8067 08dem dieſelbe auß vielen Theilen oder Gliedern ein Leib oder Siſtemageworden iſt/ eingefuͤhret und gebraͤuchlich ſeyn. Wiewohl auchdaß darbey nicht gantz hindan zu ſetzen/ was abſonderlich von de⸗nen Provinzien/ die von den Koͤnigen in Spanien als Lehen beſeſ⸗ſen werden/ dilponiret und geordnet iſt. Indem wir aber ſolches ꝛtens/ daßvor die Hand nehmen/ muͤſſen wir zugleich anzeigen/ theils worinnen M Spa-die Spanier und Frantzoſen zimlich weit von einander unterſchie⸗ Sia-5den/ oder vielmehr wie in andern Dingen alfo auch in Einrichtung rei eneder Erb- folge einander zuwider gewefen; theilg worinnen beyde unterſchie⸗Reiche das Spaniſche und Frantzoͤſiſche eine Zeitlang geſchienen dene Artmiteinander uͤbereinzukommen/ in dem dieſẽ die Frantzoſen ſich ſehon zu lucce⸗eine lange Zeit her auff das eyffrigſte haben angelegen ſeyn laffen/ Lren ſey.damit ſie alle von dem Weiblichen Geſchlechte nicht nur von derCron Franckreich/ ſondern auch von denen Provinzen und Lan⸗ Sanden/ welche durch das Weibliche Gefhlechte an die Könige von IaeFranckreich gekommen/ gang und gar außſchlieſſen moͤchten/ die che LinieMaͤnnliche Erb⸗folge deß Koͤnigl. Hauſes nach denen Linien auß zur Suc⸗allerhand Gruͤnden und Urſachen zu verfechten: Die Spanier celſionaber haben nach dem Maͤnnlichen Geſchlechte einer Linie und eines laͤt.Grades/ auch die Princeſſinnen auß dem Koͤniglichen Hauſe zur Erb⸗ iigfolge gelaſſen/ jedoch nur die jenige/ welche nicht an Koͤnigl. Fran⸗Weiblichetzoͤſiſche Printzen vermaͤhlet worden/ dann dieſelbe Princeſſinnen/ Anie vor⸗die nach Franckreich geheyrathet/ haben ſie mit allen ihren auß zieht—— Gebluͤte erzeugten Nachkommen/ ſelbſt mit der Cron Mit jeder⸗Rranckreich ehmahligen Bewilligung s von der Erb- folge in die eSpaniſchen Koͤnigreich und Laͤnder beſtaͤndig abgeſondert und auf⸗ ſung dergeſchloſſen/ ſo wohl umb anderer wichtiger Urſachen willen/ als auch Frantzöſt⸗damit unter beyden Koͤnigreichen in dem Punct die Außſchlieſſung ſchendeß Weiblichen Geſchlechtes betreffend/ eine Gleichheit waͤre/ heh Printendenen uͤbrigen Princeſſinnen aber ſo nicht nach Franckreich vermaͤh⸗let/ ſolte der Vorzug deß Alters gleichwie bey den Printzen deg We inKoͤniglichen Hauſes in Acht genommen werden. Es waͤre zwar ſien TDunnoͤthig den allgemeinen Theil dieſes Sages und defen nach Der mit Bor-Zeit erfolgten Gebrauch und Oblervantz(obgleich in Arragonien ziehungvor dieſem insgemein auff das Recht der Maͤnnlichen Sippſchafft deß Máibloß allein geſehen und dieſelbe beybehalten worden/ und auch noch ibig dato nicht auff die Seite gefekt werden foll) mit mehreren Be⸗ auß demweiß⸗Gruͤnden darzu thun/ weil niemand darwider etwas einwen⸗ Königl.det/ man muß gleich wohl aber die Wahrheit der hinzugethanen ai HafoWUE