bergalivanteen|ygnmMit⸗Freud und Mit⸗leiden.Eingang.Geliebte in Chriſto dem HEr:n!Er heilige Apoſtel Paulus/ in der r. Corinth, 12. beſchreibet Oedaukumſtäͤndlech und weitläufftig/ wie die Glieder deß Menſchli⸗ Guehan/3 Fchen Leibs/ fo ſchön von GOtt geordnet ſeyen/ und was unter ih⸗KONSA nen allen fr eine liebliche Einträchtigkeit zufiaden/ alſo daß kei⸗nes das andere verachte/ oder als untůchtig und unnoͤthig hinweg werffe/ ſon⸗dern immer eins fuͤr das andere ſorge/ eins dem andern diene/ aufhelffe/ und al⸗ſe Ehr anthue/ ſonderlich aber ſagt er amEnde: So ein Glied leibet/ ſoleidendie andere mit/ und ſo ein Blied wird herꝛlich gehalten/ ſo freuen fió alle Glie⸗der mit. Dieſes alles teucht er auff die Chriften die unter einander Gliederſeyn eines geiſtlichen eeibes/ delſen Haupt Chriſtus iſt. Eph§. Und will/ wir avoliſollen auch einträchtig und eines Sinnes ſeyn unter einander/ einer ſoll ſich daßanderen annehmen/ in der Noth/ einer ſoll dem anderen dienen und außhelf⸗fen/ ſollen auch Freud und Seyd miteinander gemein haben/ welches letztere erabſonderlich in den verleſenen Worten von uns erfordert/ da er ſagt: Freueteuch mit den Frölichen/ und weinet mit den Weinenden. Wollen dieſe Vorttat⸗Worterſtlich mit wenigem erklären/ darnach auch weiters anteigen/ waswirVon der Mit⸗Freud und Mit⸗Leyden/zu unſerer Lehr und Nutzen werden zu mercken und zu behalten haben. Darzu Wunſtuns GOtt der HEre ſeinen guten H. Geiſt verleihen wolle. Amen.Erklaͤrung deß Texts.Reuet euch mit den Froͤlichen/ und weinet mit den Weinenden. Zu E PauueA der Zeit da S Pauius dieſe Wort an die Roͤmer geſchrieben/ wurden ſearelbtandie Chriſten von den Heyden hin und wieder heftig verfolget, Dar?! Nomesum ziehlet er mit dieſen Worten vornemlich dahin/ daß wann in der einenChriſtlichen Gemein Ruhe und Friede ſey vor der Verfolgung/ ſo ſollen ande⸗re Chriſtliche Gemeinden/ ſich daroͤber mit ihnen erfreuen/ und G Ott demHErꝛn im gemeinen Gbet darfůr dancken: Wo aber da oder dorten diz Chri⸗ sy anysſten angefochten/ betrangt/ verfolgt und von den Heyden Tyranniſcher Weiß au⸗hingerichtet werden/ ſo ſollen andere Chriſten darůber mit ihnen ein hertzlichesMitleiden haben/ und zu& Ott dem HEren fleiſſig faͤr ſie betten. Insgemeinaber erfordert S. Paulus mit dieſen Worten von uns/ die Syn pathi oderÜbereinſtimmung der Chriſtlichen Affecten und Bewegungen beydes inFreud und Leyd. Freuet euch/ ſagt er/ mit den Froͤlichen/ das iſt/ wann es dreuer ⸗einem Chriſten wolgeht/ daß er daruͤber im HErꝛn froͤlich iſt/ ſo ſoll der anderRrrr dieſem