KRFterellenten einmůthigen Bewilligung/ dieſelbe entweder gaͤntzlichabgeſchafft oder zum Theil geaͤndert/ und deßhalb entweder einegantz neue Regierungs⸗Form/ oder nur eime andere Art zu fuccedi-ren eingefuͤhret werden koͤnne/ nach weleher Art ſich hernachalle Nachkommen/ die nach der Zeit geboren werden/ zu achtenhaben/ biß wiederum mit allgemeiner Bewilligung etwas andersangeordnet worden: Worbey aber doch klar/ daß dem auß demregierenden Hauf noch uͤbrig gebliebenen Anverwandten ſein wuͤrck⸗lich zuſtehendes Recht/ es komme auß dem erſten oder folgen⸗den mit dem Volck errichteten Vergleich her/ oder die Vermoͤg derGeburt erlangte Anwartung/ ihm wider ſeinen Willen von nie⸗mand/ weder von dem regierenden Koͤnig oder einem Anverwand⸗ten des Koͤniglichen Hauß/ noch von dem Volck auff einige Weißverſchraͤnckt oder genommen werden koͤnne noch ſolle. Ferner muͤſteder der Vernunfft beraubt ſeyn/ welcher in Zweiffel ziehen wol⸗te/ Daß bey allen Voͤlckern und zu allen Zeiten im Brauch ge⸗weſen/ wegen Erlangung und Errichtung deß Fridens zwiſchenkriegenden Potentaten und Staͤnden/ offtmahls gantze Provintzienund Reiche/ Güter und allerhand gegenwaͤrtige und der Zeit ſchonguͤltige Rechte/ die ſelbſt die kriegenden Partheyen oder ihre Un⸗terthanen haben und beſitzen/ und dannenhero umb deſto ſo vielmehr nur gehoffte Rechte der Anwartung/ oder die man/ es ſte⸗het dahin/ ob mit Recht oder Unrecht erſt begehret/ weg zu gebenzu cediren und zu uͤberlaſſen/ weilen unumſtoͤßlich/ daß ſolcheVertaͤg und Vergleiche das gemeine Voͤlcker⸗Recht zum Grundhaben/ und niemahls ohne verderbliche Folgerungen und ohne Ab⸗ſcheu und Widerſprechen des gantzen Menſchlichen Geſchlechtes da⸗von abgegangen/ dieſelbe verletzet und gebrochen worden. Nichtminder iſt gleichfalls klar/ und beweiſet es die Erfahrung aller Zeizten/ daß der Beſitzer eines Koͤnigreichs/ auch andere Koͤnigrei cheund Herrſchafften erlangen und an ſich bringen koͤnne/ dergeſtaltdaß ſie entweder mit ſeinem erſten Reich vereiniget oder demſelbenunterworffen werden/ und dann ſo alle beyde an einen beſtaͤndigenSucceſſor kommen/ oder daß die alte Ordnung der Succe ſſion undanderer deß Reichs Rechte in einem fedem Koͤnigreiche in acht ge⸗nommen/ und die Reiche vor ſich beſeſſen und folglich oͤffters auffgang unterſchiedene Beſitzer rransleriret und gebracht werden. Esiſt auch bekandt/ daß oͤffters Herrſchafften oder Guͤter von groſſerWichtigkeit und Werth auß privat eigenthuͤmlicher Macht undA 3 Gewalt