 4. Tor.

VfR Pforzheim hat den von beiden Seiten in jeder Weise fair durchgeführ­ten Kampf als die bessere Mannschaft verdient gewonnen. HW.

Großes Bühnentutnen

im Stadt Komerthaus Karlsruhe

Die Vielgestaltigkeit des Karlsruher Turn - und Sportverein 1846 ist in den letzten Wochen außerordentlich in Er­scheinung getreten. Die fleißige Arbeit und das regelmäßige Ueben hat reiche Früchte ge­tragen und wird sich auch weiterhin in fort­schreitender Weise erfolgreich auswirken.

Und nun soll am 12. Mai 1946 im Stadt. Konzerthaus das Kunst- und das Frauenturnen gezeigt werden. Die Schauturnen der 46er, im großen Saal der ehern. Stadt. Festhalle all­jährlich aufgeführt, waren in den letzten 25 Jahren zu einem wahren Begriff geworden. Heute sind wir auf die kleine Bühne des Städt. Konzerthauses angewiesen. Dement­sprechend können auch nur Ausschnitte aus der reichen Fülle des deutschen Frauen- und Kunstturnens der Männer vorgeführt werden. Die Vorführungen der Frauen — Barrentur­nen, Marschtanz, Spiel mit dem Reifen, Rhythmik im weißen Gewand, Walzer — sollen dem Kunstturnen der Männer einen schönen Rahmen verleihen. An diesem Kunst­turnen nun beteiligen sich die derzeit besten Turner Süddeutschlands , und zwar: Anna, Mannheim : Richard Brezing, Pforzheim ; Otto Dilg, Villingens Eugen Göggel, Stuttgart : Hafner, Mannheim ; Anton Klppert, Villingen ? Emst Pflästerer, Weinheim ; Fritz Pittmann, Nürnberg ; Willi Stadel , Konstanz -, Erich und Theo Wied , Stuttgart-Münster .

Wer kennt die Namen dieser Turner nicht?

Haben doch die meisten von ihnen bei den Gerät-Meisterschaften 1941 in Karlsruhe vor 12 000 Zuschauern mitgewirkt, bei denen Willi Stadel in glänzender Form Deutsher Gerät- Meister wurde. Aber auch die 46er werden ihre Besten in dieser Musterriege mitturnen lassen. Es sind dies: Heinz Baschnagel, Gu­stav Jenne und Paul Schöps. Diese Eliteturner werden ihre Kunst im Bodenturnen sowie tra Barren- und Reckturnen zeigen Alt diese Darbietungen werden weibliche Anmut und männliche Exaktheit, meisterhafte Körper­beherrschung, geballte Kraft und technische Eleganz vermitteln.

Die musikalische Leitung liegt in den Hän­den des Kapellmeisters Walter Keßler.

Der Karlsruher Tum- und Sportverein 1846 hat keine Kosten und keine Arbeit gescheut, um anläßlich seines 100jährigen Bestehens mit diesem großen Bühnenturnen, das als Morgen­feier von 10—12 Uhr gedacht ist, vor die große Oeffentlichkeit zu treten. Da die Nach­frage nach Eintrittskarten, auch von auswärts, erfreulicherweise äußerst rege ist, bitten wir von der Einrichtung der Kartenvorbestellung Gebrauch machen zu wollen. Ab 2. Mai 1946 können Eintrittskarten, schriftlich oder per­sönlich. in der Geschäftsstelle, Karlsruhe , Herrenstr. 25, bestellt werden. Wir machen jedoch darauf aufmerksam, daß die bestellten Karten bis zum 9. Mai 1946 abgeholt sein müssen.

Der Handball-Sonntag

Mit dem vergangenen Sonntag wurde die Vorrunde der Handballpflichtspiele bis auf einige am 1. Mai naehzuholende Begegnungen abgeschlossen. In den ein­reinen Staffeln gab es folgende Ergeb­nisse: Staffel I:

Malsch — Ettlingen 6 : 5 Beiertheim — Bruchhausen 26 : 1

Staffel II:

FrSpVergg — Linkenheim 7 : 3 Hochstetten — Griinwinkel 4 : 22 Daxlanden — Miihlbttrg 9 : 6 KTSV 46 — Neureut 5:6

Staffel III:

Spöck — Durlach 6 : 8 Rintheim — Friedrichstal 10 : 6 Blankenloch —• Grötjingen 6 : 6

Die Jugendspiele:

Malsch — Ettlingen 10 : 7 FrSpVgg — Linkenheim 10 : 3 KTSV 46 — Neureut 9 : 2 Hochstetten — Grünwinkel 1 : 9 Spöck — Durlach 8 :9 Rintheim — Friedriehstal 10 : 3 Blankenloch — Grögingen 4 : 12 Graben — Oberhausen 2 : 2

B-Jugend:

KTSV 46 — Rintheim 4 : 3 Blankenloch — Grögingen 0 : 12 Durlach — Beiertheim 18 : 10 Daxlanden — Rüppurr 3 : 3

Der kommen de Sonntag

FC Nürnberg — Schwaben Augsburg

Das ist die bedeutendste Paarung des kom­menden Sonntages. Keiner der beiden Ver­eine scheidet im Falle einer Niederlage aus dem Meisterwettbewerb aus, aber Schwaben hätte als Sieger die größten Aussichten auf den Titel. Im Vorspiel* siegte Nürnberg in Augsburg 1:0. Sollte Schwaben diesmal den Spieß uradrehen? Waldhof muß zum BC Augsburg der ihm im Vorspiel 2:0 unterlag; man sollte annehmen, daß die Mannheimer auch in Augsburg zu einem sicheren Sieg kommen Der VfB Stuttgart wird sich durch Phönix, den er im Vorspiel 4:3 bezwang, den Sieg nicht streitig machen lassen wollen. Es wird für die Karlsruher sehr schwer sein, dem ,,mei$terschaftsbung-l"eV' VfB etwas am Zeug zu flicken D r ! "V empfängt die Stuttgarter Kickers iVor'-'M 0:4) Jedes Heimspiel müßten di? ?■’ '•••• T’-Roten nun ge­winnen, um sich dem '''■•cg zu entziehen, das wird eine schwere V'fgabe sein, zumal nun durch den Ausfall Karchs der Sturm eine weitere Schwächung erfahren hat. Nut

Leistungen wie gegen Schwaben Augsburg und VfB Stuttgart berechtigen zu einer Hoff­nung auf einen Erfolg gegen Kickers. Der VfR Mannheim hat im Fußball-Sportverein Frankfurt einen schweren Cegner. Wohl trennte man sich in Frankfurt s Zt. mit 1:1, in der Zwischenzeit sind aber die Frank­ furter starker und der VfR schwächer ge­worden. Ein Sieg der Bornheimer liegt daher eher im Bereich des Möglichen als umge­kehrt. Die Offenbacher Kickers sind durch ihren Sieg in Schweinfurt sicher stark auf­gepulvert und werden den Münchner Bayern, die 5:2 Vorspielsieger waren, einen harten Kampf liefern. Dennoch möchte man den Bayern ein Plus geben. Im Spiel Eintracht Frankfurt gegen Fürth (Vorspiel 3:3) tippen wir auf einen Sieg der Eintracht Schwein­furt wird in München seinen Vorspielsieg gegen 1860 kaum wiederholen können, die „Löwen" sind wesentlich besser und stabiler geworden und sollten beide Punkte an sich bringen.

Frauen:

FrSpVgg — Linkenheim 0 : 1 KTSV 46 — Neureut 7 : 5 Hochstetten — Grünwinkel 1 : » Daxlanden — Mühlburg 0 : 9 Spöck — Durlach 6 : 0 Graben —* Friedrichstal 7 : 0

Sonstige Ergebnisse:

ASV Durlach I — Ettlingen II 7 : 10 Wössingen I — Beiertheim TI 8 : 9 Rintheim II — Linkenheim IT 13 : 8 Graben — Oberhausen 7 : 5

Freundschaftsspiele:

FrSpSgg Bulach I — Rüppurr TI 3:12 Wössingen komb. — Beiertheim komb. 6 : 10

Phönix II — Ettlingen (Frauen) 6 : 2 Schüler:

Daxlanden — Mörsch 3 : 2 Malsch — Ettlingen 4 : 7 Wössingen — Beiertheim 4 : 5 FrSpSgg Bulach — Rüppurr 19 : 0

Der kommende Sonntag

Der Sonntag bringt folgende Freund- Schaftsbegegnungen:

Daxlanden — Rintheim

Tsch Durlach — Tbd Bruchsal auf dem Reichsbahn-Sportplatj.

Freie Spiel- und Sportvereinigung gegen ASV Durlach

auf dem Platj der ehern. Freien Tur­nerschaft an der Linkenheimer Allee.

TuS 1884 Beienheim empfängt Stuttgarter Kickers

Nach dem hessischen und bayerischen Meister, Offenbacher Kickers bzw. Sp- Vgg Fürth , stellt sich am Sonntag im Vorspiel zum Treffen KFV — Kickers Stuttgart auf dem Phönix-Stadion der württemhergische Meister vor. Vor Wo­chen gelang es dem TuS Beiertheim in Stuttgart , zu einem überraschenden 6:3- Erfolg zu kommen. Kickers Stuttgart brennt auf Revanche und tritt am Sonn­tag mit dem derzeitig stärksten Auf­gebot gegen Beiertheim an, das vor­aussichtlich den Nationalspieler Speng­ler, der zukünftig die Mannschaft trai­niert, in der Sturmmitte cinsetjen wird.

PFORZHEIM Mmt:

Spiele der Enz • Pfinzklasse Gruppe II

FC Königsbach—SV Dillweißenstein 0 : 2 FC Ispringen — FC Bauschlott 0:2 FC Ersingen — FC Büchenbronn 5:2 FC Eisingen — FC Stein 0 : 1 FC Huchenfeld — FC Göbrichen 4 : 1

Auch die Pflichtspiele am Sonntag, den 28. 4. 1946, verliefen ohne Über­raschungen. Die Favoritenmannschaften selten sich überall glatt durch und be­haupten auch weiterhin ihre Spitzen­stellungen.

Bedauerlicherweise muß wiederum von einer sportlichen Entgleisung, dies­mal aus Königsbach , berichtet werden. Nach dem Spiel Königsbach gegen Dill- weißenstein kam es zu Tätlichkeiten, woran sich Zuschauer und auch Spieler der Königsbacher Mannschaft beteilig­ten. Diese Form des Sports und auch der Gastfreundschaft hat in Ietjter Zeit ein solches Ausmaß angenommen, daß es angebracht erscheint, die betreffenden Vereine mit Plagsperre zu belegen und die Spieler exemplarisch zu bestrafen.

Der Tabellenführer, die SV Dillwei­ßenstein, war gegen den FC Königsbach klar die bessere Mannschaft. Ihre ein­deutige Überlegenheit spiegelt sich nicht richtig in dem erzielten Torergebnis wieder, denn die robuste Spielweise und Holzerei der Königsbacher ließ kein einwandfreies Spiel zustande kommen. Dem Schiedsrichter Höckele (Brötjingen) gebührt ein Sonderlob, denn ihm ist es zu verdanken, daß das Spiel gut über die Strecke gebracht wurde.

Der FC Bauschlott konnte in einem klassearmen Spiel gegen den FC Isprin­gen mit 2 :0 gewinnen und behauptet weiterhin unangefochten den 2. Tabel­lenplatz Ersingen war gegen den Ta- bellenletjten Büchenbronn klar die bes­sere Mannschaft und konnte diese Über­legenheit mit 5 Treffern, denen die Bü- chenbronner nur 2 entgegensetjen konn­ten, zahlenmäßig klar zum Ausdruck bringen. Mit dem knappsten aller Fuß­ballergebnisse konnte Stein das Spiel gegen Eisingen gewinnen und die Hu- chenfelder errangen mit einem Sieg gegen Göbridiene zwei wichtige Punkte und überflügelte damit in der Tabelle den FC Eisingen. HW.

Schwerathletik

Der Kraft-SV Wiesental siegt im Ringen knapp mit 7:6 Punkten über den KSV Brötzingen.

In einem Schulkampf im Ringen stan­den sich am Sonntag in der Brötjinger Turnhalle vor mehreren hundert Zu­schauern der Kraft-SV Wiesental und die Mannschaft des KSV Brötjingen ge* genüber. Die Pforzheimer Vorstädter bewiesen, daß auch in der Schwer­athletik alles getan wird, um den Lei­stungsstandard zu heben und eine gute Mannschaft auf die Matte zu bringen. Nach ihrem klaren Sieg über die Karls­ ruher Mannschaft am 2. Osterfeiertag, mußten sie in ihrem Kampf gegen Wie­sental eine knappe Niederlage hinneh- men.

Ergebnisse:

Im Bantamgewicht siegt Kürzenhäu­ser (W) über Kühn (B) entscheidend. Im Federgewicht kann Staib (B) seinen Gegner Machauer (W) schon in der

1. Minute durch Ausheber aus dem Stand auf die Schultern legen und im Leichtgewicht siegt Wollmer (B) über Schäfer (W) durch Rückfaller. Schurr (B) konnte diesen Vorsprung durch einen Schultersieg, der schon nach 30 Sek* feststand, über Mail (W) vergrößern, aber bereits im Mittelgewicht holen die Wiesentaler durch Wittmer, der Eberle (B) entscheidend besiegt 2 Punkte auf. Groß (W) siefet über Rottenhofer (B) entscheidend und stellt damit den Gleichstand wieder her. Im entschei­denden Kampf im Schwergewicht muß Maier (W) alles aufbieten, um mit einem Punktsieg den erforderlichen Mannschaftssieg sicherzustellen.

Den Einlagekampf gewinnt Schneider O. (B) entscheidend.

Bereits am Samstag kämpfte die Mannschaft von Wiesental in Ispringen und konnte diesen Kampf mit nicht weniger als 12:0 Punkten für sich ent­scheiden. HW«

SÜadischer Sportverband

Der Sportbeauftragte

Bertr. Spielberechtigung bzw. Wildspielen.

In verschiedenen Fällen wurde festgestellt, daß Spieler ohne irgendeine Genehmigung oder Verständigung ihres Vereins und ent­gegen den Bestimmungen für einen anderen Verein spielen. Hierzu habe ich in aller Ein­deutigkeit folgendes festzustellen und den Vereinsvorständen zur Kenntnis zu geben:

1. Es ist selbstverständlich, daß ein Spieler lediglich Spielberechtigung für seinen Stammverein hat.

2. Jeder Verein, der einen neuen Spieler auf­nimmt, hat sich zu vergewissern, ob der Spieler nicht zuvor für einen anderen Ver­ein gespielt hat und demnach einer ent­sprechenden Sperrfrist unterliegt.

3. Auch bei Freigabe von seiten des bis­herigen Vereins durch eine entsprechende Freigabe-Bescheinigung unterliegt jeder Spieler einer automatischen Sperre von 4 Wochen.

4. Diese Bestimmungen treffen auch auf die Spieler der Fußball-Oberliga zu.

(m Interesse der Sauberhaltung unseres Spor­tes wird in Hinkunft gegen Vergehen obiger

AtI, wie Überhaupt gegen alle Auswüchse, die sich gegen sportliche Disziplin und An­ständigkeit richten, mit schärfsten Maßnah­men eingeschritten und die Vereinsvorstände zur vollen Verantwortung gezogen.

Betr.: Statistik 1946.

Nach den Anleitungen für die Statistik 1848 ist der 20. April 1946 als Termin für die Einsendung an den Sportverband festgeiegt. Da noch eine große Anzahl von Vereinen sich hiermit im Rückstand befinden, wird noch­mals an die umgehende Erledigung erinnert.

Betr.: Bestellung des „Start" über die Post.

Ab sofort können alle Turn- und Sportver­eine des Badischen Sportverbandes bei der zuständigen Poststelle je 3 Pflichtexemplare bestellen. An die Geschäftsstelle des Sport­verbandes, Karlsruhe , Reichspostdirektion, Ett- linger Straße, Zimmer 460, Ist bei Bestellung der Exemplare umgehend Nachricht zu geben. Da alle amtlichen Anordnungen des Ver­bandes lm „Start" erscheinen. Ist der Bezug für jeden Verein unumgänglich notwendig.

Müller

j Aus den Kreisen

FUSSBALL j

Kreis Karlsruhe

Am kommenden Samstag, den 4. Mai 1946, findet im Gasthaus zur Harmonie, Kaiser­straße, unsere nächste Pflichtsitzung statt.

Ich bitte um vollzähliges Erscheinen.

Schrempp, SR-Obmann.

RUckrunde der Kreisliga (Gruppe Pfinz)

5 . 5. 46 Wöschbach -— Singen

Kleinsteinbach — Wössingen Hohenwettersbach—Grünwettersbach Wolfartsweier frei

19. 5. 46 Kleinsteinbach — Hohenwettersbach Wolfartsweier — Wöschbach Singen — Wössingen Grünwettersbach frei

Die Spiele beginnen um 15.00 Uhr. Hohen­ wettersbach , Grünwettersbach und Wolfarts­ weier tragen zwei Doppelspiele aus, d. h. es sind zwei Verbandsspiele auf dem Platz des SpV Wolfartsweier. Aenderungen der Termine können nicht behandelt werden und sind evtl. Gesuche zwecklos. Ich ersuche letztmals, Platzordner mit Armbinden zu stel­len. Die Vorstände sind mir für reibungs* losen Verlauf der Spiele verantwortlich.

Der Klassenleiter: Karl Mußier.

Termine zur Rückrunde der Kreisliga (Gruppe Albtal)

'6 Busenbach — Reichenbach Etzenrot — Schöllbronn Spessart — Pfaffenrot Bruchhausen — Spielberg Langensteinbach — Völkersbach liele beginnen um 15.00 Uhr. Am 16. 6 und 23. 6. 46 sind Doppelspiele auf dem Sportplatz des SpV Spessart. Die Gesamtein­

nahmen sind in vier Viertel zu teilen, Aen­derungen sind unmöglich und Gesuche zweck­los. Leztmals ersuche ich um Gestellung der Platzordner. Bei Unsportlichkeiten werden die Höchststrafen angewandt.

Der Gruppenleiter: Mußier.

[ SCHWERATHLETIK |

Kreis Karlsruhe

Am Sonntag, den 5. Mai 1946, findet In Karlsruhe auf dem Germania -Sportplatz lm Wichtigkeit bitte Ich, daß alle Vereine ihre Kampfrichter-Prüfung statt. Wegen großer Wichtigkeit bitte lei, daß alle Vereine ihre Kampfrichter hierzu entsenden.

Voranzeige!

Am 7. Juli 1946 wird ln Karlsruhe ein Kreisfest durchgeführt. Heute schon mache ich die Vereine darauf aufmerksam, daß da­bei die Piflchtübungen als Massenaufführungen gedacht sind. Zugleich muß auch eine Pflicht­übung bei Muster-Riegen gezeigt werden, da dies zur Bewertung gehört. Allen Vereinen, denen die Pflichtübungen noch neu sind, wird Gelegenheit gegeben, dieselben jeden Sonn­tagmorgen ab 9 Uhr auf dem Germania - Sportplatz zu erlernen. Es wäre also erforder­lich, daß jeder Verein zwei Vertrete! sendet, damit diese sodann in ihrem Verein die Pflichtübngen anlernen können.

Wegen Raummangel können die Pflichtübun­gen im Start nicht ausgeschrieben werden.

Die Ausschreibungen für das Kreistest werde ich demnächst folgen lassen. Die Meldebogen gehen den Vereinen rechtzeitig zu. Ich bitte, heute schon dafür zu sorgen, daß vor allem die Jugend restlos gemeldet wird.

Stöber, Fachwart f. Schwerathletik.