GE Die LXIx Rugend⸗Predigt/ Von der bruͤderlichen Verſuͤhnung/ gom zulunſerer Lehr und Nutzen werden zu behalten haben. Euer Lieb wolle darauff Achtung geben/ GOtt aber Gnad und Segen von oben herab verleyhen und mittheilen/ Amen. Erklaͤrung des Texts. AIsder HERR Chriſtus/ Matth. p. das funffte Gebot/ du ſolt nicht tod⸗ ten/ außgelegt/ es ſolle keiner mit ſeinem Nechſten zuͤrnen/ und niemand mit ſchimpfflichen/ ehr⸗zuͤhrigen Worten antaſten/ nimmt er darauff ab⸗ ſonderlich fuͤr fich die brüderliche Verſoͤhnung und ſagt beydes dem Beleidi⸗ ger und Heleidigten/ was ein jeder in ſolchem Fall thun ſolle. Unter anderem gebraucht er ſich auch diefer Worten⸗ und ſagt: Verſoͤhne dich mit deinem aie deinem Bruder. Durch den Bruder verſtehet erinsgeweinunſeren Nechſten/ dann Deude wir haben alle einen Batter im Himmel/ der der rechte Vatter iſt uͤber alles/ das da Kinder heiſt/ Eph.z. und haben alle eine Mutter auff Erden/ das iſt Dic Erde ſelber/ unſer aller Mutter/ Syr 40. Seyn alſo von beyden Banden/ inander als Bruder und Schweſtern nahe verwandt; und zwiſchen ſolchen antige Bruͤdern erfordert der VErr Ehriſtus die Verſöhulichkeit verſoͤhne dich mit deinem Bruder/ und will daßein liebreicher/ fricdfertiger Chriſt/ ob er ſchon mit ſeinem Nechſten in Uneinigkeit gerathen/ doch keinen unſterblichen Haß und Neyd tragen/ ſondern bey Zeiten ſich wieder mit ihme guͤtlich verglei⸗ ah chen/ ſich forthin alles gutes erzeigen/ und was unrechts vorgeloffen/ in Argem nicht mehr gedencken folle. Diß will der HEr: von einem jeden Chriſten ha⸗ ben/ darumb neant erkeinen abfonderlich/ ondern ſagt ohne Uuterſcheid alſo Verſohne/ verſoͤhnedich mit deinem Bruder. Lchr. Lehr. anang Eydieſen kurzerklaͤrten Worten/ haben wir jetzo die ſchöne/ nothwendi⸗ penos i Dr Tugendder Verſohnlichkeit mit ein ander zu lernen/ daß ein jeder ſien brůder⸗ Chriſt mit ſeinem beleidigten oder verfallenen Nechſten ſich brůderlich dih verfob. verſohnen und demſelben vergeben ſolle. Welches geſchehen ſoll: 1. Wegen des Goͤttüchen Befehls/ o wir hievonin H. Schrifft ha⸗ bee Gebots hen. Hier ſtehet der ewige Sohn GOTTES /gebeut uns folhesmit allem Ernſt und fagt: Verfühne dich mit deinem Bruder. Dif Gebot wird in der Schrifft ſo offt wiederholet/ ſo offt wir zur brüderlichen Liebe/ Freundlichkeit/ Eintrͤchtigktit /Friedfertigkeit, indigkeit Sanfftmuth/Gedult und derglei, chen Tugenden vermahnet werden/ Syrach fogt: Vergib deinem Nechſten/ was er dir zu deid gethan hat/ gedende an das Gebot des HEren/ und vergib die Unwiſſenheit/ oder das Unrecht/ daß der Nechſte auß Unwiſſenheit an dir begangen/.8. Vergebet/ wo ihretwas wider jemand habt/Marean. Berge m pelati Hidi geuit Ghas Sai fento o i ud ndi ſchic Mah girint wN nddi fir fine nne Weie Mig. Anande tinim Mies Misini Erd nafn ting fE we I T tei E