Einträͤchtigkeltt. 610 J habt/ einmuͤthig und einhellig ſeyd/ nichts thut durch Zanck oder eitel Ehre/ K r ſondern durch Demuth achtet euch untereinander/ einer den anderen hoͤher als ſich ſelbſt/ ſprich ich mit Paulo auß Phil. 2. und auß Roͤm. 15. wuͤnſche ich: GOttder Gedult und des Troſts gebe euch/ daß ihreinerley geſinnet ſeyd un- gite AS tereinander/ nach Jeſu Chriſt/ auff daß ihr einmuͤtiglich und mit einem Mund C lobet Gott und den Batter unfers HErn JEfu Chrifti/ und nach feiner SE Nena erlanget und erhaltet Segen und Leben immer und ewiglich/ men. Gort allein die Ehr. a Im Namen JEſu: Die LXIX. Tugend⸗Predigt/ a e M In der dritten Abtheilung/ von denen Tugenden gegen dem RNechſten. i Die VI. Tugend: Verſoͤhnlichkeit. Text: Matt. c. J. v. 24. Verſoͤhne dich mit deinem Bruder. Eingang. Geliebte in Chriſto oem HErrn! Bbwol die Menſchen etwan ein geraumegeit/ durch Gottes Gnad/ dꝛotb wedis⸗ W als tugendhafftenfrommen Chriften zuftchet/ friedlich und ein- ber tbe? N rraͤchtig bey einander wohnen/ ſo geſchichts doch/ Durch des nerd iz dertien gen Teuffels Anſtifftung und des verderbten Fleiſches uneigung Vaſuhnung gar leicht und bald/ daß die deut mit einander verfallen/ bißweilen umb ſcheinbarerUrſachen willen/ bißweilen wol auch alſo/ daß ſie ſelbſten kaum wiſſen und ſagen koͤnnen/ warum. So leicht und liederlich ſie aber an einander gerathen/ ſo hart und ſchwerlich kommen ſie wieder von einander/ darum will von nothen ſeyn/ daß man ſolchem Ubel bey Zeiten ſteure/ einem jeden Theil ſein Keetton vorgebe und die bruderliche Verſoͤhnlichkeit/ durch fleiſſiges pflantzen und begieſſen in der Menſchen Hertzen erwecke/ und bitte daß der HErꝛ ſein Se⸗ gen und Gedeyen darzu geben wolle. Zu ſolchemEEnd hab ich die verleſene Woꝛt dws HEren Chriſti mir vorgenommen/ die ich erſtlich mit wenigem erklaͤren/ darnach auch anzeigen will/ was wir 8 Von > b E Vor trag.