90 Der Dritten AbhandlungAfert. Was Wechſel? Ehe ich den Fuͤrſatz will begeben/So ſoll mein Leben ſich verwechſeln in den Tod⸗Speiſt Amarillis gleich mich nur mit Angſt und Noth:Eo bleibt ſie doch mein Leben;Und unſers Leibes HoleWill nur ein Hertz und eine Secle.Cor. Armer Schaͤſer/ ach! du liebeſt aey— thoͤricht/ wic micheucht/Zu lieben was mich haſſt/Zu ſuchen/ was mich fleucht/Viel leichter waͤre mir die ſchwere Todes⸗Laſt.Mirt. Wie das Gold in Glut und Da ſtets erhoͤhet feinencin;So wil auch in Noth und Leiden unſre Treu gepruͤfet ſeyn.Wilſiu die Beſtaͤndigkeit in der Liebe recht erkennen:So muß Grimm und Haͤrtigkeit ſie in das Geßichte brennen.Ja dieſes iſt mein Troſt/ immittelſt Noth und Leiden/Daß/ ob mein Hertze gleich verdorret und vergeht:So fleuſt doch alle dieſe Pein/Sb gleich Marter und Verweiſung ihr auf beyden Seiten ſieht/Mir als leichtes Waſſer ein.Ja cher ſoll mein Geiſt/ als meine Liebe ſcheiden/Ind ich will eher dieſes Leben/Als die verſprochne Treu begeben.Cor. O ſchoͤner Schluß! O Buhler ohne gleichen!⸗Du biſt ein harter Fels/ und wilder als ein Wild/Die Stahl und Strahl ohn alle Frucht beſtreichen/Fuͤrwahr kein aͤrger Gifft hat unſer Hertz erfuͤllt/-Sis wan die Treu zugleich bey heiſſer Liebe quillt.Wer die ertichte nicht ſein Hertze laͤft beſchleichen/Von dem wird alle Luſt der Liebe muͤſſen weichen/So ſage du armer Verliebter doch mir ⸗Mit der Beſtaͤndigkeit/Die itzt dein Mund zu einer Tugend macht/Was liebſtu wohl in ihr/Die dich veracht?Iſts die SchoͤnheitSp wininilmfyWigfifmiGah aIMih 1GlnA kMẸ(MiAMihfuiMing