yt P iaa Die I. Tugend⸗Predigt und frinen Schaufalt/ befleiſſigen ſich einer Tugend/ die mug jederman wiſ⸗ fen und ſehen/ trotzen drauff/ und darffen ſich wol mit zehen Laſtern dagegen behengen/ und darnach meinen/ ſie ſeyen die beſte Chriſten. Ja Heuchler ſind ſie/ Gottloſe Un⸗Chriſten ſeyn ſie/ ſtinckende Boͤck ſind fiè die der HErr der⸗ maltins zur Lincken ſtellen/ und mit allen Teuffeln zur Hoͤllen weiſen wird. Da wird ihnen vergolten werden/ wie ſie es jetzo verdienen/ Eſ.3. P A Ii. Vermahnung/ daß wir uns unſer Chriſtenthum beſſer lafſen be⸗ iung zu den fohlen und angelegen ſeyn/ und uns forthin der Tugend befleiſſen in allen PN Staͤnden. So wendet nun allen euren Fleiß dran/ und reichet dar in eurem atn Sie Suben Tugend. Ihr Kinder und junge eut/ das wird euch eine ſchöͤneZierd/ und eine gewifſe Befoͤrderung ſeyn: Wie auch ihr liebe Alten/ denn das wird euren grauen Haaren ein Eron und Ehre ſeyn/ ein unbefleckt Leben iſt das rechte Alter/ Weißh.. Wendet allen euren Fleiß daran/ und reichet dar in eurem Glauben Tugend ihr Manns⸗Perſonen/ denn vondem Mann hat die Tugend ihren Namen, daf fic Virtus genannt mwird/ à Viro, wie wir eben ge⸗ hört haben; wie auch ihr Weibs Bilder/ dann das iſt euer eigentlicher Titul/ daß man euch tugendſame Frauen und Jungfrauen heiſſe/ wie von der Ruth die gantze Stadt wuſte/ daß ſie ein tugendſam Weib war/ Ruth.3. Ja/ endet allen euren Fleiß dran/ und reichet dar in eurem Glauben Tugend. Alle/ ge· die ihr euch des Nahmens und der Lehr des HErrn Chriſti annehmt und ruͤh⸗ Be metam laſt euch an ſolchem Chriſilichen Tugend Leben nicht hindern/ euers verderbten Fleiſches Einbildung/ als ob ihr ſchon fromm und heilig gnug waͤ⸗ ret und der Buſſe nit bedůrffet/ wie der Phariſaͤer ſich in ſeinen ſtoltzen Pfauen⸗ Federn geſpiegelt und GOtt gedancket/ daß er nicht ſey wie ander Leut/ Luc. 8. daſt euch nicht auffhalten die Welt und was zeitlich in derſelben iſt/ denn die Tugend beſteht/ dadie Welt und all ihr Wolluſt vergeht/ l. Joh. 2. Laſſet euch nicht bethören den Teuffel/ der immer umb uns herumb geht und ſucht/ wie er uns von dertugendlichen Mittel⸗Straß/ auff die wolgebahnte Nebenweg al⸗ ferlen daſter und Untugenden verfuͤhre/ ſondern ſtehet und widerſtehet ihm feſt im Glauben/ l. Petr.. Dann wol dem der nicht wandelt im Rath der Gottlo⸗ ſen/ noch tritt auffden Weg der Sünder/ noch ſitzt/ da die Spoͤtter ſitzen/ ſon⸗ dern hat Luſt zum Geſetz des HErrn/ und redet von ſeinem Geſetz Tag und Macht. Der ift wie ein Baum/ gepflantzet an den Waſſer⸗Baͤchen/ der ſeine Frucht bringt zu ſeiner Zeit/ und ſeine Blaͤtter verwelcken nicht/ und was er macht/ das geraͤth wol/ ſagt David im 1. Pſalm. 1 Iv. Troſt/ wann wir nicht allein recht glauben/ ſondern darneben auch ein tugendlich Leben führen/ ſo feyn wir rechte Chriſten/ und doͤrffen uns da nicht anfechten laſſen/ ob wir ſchon daruͤber verſpottet und fuͤr Heuchler und Phariſaͤer außgeſchryen wuͤrden; Ein Chriſt thue was ſein Chriſtenthum er⸗ fordert/ und wende allen Ileiß dran/ daß er in ſeinem Glauben die Tugend dar⸗ reiche/ Trofe ni ni fi pu M w (u gi