D EE TETE RE M: j X. | y. Hertzuch⸗ W. Heulglich. VI. Bndentlich 374 Die LXIV. Tugend⸗Predigt/ Kindlein/ laſſet uns nicht lieben mit Worten/ noch mit der Zungen(allein) ſondern mit der Warheit/ t. Joh.3. Ein Menſch liebet ſich felbſten V. inbronſtig und hertzlich. Alſ ſoll auch ein Chriſt ſeinen Naͤchſten hertzlich lieben/ wie Paulus ſagt: Die bruͤ⸗ derliche Liebe unter einander ſey hertzlich/ Rom.12. Die Haupt⸗Summa des Gebotts iſt/ Liebe von reinen Derken und von gutem Gewiſſen und von un⸗ gefaͤrbtem Glauben/. Tim. x. Und Petrus ſagt: Machet keuſch euere Seelen zu ungefaͤrbter Bruder⸗Liebe/ und habt euch untereinander brünſtig lieb auß reinem Hertzen/ l. Ep. i. und c..ſagt er: Fuͤr allen Dingen habt unter einan⸗ der brunſtige Liebe. T Ein Menſch(wann er anderſt Chriſtlich handlen will) ſo liebt er ſich ſelbſten V. heiliglich/ er wird wegen ſeiner begangenen ſchweren und vielfal⸗ tigen Suͤnden hertzlich betruͤbt/ undzornig úber fich ſelbſt/ wird ihm ſelbſt feind darumb/ daß er ſich den Teuffel die Welt und ſein verderbt Ileiſch alſo ſchäͤndlich verfuͤhren laſſen: Alſo ſoll auch einChriſt ſeinen Nechſten heiliglich lieben als ſich ſelbſt/ ſoll die grobe Sůͤnden und Laſter an dem Nechſten haſ⸗ ſen und nachdem ſein Amt erforderet/ ihn gebührend daruͤber ſtraffen/ en Prez diger ſoll getroſt ruffen und nicht ſchonen/ ſoll ſein Stimm erheben wie ein Poſaun/ und dem Volck ſein Suͤnd und Ubertrettung verkündigen/ Eſed. Die Obrigkeit traͤgt auch das Schwerd nicht umſonſt ſie ſoll bedencken/ daß fef GOttes Dienerin/ ein raͤcherin zu Straff ůber die ſo boͤſes thun/ Nom. 13. Elteren und Herrſchafften muͤſſen den Kindern und Geſind auch ihren Willen nicht laſſen/ noch ihr Thorheit entſchuldigen/ ſondern ſie ſtets un⸗ ter der Ruthen und unterder Zucht halten Syr.30. Damit alſo gleichwohl der Gerechtigkeit und Ehre GOttes kein Abbruch gethan/ keinſen Amt ver ſaumt/ und der Nechſte nicht geaͤrgert/ undin ſeinen Suͤnden und Unreche nicht geſtaͤrcket werde.. l an a Ein Chriſten⸗Menſch liebet ſich ſelbſten Vl. ordentlich/ liebet zu erſt Und uüͤber alles G Ott den HEren und dann nechſt GOtt ſich ſelbſt⸗ ſetzt fuͤt GOttes Ehr und dehr Leib uud deben auff/ wie an den heiligen Maͤtterern und ſtandhafften bekennern zu erſehen. Alſo ſoll auch ein Chriſt ſeinen Nech⸗ ſten ordentlich lieben /als ſich felbfttfoll G5 Ott den HEren mehr lieben als den Nechſten/ ſo viel GOtt hoͤher iſt als der Nechſte/ ſo viel hoͤher ſoll auch die Liebe Gottes ſeyn als die Riebe des Nechſten. Und wann die Liebe GOttes und die diebe des nechſten wieder einander lauffen /ſo muß die Liebe GOttes vorgehen/ daß man GOtt mehr gehorche als den Menſchen/ Geſch. J. Wer Vatter oder Mutter/ Sohn oder Tochter mehr liebet dann mich(ſagt Chriſtus) der iſt mein nicht werth/ Matth.10. Daꝛ um ſagt auch der HErꝛ allhie nicht: Du folt deinen Nechften lieben über Gott/ oder wie GOtt/ ſondern als dich/ daß doch die diebe GOttes den Voriug behalte. é l fi wh fnit ( miN "IR iha nott Aaoi nln vint Gii f lo mg pian yhli iui MN Monti Hri widi M h À í i mih Mih Kido uR Moti,