Karlsruher Zeitung
1758-1933
Hauptausgaben
Nachfolger
Beilagen
- Badischer Landtag / Badische Ständeversammlung. Öffentliche Sitzung der 1. Kammer 1897/99 - 1905/06
- Badischer Landtag / Badische Ständeversammlung. Öffentliche Sitzung der 2. Kammer 1869 - 1905/06
- Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Badischen Ständeversammlung. [1. Kammer] 1905/06 - 1917/18
- Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Badischen Ständeversammlung. [2. Kammer] 1905/06 - 1917/18
- Verhandlungen der badischen Stände 1842-1851
- Der Gesellschafter 1847
- Badischer Landtagsbote 1847-1848
- Badische Chronik 1868
- Übersicht der meteorologischen Beobachtungen im ... 1868
- Staatsanzeiger für das Großherzogtum Baden 1869-1917
- Literarische Beilage 1879-1881
- Übersicht der Ergebnisse der an den badischen meteorologischen Stationen angestellten Beobachtungen, nebst Wasserstandsaufzeichnungen an den wichtigsten Hauptpegeln des Rheins 1881-1917
- Jahresbericht // Großherzogliche Badische Hof- und Landesbibliothek 1904-1913
- Sonderabdruck des Staatsanzeigers für Baden 1918-1922
- Amtliche Berichte über die Verhandlungen des Badischen Landtags 1919 - 1929/30
- Badischer Zentralanzeiger für Beamte 1922-1933
- Badische Wohlfahrtsblätter 1926-1932
- Badische Kultur und Geschichte 1927-1933
- Wissenschaft und Bildung 1927-1933
Geschichte, Entwicklung, Verbreitung und politische Ausrichtung
Die Karlsruher Zeitung war nach den Carlsruher Wochenblatt die zweite Zeitung in Karlsruhe und erschien ab 1757. Im Unterschied zu dieser, die vor allem regionale Nachrichten enthielt, war die Karlsruher Zeitung überregional ausgerichtet.
Die Karlsruher Zeitung erschien bei Macklot, zunächst mit zwei Ausgaben pro Woche und ab 1759 mit drei Ausgaben pro Woche. Unmittelbarer Auslöser für die Gründung der Zeitung war der Siebenjährige Krieg und das Bedürfnis, die Bevölkerung über die Kriegsereignisse zu informieren. Mit der Erweiterung auf drei Ausgaben übernahm die Zeitung auch die Funktion eines städtischen Anzeigeblattes.
Im 19. Jahrhundert übernahm die Karlsruher Zeitung dann die Rolle eines Regierungsblattes. Ausdruck dieser Funktion sind die Beilagen, die unabhängig von der Hauptausgabe erworben werden konnten und ausführlich über die Verhandlungen der Ständekammer berichteten. Diese Funktion spiegelte sich auch im Untertitel wider, der ab 1911 Staatsanzeiger für das Großherzogtum Baden und ab 1918 Badischer Staatsanzeiger lautete. Die Berichte stelleneine wichtige Sekundärquelle dar, da die Landtagsverwaltung ab 1848 und bis 1919/20 nur noch Beschlussprotokolle abdrucken ließ und die gehaltenen Reden nicht im Wortlaut veröffentlicht wurden. Die Funktion als Staatsanzeiger sicherte bei geringen Auflagen das Überleben der Karlsruher Zeitung. Mit dem Verlust dieser Funktion an die NS-Zeitung Der Führer stellte die Karlsruher Zeitung ihr Erscheinen ein.
Wikipedia: Karlsruher Zeitung