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ilontag, 31. Januar 1949

S AZ

Nummer 22 / Seit* t

Blick ins Ausland

Zweite Hauptpokalrunde in England

Nicht alle 16 Spiele der zweiten Pokal­funde "brachten die erwarteten Ergebnisse. Im Titanenkampf Derby County — Arsenal wurden die favorisierten Londoner knapp mit 1:0 besiegt. Zu den Ueberraschungen gehören aber auch die 1:2-Jdeimniederlage des sechsfachen Cupgewinners Aston Villa gegen das zweitklassige Cardiff und das 1:1, das Bradford beim Pokalhalter Man­chester UTD herausspielte. Dt*?r Tabellen­führer der ersten Division Portsmouth kam durch einen 2:1-Sieg über Sheffield Wednesday eine Runde weiter. Die übri­gen Ergebnisse: Brentford — Torquai 1:0, Chelsea —p Everton 2$, Gateshead — Westbromwich Albion 1:3, Grimsby — Hüll 2:3, Leicester — Preston Northend 2:0, Liverpool — Notts County 1:0, Luton — Walsall 4:0, Newport — Huddersfield 3:3, Rotherham — Burnley 0:1, Sheffield UTD — Wolverhampton 0:3, Stoke City —- Blackpool 1:1, Yeovil Town — Sun­derland 1:1.

Kurz und bunt

Bobexweltmeister Hans Kilian verzichtet« ln einem an die AAU gerichteten Tele­gramm auf die Teilnahme an den Bob­weltmeisterschaften in Lake Placid . Di« Ablehnung durch das amerikanische Außen­ministerium war Kilian zur Zeit der Ab­sendung des Telegramms noch nicht be­kannt.

Die deutschen Meisterschaften im Zweier- und Vierer-Bob sind auf den 8. und 9. Fe­bruar, die süddeutschen Meisterschaften auf den 6. und 7. Februar vorverlegt worden.

HC Augsburg besiegte im Eishockey- Punktspiel den Oberliganeuling EK Köln nur knapp mit 3:2 Toren.

Marcel Cerdan , Boxweltmeister im Mit­telgewicht, wird am 28. Februar in Lon­ don auf den britischen Meister Dick Tur- bin treffen. Der Kampf geht nicht um den Titel.

Die europäisch« Motorsportsaison wurde wie jedes Jahr mit der großen Sternfahrt nach Monte Carlo eingeleitel.

49 Wagen führten die 3000 km Stern­fahrt ohne Strafpunkte durch. Insgesamt m erkannt. —

J. Trevonx und M. Lesurge (Frankreich ), die in Lissabonn starteten, wurden zu Sie­gern der Monte Carlo-Sternfahrt erklärt, waren 167 Wagen nach Monte Carlo ge­kommen, doch wurden allen übrigen Wa­gen nach Ueberprüfung Strafpunkte zu- Die Fahrer hatten bereits die Monte Carlo- Sternfahrt 1939 gewonnen.

26 Länder werden am diesjährigen Da­viscup-Wettbewerb teilnehmen.

Die deutschen Elnsschnellauf-Melster- schaften werden am 5. und 6. Februar auf dem Tegernsee ausgetragen.

Jean P. Wimille tödlich verunglückt

Beim Training für das internationale Automobilrennen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires kam der be­kannte französische Rennfahrer Wimille mit seinem neuen Simca-Rennwagen ins*, Schleudern und raste gegen eine Böschung. Dabei wurde das Fahrzeug vollständig zertrümmert. Wenige Stunden später starb Wimille an den Folgen, die er sich bei diesem schweren Sturz zugezogen hatte.

Mit Wimille verlor der internationale Rennsport einen seiner besten Fahrer. Seit Kriegsende gewann der Franzose folgende großen. Wettbewerbe: 1946 auf Alfa Romeo den «Großen Preis von Frankreich : 1947 auf Alfa Romeo den .Großen Preis der Schweiz “ und den .Großen Preis von Eu­ ropa " in Francochamps, wobei ihm auch eine Verbesserung des von Hermann Lang gehaltenen Rundenrekords gelang.

Die größten Erfolge aber errang er zweifelsohne im letzten Jahre. Den schön­sten Sieg feierte er beim .Großen Preis von Italien “ in Turin , den er bei strömen­dem Regen, kühn und verwegen fahrend, mit der ihm eigenen Sicherheit gewann. Den .Großen Preis von Monza" und den .Großen Preis von Argentinien ’ konnte Wimille, der allgemein als unbestrittener Europameister 1948 betrachtet wird, eben­falls gewinnen.

„MUSIK-TOTO" MIT

.Toto* ist heute Trumpf, ist ein von magischen Geheimnissen umwobener. Be­griff, in dem alles oder nichts, Verheißung oder Enttäuschung liegt. .Toto“ schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Es bie­tet Gewinnchancen und kitzelt somit unser Nervenbündel an der empfindlichsten Stelle, hält Tausende für Stunden in atem­loser Spannung, in hoffnungsfreudigem Warten, um dann doch nur einige wenige zu beglücken und füllt dem Staat auf höchst einfache Art den Geldsäckel. „Toto" dient also allgemeinen wie persönlichen Interessen, ist eine Art Vergnügungs­steuer, die einen kleinen Rabatt abwirft und ist als staatliche Finanzhilfe ein bes­serer und zugkräftigerer „Knüppel aus dem Sack*, als jede Einkommensteuer­erklärung.

Auch das Badische Staatstheater hat sich vergangene Woche nicht seines prickeln­den Reizes entziehen können. Aber lag es nun an den zu geringen Gewinfimöglich- keiten oder auch daran, daß das Gefühl für Fußball in unserer Zeit eben doch aus­geprägter ist als das für Kunst, jedenfalls dürfte das „Musik-Toto" dem Badischen Staatstheater nicht den gleichen - Kassen­erfolg gebracht haben, wie das Fußball­toto unserem lieben Vater Staat. Schade, wirklich schade, denn nach dem, was wir sahen und hörten, wäre das dem Theater zu gönnen gewesen. Arthur Chwalek hatte das kleine Preisraten mit sehr viel Humor und feinen Pointen aufgezogen, die allein schon — ganz abgesehen von den einzel­nen Gesangs- und Tanzdarbietungen — manchen Heiterkeitserfolg für sich aus­lösten. Gespannt darf man allerdings dar­auf sein, wer die glücklichen Gewinner der Veranstaltung sind. Wer auf jeden • Fall der Meinung ist, daß Kenntnisse von Mozart bis Cocteau ausgereicht hätten, um sich aus diesem Labyrinth von Fragen herauszuknäulen, der irrt sich sehr, Zu-

Club und Neckarau an der Spit$e — Durlach abgedrängt

Sandhofen — Durladi 1:0

1. FC Pforzheim — Feudenheim 2:0

Schwetzingen — VfL Neckarau 1:6

Friedrichsfeld — Viernheim 1:0

Sandhofen — Durladi 1:0

Durlachs Krise ist immer noch nicht überwunden. Auch in diesem Spiel ließen sie jeglichen Kampfgeist vermissen und mußten den Einheimischen schon während der Asten Halbzeit immer mehr Boden überlassen. Bauder als Außenläufer und Sauermann als Stopper, waren für den mit prächtigen Paraden aufwartenden Klaas Vorderleute, auf die er sieh restlos ver­lassen konnte. Bei Durlach war kein Mann hervorzuheben. Stehlik und Uiaga waren diesesmal weit unter dem Durch­schnitt und so ist es kein Wunder, daß der kampfkräftige Sandhofer Sturm dem Durlacher Strafraum immer wieder seine gefährlichen Besuche abstatten konnte. In der 15. Minute fiel aus einem Gedränge heraus das einzige Tor, das Samstag un­haltbar einschoß. Lustlos und ohne Ein­satz absolvierten die Durlacherr Stürmer ihr Pensum und der knappe Sieg der Sandhofer Mannschaft muß daher als nicht unverdient angesprochen werden.

1. FC Pforzheim — Feudenheim 2:0-.

In einem sehr schnellen, manchmal aber etwas zu harten Spiel kam der Club im Brötzinger Tal gegen die Feudenheimer Gäste zu beiden Punk­ten. Es war ein Kampf, der von der ersten bis zu letzten Minute äußerst spannend verlief. Wenn auch die erste Halbzeit keine Torerfolge brachte, so gab es doch auf beiden Seiten oft recht gefährliche Momente, wobei der Sturm der Platzbesitzer aber mehr Chancen herausspielen konnte. Mit einem Bollwerk von acht bis neun Mann verteidigten die Gäste jedoch aufopfernd und erfolgreich und so ist es erklärlich, daß vor der Pause dem Tabellenführer Treffer versagt blieben.

Doch in der zweiten Hälfte war es dann besser. Der Club kam nun erst richtig in Fahrt. Flüssige Kombi­nationen und technisch schöne Kopf­ballpässe wirbelten den Gegner durch­einander, und so war es nicht ver­wunderlich, daß es , bereits sieben Minuten nach Wiederbeginn durch Ganzhorn .1:0 hieß. Kurze Zeit später konnte ein Feudenheimer Verteidiger einen Eckball nur noch mit der Hand aus dem Tor schlagen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schradi mit pla­ziertem Schuß zum zweiten Treffer. Die Gäste ließen sich jedoch durch diesen Vorsprung nicht beeindrucken und kämpften mit letztem Einsatz offensiv weiter. Ihre mitunter gefähr­lichen Vorstöße wurden jedoch stets eine Beute der standfesten Clubver­teidigung. Schiedsrichter Walter, Zuf­ fenhausen , leitete korrekt. W. B.

Schwetzingen — Neckarau 1:6 '

Lediglich dem Umstand, daß der vorzüg­liche Schwetzinger Torhüter Knörzer 20 Minuten vor Schluß mit einer Handver­letzung nur noch als Statist mitwirken konnte, war es zu verdanken, daß Neckarau um eine durchaus in der Luft gelegenen Niederlage herum kam. Schnepf und Hölig erzielten vor der Pause für Neckarau zwei Tore, aber auch Philipp konnte für Schwetzingen erfolgreich sein, nachdem in kurzen Abständen einmal Pfo­sten und Latte Neckarau zur Seite stand. Nach Wiederanspiel drängte Schwetzingen di« Gäste mit raumgreifenden Angriffen zeitweilig ln die Abwehr und der Aus­gleich lag in der Luft. Dann aber kam das Verhängnis in Form der Verletzung von Knörzer. Damit bekam Neckarau im­mer mehr Oberwasser. In den letzten 20 Minuten fielen vier Tore, die auf Konto von Gramminger Karl (2), Preschle und Gramminger Martin kommen. Neckarau spielte wiederum ohne Balogh und“ Schwet­ zingen mußte auf Feth verzichten. S-r.

Friedrichsfeld — Viernheim 1:0

Friedrichsfeld diktierte eindeutig das Spielgeschehen und ließ es nicht zu, daß

der Viernheimer Angriff : zur Entfaltung kam. Schußpech und vor allen Dingen die stabile Hintermannschaft dgr Gäste ver­hinderten einen eindeutigen Sieg der Frie­drichsfelder. In der 8. Minute nutzte Dietz einen krassen, Verteidigungsfehler ent­schlossen aus Jind sicherte seiner Mann­schaft damit die Punkte.

VfL Neckarau

M

44:10

24:4

1. FC Pforzheim

14

38:8 .

24:4

ASV Durladi

15

33:19

22:8

Germ. Brötzingen

14

21:16

17:11

ASV Feudenheim

14

28:23

15:13

Germ. Friedridisfeld

14

19:25

14:14

Phönix Karlsruhe

14

27:25

13:15

Amit. Viernheim

15

22:26

13:17

TSG Rohrbach

14

28:36

12:16

SV Sandhofen

13

15:28

10:16

VfR Pforzheim

13

17:26

9:17

SV Schwetzingen

14

13:32

6:22

VfB Knielingen

14

10:34

3:25

Bayerische Landesiiga VfL Ingolstadt — Spvg Landshut 1:1 Bayern Hof — TuS Straubing 3:1

Spvg Fürth — TuS Regensburg 9:0

FC Lichtenfels — Wacker München 1:2

FC Bamberg — Gostenhof/Nürnberg 3:0

Jahn Regensburg — FC Rötenbach 2:0 Spvg Weiden — FC Haidhof 2:1

Bayern Kitzingen — MTV Ingolstadt -3:1 Hessische Landesliga

Hessen Kassel — 03 Kassel 1:2

FSV Bebra — VfL Kassel 1:2

Rotweiß Frankfurt — VfB Großauheim 1:0

SV Wiesbaden — UnioD Niederrad 2:2 Borussia Fulda — SV Darmstadt 2:2

Vikt. Aschaffenburg — Germ. Bieber 1:0

Württembergische Landesliga Stuttgarter Sportel. — Stuttgarter SpFr 2:0 SG Üntertürkheim — TSG Oehringen 3:2 FV Zuffenhausen — VfR Aalen 0:2

VfL Kirchheim — Spvgg Feuerbach 2:0 VfL Neckargartach — SSV Ulm 3:1

Normannia Gmünd — Union Bückingen 3:3

<• Bezirksklasse St. 1

Eggenstein — Wiesental

2:0

Mühlburg II. — Südstern

3:3

Hagsfeld — KFV

0:1

Odenheim — Daxlanden ■

2:2

Heidelsheim — Neureut

0:3

Ettlingen — Forst

8:1

Staffel 2

Grötzingen — Eutingen

0:3

Dillweißenstein — Durlach-Aue

4:2

Mühlacker — Königsbach

4:1

Kreisklasse A St. 1

Rüppurr — FC 21 Karlsruhe

7:1

Stupferich —; Kleinsteinbach

0:0

Frankonia Karlsruhe — Bulach

5:2

Staffel 2

Grünwinkel — Friedrichstal

1:1

Spfr Fordiheim -— Hochstetten

1:1

Mörsch — Rußheim

1:3

Spöck — FrT Forchheim

3:3

Karlsruhe-West — Malsch

3:2

Waldhof wieder geschlagen

Verbandsliga

Beiertheim *

- Weinheim

6:12

Neckarau —

Bulach

16:5

Rot — Waldhof

7:5

Birkenau —

Bretten

7:4

Beiertheim — Weinheim 6:12 Beide Mannschaften lieferten sich ein ausgeglichenes Spiel und nur die schlechte Markierung der Beierthei­mer Abwehr, gepaart mit einem reich­lichen Sehußpech war für diesen Kampf von ausschlaggebender Be­deutung. Feldmann war für Beiert­heim der erfolgreichste Torschütze, konnte '-aber die groben Verteidi­gungsfehler, die fast restlos zu Toren für Weinheim führten, nicht gutma­chen.

Neckarau — Bulach 16:5 Neckaraus Sieg stand in keiner Weise in Frage, denn bereits beim Seitenwechsel lagen die Gäste mit 9:2 Toren im Hintertreffen. Zeiher war auch in diesem Spiel wieder die trei­bende Kraft bei Neckarau , der mit Glück und Vetter neben Kneppau die Tore erzielte. Landsberger , Bohnert, Klein und Ölhauser warfen die Tref­fer für Beiertheim.

Rot -— Waldhof 7:5 ' 2000 Zuschauer verfolgten mit Spannung ein faires, aber kampfbe­tontes Spiel, das Rot dank der größe­ren Schnelligkeit zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Immerhin stand das Spiel beim Wechsel mit 8:2 noch völlig offen, doch Tore von Vetter und Lang brachten einen Vorsprung, den die Waldhofer nicht mehr aufho- len konnten. Klotz (4) und Kretzler erzielten die Erfolge der Gäste.

Birkenau — Bretten 7:4

Bretten zeigte während der ersten 30 Minuten die bessere Mannschafts­leistung und konnte mit einer 2:3- Führung die Seiten wechseln. Nach Wiederanspiel stellte es sich aber her­aus, daß sie dem eigenen Tempo zum Opfer gefallen waren und damit im­mer mehr ins Hintertreffen - kamen. Die Gebrüder Guldner waren auch heute wieder die Spielmacher, die mit ihren Toren den Kampf entschie­

den. Konanz und Kraut nebst Reisig sorgten für die Brettener Erfolge.

VfL Neckarau

15

139:74

25:5

SKG Birkenau

17

101:84

23:11

SG St. Leon

15

113:80

22:8

TSV Rot

15 .

123:77,

20:10

SpVgg Ketsch

15

105:89

17:13

62 Weinheim

15

94:86

16:12

SV Waldhof

15

106:92

13:17

TSV Bretten

16

82:131

8:24

TuS Beiertheim

16

80:131

7:25

TSV Buladi

15

71:162

2:28

Gruppenliga Süd

'

Rlrrtheim — Linkenheim

9:3

Blankenloch —

Durlach

4:9

Rintheim — Linkenheim 9:3

Rintheim hatte in seinem Torhüter ein schlecht zu nehmendes Hindernis, der mit prächtigen Paraden aufwar­tete und an dem Erfolg wesentlichen Anteil hatte. Kunle und Grimm wa­ren neben Göckel und Oehler die er­folgreichsten Torschützen. Süß und Günther verbuchten die Tore für Linkenheim . ^

Blankenloch — Durladi 4:9 Trotz 3 Mann Ersatz kam Durlach dank der überragenden Wurfkraft seines Stürmers Schneider bei ausge­glichenem Feldspiel zu diesem Punk­tegewinn.

FrSpuSpv Karlsruhe — TV Brötzingen 8:5 Brötzingen hatte keinen seiner besten Tage'und mußte sich nach abwechslungs­reichem Spielverlauf geschlagen geben. Die Spielvereinigung welche im Vorspiel hoch unterlegen war, hatte sich aller­hand vorgenommen und nützte die Fehler des Gegners geschickt aus. Erst in der 14. Minute fiel durch Calmbach der erste Treffer. Die Gäste dirigierten das Spiel­geschehen, scheiterten jedoch immer wie­der an dem überragenden Torhüter der Platzelf. Drei Strafwürfe gegen den TV Brötzingen führten kurz vor der Pause überraschend zum 3:1. Ais* Rechtsaußen Valle nach dem Seitenwechsel das 4. Tor schoß, schien die Niederlage der Gäste bereits besiegelt, abm Calmbach ver­kürzte noch einmal auf 4:3. Mit erhöhtem Einsatz kämpften beide Mannschaften um den Sieg. Die Spielvereinigung hatte Glück und einen ausgezeichneten Torhüter und gewann schließlich mit 8:5. Brötzin­gens bester Mannschaftsteil war diesesmal die Hintermannschaft.

Ringen

Grötzihgen mußte sich Germania Karlsruhe beugen

Bei den Kämpfen der Landesliga galt das größte Interesse der Begegnung ASV Grötzingen — Germania Karlsruhe. Di« Karlsruher traten außer ihrem Fliegenqe- wichtler voll an und gewannen den Kampf verdient mit 5:3 Siegen. Im Flie­gengewicht kam Grötzingen zu einem schnellen Sieq durch Kirsamer, der Beierl« (K) durch Halbnelson schulterte. Zwei alt« Mattenfüchse standen sich im Bantamge­wicht mit Klink (K) und Schnäbele (G) ge­genüber. Klink war diesmal auf der Hut und ließ sich nicht überraschen. In der Bodenlage gelanqen dem Karlsruher zwei Aufreißer, die ihm den Punktsieg ein­brachten. Volz (G) setzlfe Schäfer (K) stärk» sten Wiederstand entgegen und dem sieg­gewohnten Schäfer gelang nur ein Punkt­sieg. Im Leichtgewicht war Kunzmann (G) gegen Hagendorn (K) sehr gefährlich. In dg- Bodenlage aber verrichtete Hagendorn seine Zermürbungsarbeit und schulterte Kunzmann in sieben Minuten. Eine knappe Entscheidung gab es im Weltergewicht zwi­schen Schäfer (G) und Schiehle (K). Schiehle erhielt eine Verwarnung, wodurch Schäfer zu einem Punktvorsprung kam. Häberer (K) und Pfeifer (G) konnten durch ihre flotte Ringweise gut gefallen. In der fünften Minute siegte Häberer entschei­dend. Im Halbschwergewicht gab es ein schnelles Ende. In 1,5 'Minuten lag Hart­mann (G) von Hornfeck (K) besiegt auf den Schultern. Den dritten Sieg für Gröt­ zingen errang Arheidt über Franz im Schwergewicht.

Die übrigen Ergebnisse der Landesliga: ASy Heidelberg — ASV Ladenburg 5:3 (4:4), Germania Rohrbach — Germania Zie­gelhausen 3:5, SG Hemsbach — ASV Eppelheim 5:3. v

Nach dem 5:3-Erfolg der Bruchsaler Ringer am Vorsonntag gegen Brötzingen hätte man Bruchsal gegen Kirrlach einen Sieg Zutrauen können. Die Kirrlacher setz­ten aber diesmal Dampf auf und errangen im Feder-, Leicht-, Weiter- und Schwerge­wicht durch Steinle über Schmidt, Stassen über Seeburger Fr., Heger über Hiller und Groß über Lehmann vier Siege und damit ein Unentschieden gegen die Bruchsaler Germania, die durch Grassel , Seeburger A. und Seeburger sen. erfolgreich waren. Den vierten Sieg erhielt Siedlar EUgesprochen, da Heiler (K) zu schwer auf die Waag« kam.

Hockey:

KTV 46 — VfR Mannheim 0:3

Nach ausgeglichenem Spiel unterla­gen die Gastgeber erst in den letzten Spielminuten, als die erfahreneren und stocktechnisch besseren Gäste durch zwei Ueberraschungstore aus der 0:1 Führung heraus einendem Spielverlauf nach zu hohen Sieg er­zielten. Sch.

Heidelberg — Phönix Karlsruhe 2:1

Die Hockeyabteilung des FC Phö­nix Karlsruhe durfte nach ihrer Neu­gründung erst an der Rückrunde der Verbandsspiele teilnehmen. Im ersten Spiel trafen die Karlsruher auf den süddeutschen Meister HCH, der in stärkster Besetzung antrat, und es darf als eine große Ueberraschung bezeichnet werden, daß die Karlsru­her dem großen Gegner ein jederzeit offenes, glänzendes Treffen lieferten. HCH ging in der 13. Minute durch Torbuly von Peters in Führung. Kurz vor Halbzeit jedoch konnte Kunz nach schöner Vorlage durch Schlen­zen ausgleichen. Nach der Pause ver­suchte der HCH mit aller'Macht ei­nen Punktverlust zu vermeiden. Pe­ters und Klotz bauten aus der Läu­ferreihe überlegen auf. Da aber Phö­nix ebenso energisch angriff, blieb es bei einem weiteren Tor von Peters, der in der 55. Minute den überragen­den Phönix-Torwart Rosenbaum überwinden konnte.

KOPFZERBRECHEN

mindest mußte man ein ebenso guter Theater- und Kinobesucher sein. Vor allem mußte njan aber auch gut hören können, hinhören können auf die jedes Vortrags­stück begleitenden Kommentare, die Ar­thur Chwalek und sein aus „Untergrom­ bach am Fuße des Michelsberges" herbei­gerufener Musikwissenschaftler mit soviel durchsichtiger Hintergründigkeit bestritten.

Rö.

KABARETT DER PROMINENTEN „Im Harem sitzen lieulend die Eunu­chen .. .* erzählte Peter I fr 1h o f f am Samstagabend im Konzerthaus in seiner liebenswürdigen, selbstbewußt-saloppen Art und setzte mit dieser immer wieder ergötzlichen Geschichte — ebenso wie mit zahlreichen anderen seiner populären oder noch populär werdenden Schlager — die wenigen Zuhörer in eine Stimmung, die derjenigen der Eunuchen durchaus entge­gengesetzt war. Daran war er allerdings nicht allein beteiligt, sondern noch einige andere Prominente von Rundfunk ‘‘‘und Brettl, die diesesmal — wie das Motto der Veranstaltung schon versprochen hatte — die Angelegenheit unter sich ausmachten. Da war namentlich Helmuth Krüger, der wiederum ein brillantes Feuerwerk von Geist und Witz aufsteigen ließ, einer der wenigen ganz großen Conferenciers bester alter Schule. Micky Weiß ist das, was man in Karlsruhe eine „ulkige Nudel* — ein Prädikat vorbehaltloser Anerkennung — zu nennen pflegt, und seine Partnerin Gisi von Hall steht ihm darin kaum nach. $ast not least die sympathische Gerty G o d d e n, die mit Charme und köstlicher mimischer Ausdrucksfähigkeit „die Frau von heute* parodierte. Alles in allem eine Veranstaltung, die jeden Besucher auf seine Kosten kommen ließ. H. H.

IM STAATSTHEATER ...

findet heute im Großen Haus um 19.30 Uhr eine geschlossene Vorstellung des „Zigeu­ nerbaron " für den Kulturbund (3. Reihe) statt.

Das 5. Symphoniekonzest der Badischen Staatskapelle findet unter Leitung von Otto Matzerath , wie vorgesehen, am 3. und 4. Februar, statt. Zur Aufführung kommen die II. Symphonie in C-dur für Streichorchester von Jean Rivier (Erstauf­führung) und die IV. Symphonie f-moll von Tschaikowsky . Der Solist des Kon­zerts ist Paul Tortelier , einer der bedeu­tendsten französischen Cellisten, der das Cellokonzert von Lalo spielt. — Das IV. Symphoniekonzert, das verlegt werden mußte, wird voraussichtlich im Laufe des Monats Februar nachgeholt.

LAIENSPIEL IM CIVIC-CENTER

Wieder einmal wurde im Civic Center Zimmertheater gespielt. Es waren zwar weder Schauspieler, die sprachen, noch Stücke deutschen Geistes, die zur Auffüh­rung kamen. Die Freude indessen, die das Publikum jedem Akt der von Schülern der Privaten Fachschule für das Dolmet­scherwesen in Originalsprache aufgeführ­ten Stücke entgegenbrachte, hätte in kei­nem Falle größer sein können. Wirklich, was hier an sprachlicher Gewandtheit Reife und — bei Laiendarstellern erstaun­lich — an gutem schauspielerischem Ver­mögen gezeigt wurde, hätte an sich schon genügt, Bewunderung hervorzurufen. Daß darüber hinaus die Wiedergabe des zwei­ten Aktes der Racine 'sthen ,,Athalie ", des ,,1'habit vert" von Müsset und des sehr delikat wiedergegebenen Schwankes von A. Carriere ,,It s about time" dem Abend auch zu einem gewissen literarischen Wert verhalt (wie man ihn sich in dieser Form eigentlich öfter einmal wünschen möchte), muß besonders anerkannt werden, -'—ck.

Im Gloria-Palast:

„KAMPF DEM KREBS 1 *

Dem ausgezeichnet fotografierten Film- „Kampf dem Krebs", den Dr. M. Schanker wissenschaftlich und szenisch gestaltet hat (Kamera Ady Lumpert), gelingt es, einen doppelten Zweck zu erfüllen: Er warnt ebenso eindringlich vor Gleichgültigkeit, wie er Aengstliche beruhigt. Lebendige Trickaufnahmen erklären die zerstörende Ausbreitung der Krebszellen und ihr ver­nichtendes Werk an besonders gefährdeten Teilen im menschlichen Organismus. Als roter Faden geht ein Vortrag vor Studen­ten durch den ganzen Ablauf, während an­schaulich und aus der Praxis der Krebs-

Nach den verschiedenen, teilweise ziemlich heftigen Erdbeben, die im Sommer des vergangenen Jahres die Bevölkerung unseres Gebietes beun­ruhigten, war es nur zu verständlich, daß der vom Naturwissenschaftlichen Verein veranstaltete Vortrag über die „Erdbebentätigkeit in Südw^stdeutsch- land“ größtem Interesse begegnete.

Zu Beginn seiner Ausführungen stellte Dr. W. Hiller (Stuttgart ) fest, daß gerade das Gebiet um Karlsruhe das erdbebenreichste in ganz Deutsch­ land ist. Die Beben im Juni vorigen Jahres seien von einem 5—6 km südwestlich von Karlsruhe entfernten und zirka 20 km tief gelegenen Herd ausgegangen und hätten durchschnitt­lich die „Stärke 6“ erreicht, was die einzelnen Erschütterungen noch in 150 km Entfernung deutlich spürbar ge­macht habe. Durch ein gut angelegtes Meßstationennetz könne man die Lage eines Erdbebenherdes mit sehr großer Genauigkeit bestimmen. Es sei nur zu begrüßen, wenn die Karlsruher

bekämpfung heraus die Forschungsarbeit mit Hilfe von Versuchstieren gezeigt wird und die sehr eindrucksvolle, unmittelbare Bekämpfung der Krebsgeschwülste auf ope­rativem Wege durch Radiumbestrahlung oder durch Strahlentherapie. Hier wird durch die Eindruckskraft des Films in einer inl besten Sinne des Wortes populär­wissenschaftlichen Form das Gewissen der Oeffentlichkeit aufgerufen. Es gilt, die Be­mühungen der Aerzte in großem Stile zu unterstützen, damit die Zahl der ungehal­ten Krebsfälle sinkt, die Heilerfolge aber sich erhöhen lassen. Dr. R. V.

Der Film wird täglich während der gan­zen Woche um 11 Uhr im Gloria-Palast vorgeführt.

Erdbet?enstation in Bälde wieder ihren Betrieb aufnehmen könnte.

An Hand einiger Lichtbilder erklärte der Vortragende die wechselseitige Tätigkeit der scheinbar voneinander abhängigen Bebenherde, die soge­nannte Koppelung, wie sie 'im Jahre 1933 im Zusammenhang mit dem Ra­ statter Beben beobachtet wurde. Die verschiedenen Richtungen der Erd­bebenwellen ließen aber keinen Schluß auf irgendwelche neueren Schichtver­schiebungen zu. Es handle sich hier lediglich um Nachwirkungen des im Tertiär durch die Alpen nach Norden ausgeübten Druckes.

Das Problem der Vorhersage eines Bebens sei noch sehr umstritten. Man habe wohl in den letzten 50 Jahren festgestellt, daß die variierende Son­nenfleckentätigkeit mit der Erdbeben­tätigkeit in eine gewisse Beziehung gebracht werden könne. Diese Beob­achtungszeit sei aber für eine end­gültige Feststellung viel zu kurz. Fr.

Aus Vortragssälen:

KARLSRUHE HAT DIE MEISTEN ERDBEBEN

4

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