ioan T ¥ s 48 Der du biſt in dem Himmel. wol uns das ſichtbare Wohn⸗Hauß ſ des unſichtbaren GOttes zeiget/ wel| i ches nicht allein hirzu dinet/ daß w unſere Gedancken hoͤher erheben/ ſo dern auch daß wir unſern Berſtand t etwas hefften koͤnnen. Dann anfadh Gemuͤtt kan ſich GOtt ſo geſchwinde nicht vorſtellen: Vnſere Gedancken/ (welche nicht wiſſen wie ſie anders piii dem Geſicht des unſichtbaren GOttes gereichen moͤgen) fallen ſtracks auff dehn Himmel/ als auff dehn rechten Platz/ wo ſelbſt er zu ſchauen iſt.| So iſt auch hir zu mercken/ daß diſe lir Wortt Der du biſt in dem HSim⸗ to mel/ alhiher gefeket/ umb uns auers Miriy kennen zu geben/ daß uns GOTT nur Jiny allein in dem Himmel zu Sprache fte Ies hen wolle. Dann wenn unſere Sin⸗ nen in dem Gebett umb und auff d Erden krichen/ und es das Anſehen h als wann unſere Wortte vil eher mit Beſchwerung aus dem Munde filen, als mit Ferttikeit aus dem Hertzen her⸗ vor riſſen/ ſo iſts zwar"ichean das[hh Go