då. 18. Febr,An. 16f 6eGOttesVerbott desWein trin⸗ckens/applicirtauff diepa Geiſtüchenund alleChriſten.460 Die LI Tugend- Predigt/—— a n a—Im Namen JEſuDie LI. Tugend⸗Predigt/In der anderen Abtheilung/ von denen Tugenden gegenuns ſelbſten.Die XIX. Tugend: Naͤſſigkeit.Text: 1. Petr..4..d.So ſeyd nun maͤſſig und nůchtern jum Gebet,Eingang.Geliebte in Chriſto dem HErren!Ann GOtt der HErꝛ im Alten Teſtament verbotten/ es ſollen diePrieſter keinen Wein noch ſtarck Getraͤnck trincken/ wann ſie zuMoſis Zeiten in die Huͤtten des Stiffts/ oder nach den ZeitenSalomons in den innern Vorhoff des Tempels gehen ihr Amtzuverꝛichten/ 3. Moſ.le. Ezech. 44. Will er damit noch jetzo imNeuen Teſtament zuvorderſt die Geiſtlichen/ die das Lehr und Predigamt zuverwalten haben/ erinnern/ daß ſie in Verꝛichtung des offentlichen Gottes⸗dienſts nichts trunckener Weiß vornehmen/ damit ſie nicht auß Unfuͤrſichtig⸗keit etwas begehen/ dadurch GOtt und ſein heilig Wort geſchaͤndt und diegantze Gemein moͤchte geaͤrgert werden: Weilaber jetzo im Neuen Teſtamentalle Glaubigen/ durch Chriſtum Geiſtliche Prieſter vor GOtt worden/ Of⸗fenb. 1. Daher ſie GOttes Königliches Prieſterthum heiffen /. Petr. 2. Sowill er hiemit/ daß alle Chriſten ins genein nuͤchtern und maͤſſig leben ſollen/beſonders alsdann/ wann ſie GOtt dem HEren einen angenehmen Gottes⸗dienſt zuleiſten/ hnen vorgenommen haben. Wie uns ſolche Erklaͤrung an dieHand gibt der heilige Apoſtel Petrus/ wann er in den verleſenen Worten ſagt:So ſeyd nun maͤſſig und nuͤchtern zum Gebett. Dieſe Wort wollen wir ſetzofůr uns nehmen/ erſtlich mit wenigem erklaͤren/ darnach weiters anzeigen/ waswirVon der Mäſſigkeit/werden zu unſerer Lehr und Nutzen zu mercken und zu behalten haben. Daruuns GOtt der HErꝛ die Gnad und Krafft ſeines Heiligen Geiſtes verleyhenwolle/ Amen.Er⸗aNfimihDy9n/ÈiMmiMniliidwi