È 6 6 Gewalt oder Patrimonii Jure einem König oder Lands⸗Fuͤrſten zugehoͤren/ und daß er von denſelben nach freyem Willen entwe⸗ der ſelbſt/ oder wann er es nicht gethan/ einer von ſeinen Nachfol⸗ gern dilponiren und alſo zum beſten des Hauß ein beftandigeg Fide- dommils verſchaffen und auffrichten koͤnne/ welches hernach von keinem Nachfolger/ der nach der eingeſetzten Fidecommiſs- Erben Todt luccediret/ wann dieſelben nicht abſonderlich ihre Bewilli⸗ gung daruͤber ertheilen/ auff keinerley Weiß auffgehoben/ unter⸗ brochen oder geaͤndert werden koͤnne. Ferner wird niemand Be⸗ dencken tragen zu behaupten/(wann er anders nur verſtehet/ was die Rechte mit fich fúhren/ die in Denen Landen gebraͤuchlich ſeynd/ welche zur Heiligen Roͤmiſchen Cacholiſchen Kirchen ſich bekennen/ oder zum Heiligen Roͤmiſchen Reich entweder als Lehen oder auff andere Weiß gehoͤren daß dem Ober⸗Eigenthumb ohnbeſcha⸗ det/ Vornehme/ abſonderlich aber Durchl. Haͤuſer zu Erhalt⸗ oder Vermehrung ihres Anſehens und Auffnehmens und umb alle vorfallende Streitigkeiten zu vermeyden unter ſich wegen der Succeſſion gewiſſe Bertråge/ die entweder beſtaͤndig oder nur auff eine beſtimbte Zeit oder blog auff die Perſonen eingerichtet ſeynd/ ohne jemandes Widerrede auffzurichten pflegen/ und das ſolche Vertraͤg/ gleichwie ſie meiſtentheils von denen Paͤbſten und Kaͤyſern beſtaͤttiget werden/ alſo auch. ohne dergleichen abſonder⸗ liche Bekraͤfftigung dannoch beſtehen/ wann man nur dabey ver⸗ ſichert iſt/ daß nichts zu Præjudig und Nachtheil der Kirchen und deß Reichs dadurch eingefuͤhret/ und daß dahin eben auch die ſo genandte Auffgebungen der Lehen gehoͤren: Vornehmlich aber daß in ſolchen fanden die auch anderwaͤrtz nicht unbekandte Ver⸗ zuͤchte derer Adelichen Töchter oder Princeſſinnen/ wann dieſelbe verheurathet werden/ ſie moͤgen allgemein oder auff gewiſſe Weiß eingeſchraͤncket und verclauſuliret ſeyn/ eingefuͤhret und durch die Obſervantz beſtaͤttiget worden/ ob gleich vorhero/ ehe und bevor ſolche Ehe Facta und Vertraͤg abgeredet und errichtet worden/ h u Hauß eine andere Art zu luccediren Gebraͤuchlich gewe⸗ i Nachdem wir ſolcher Geſtalt auß den allererſten gemeineſten und bekandteſten Rechts⸗Gruͤnden dag jenige angefuͤhret/ was zu Entſcheidung der vorhabenden Frag/ zulaͤnglich genug iſt/ fo wird nun darauff Acht zu geben und zu unterſuchen ſeyn/ was vor eine Art zu luccedixen in der Spaniſchen Monarchie/ jaa em e 22 ab JD Gy aT r a A aa = c e a r a a È