Von den Tugenden insgemein. aveiche/ zuletzt wird alle Laͤſterung und Nachred auff ſich ſelber erſetzen ihmeaber wird ein guter Nam und ein lobwuͤrdig Gedaͤchtnuß bleiben auch nachſeinem Tod/ Vivit poß funera Virtus, ein guter Nam bleibt gewiſſer danntauſend groſſe Schaͤtz Goldes/ dann er bleibt ewiglich/ Syr. 41. Pulchtaſe ·pultuta Pietas, ſagt der heilige Baſilius/ das iſt/ die Tugendoder Gottsforcht/iſt/ inem Chriſten an ſtatt eines ſchoͤnen Grabſteins/ ſeinerloͤblichen Tugen⸗den wird nimmermehr vergeſſen. Ja wie der heilige Bernhardus ſagt: Der iſtrecht ſelig/ der recht glaubet/ und in dem er recht glaubet/ recht lebet/ und indem er recht lebet/ den wahren Glauben biß ans End ſeines Lebens bewahret.$F WINYaa heiligem Leben bif anunler End erhalten werden/ das helf⸗riditia, fe und verteihe uns allen in Gnaden GOTS Vatter/ Sohn und HeiligerUOM Seif Amen.} nf atA` s, sAMN YAN GoOet allein die Ehr.roit cheng 2l A Ticher Sih: imoer Im Namen JEſu: d 17l— Die Il. Tugend⸗Predigt/In der erſten Abtheilung/ von denen Tugenden gegenGt den HErren/ e3Die 1. Tugend: Die Erkantnuß GOttes.Text: Coloſſ. c. 1. v. 10.Wachſet in der Erkantnuß GOttes.Eingang.Geliebtein Chriſto dom HErren!Ich/ HErr/ kennen/ iſt ein vollkommene Serechtigkeitgund deineMacht wiſſen iſt ein Wurtzel des ewigen Lebens/ ſagt der weiſeMann/ Weißheit. 15. Ruͤhmet hiemit die Erkantnuß Gottes desErren als ein vollkommene Gerechtigkeit/ dorauß man lerne/s wie die rechte vollkommene Berechtigkeitin Chriſto zuerlangen:jaruͤhmets als eine Wurtzel des ewigen Lebeng/ wie ſonſten auß einer Wurtzeltin Gewaͤchs/ Blum/ Kraut oder Baum herauß waͤchſt/ und zu ſeiner Zeitſtine Frůchten bringt/ alſo folget auch auff dieſe Wiſſenſchafft und ErkantnußGOttes zu ſeiner Zeit WSEfeiWohlan/ daß wir nun alleſannt recht glauben und recht leben/ und in ſol⸗Wunſch