l, Warnung dern/ Bor dem Pnfleiß. II. Vermahnñ zum Fleiß. Gebrauch dieſer Lehr. L OCS Arming/ vor dieſer Tugend entgegen geſetztem Laſter dem Un⸗ fleiß. Mancher Menſch hat zwar vondh Ott Weißheit/ Kunſt und Verſtand gnug/ daß er ſeine Beruffs⸗Geſchaͤfft und Arbeit nach dem beſten Fleiß wol verꝛichten koͤnte/ beſſer als andere/ die etwan gern das ih⸗ re thaͤten; aber/ das Faul hat ihn troffen/ die Kaulſucht hat ihn zu ſehr in al⸗ len Gliedern eingenommen/ er mag nicht ſchaffen/ will keinenFug thun/ wann gleich das Netz noch einmal voller Fiſch waͤre: Oder er iſt verſchwendiſch⸗ laſt ihm den Trunck zu lieb ſeyn/ es muß alles gleich wieder mit ihm auffgehen/ ring gewonnen/ ring verthan/ wie dann gemeiniglich die beſte Meiſter und Künſtler die unnutzeſte Lumpen ſeyn: Oder er iſt neidiſch/ mags ſeinemNe⸗ ben⸗Menſchen nicht zu lieb thun/ daß er ihm um ſein Geld ein rechte Arbeit machte/ gont ihms nicht daß er etwas richtiges undtuͤchtiges von ihm haber oder bekommen ſoll: Oder iſt untreu/ braucht allerley Betrug und Vor⸗ theil ſtůmpleriſcher/ hudleriſcher und ſudleriſeher Arbeit/ ein Faͤrblein anzuſtrei⸗ chen/ kleb biß ich dich von mir geb/ eilt und ſudelt/ daß er nur bald darvon kom̃: Vor ſolchemUnfleiß ſollen wir uns warnen laſſen/ und uns davor hüͤten/ dann es iſt ein undanck gegen GOttes verliehenen Gaben/ iſt ein Schand und U⸗ belſtand im gemeinen Weſen/ iſt ein vorſetzliche Boßheit/ ja ein rechtes Diebs⸗ Stůcklein/ wann man einem mit unfleiſſiger/ boͤſer Arbeit und Wahr ſein gut Geld alſo abpracticirt/ oder auch wann ein Beamter ſein Beſoldung und ein Arbeiter und ein Tagloͤhner ſeinen Lohn/ fleiſſig fordert und einnimmt/ und weiß doch daß er nicht fleiſſig drum gedient und geſchaffet hat. Darum ſo leget ab alle Boßheit und allen Betrug und Heucheley und Neid/.Petr. 2. Wer geſtohlen hat/ der ſtehle nicht mehr/ ſondern arbeite/ und ſchaffe mit ſeinen Haͤn⸗ den etwas Guts/ Eph. 4. Dann der HERgder gerechte Richter ſiehets/ und wird dermaleins deshalben Rechenſchafft fordern/ Luc. 16. Wir muͤſſen alle offenbar werden fuͤr dem Richterſtuhl Chriſti/ auff daß ein jeglicher empfa⸗ he nach dem er gehandelt hat bey Leibes Leben/ es ſey gut oder böͤſe.Cor.p. N ſagt/ der ſey verflucht hie und dort/ der des HERRN Wercklaͤſſig thut/.48. H, Vermahnung/ daß wir alle dieſer Tugend/ dem Fleiß /nach allen unſeren Kraͤfften nachſetzen/ und in unſeren Amts⸗Geſchaͤfften und Arbeit/ er⸗ zehlter maſſen fleiſſig ſeyen. Dann was der HEr: allhie zu Petro ſagt: Fahre auff die Hoͤhe und werffet euer Netz auß/ das will Er noch von einem jeden in ſeinem Stand auch haben/ daß er arbeite/ und was ihm furhanden kommt/ friſch und ffeiſſig verꝛichte/ Pred.9. Wir haben deſſen Erempel nicht allein an Petro; ſondern auch an Jacob/ der 20. gantzer Jahr ſeiner anbefohlenen Heerd fleiſſig gehůtet und gewartet/ des Tags vor Hitz und des a ro p Pim Mh Ù 1 Mogel naani fiau janm Winen? ehi aeu Io ima echlee mfn Wii fio Math fati wég buh i fomm Auton Any N whi dmn benmi Mhi mA -o