Die LXXVII. Tugend Predigt/ dieſem ſeinem Naͤchſten und Mit⸗Chriſten ſeinen Wolſtand gerne goͤnnen/ und als ob es ihn ſelbſten angieng/ ſich daruͤber mit ihm erfreuen ihme Gluͤck⸗ wuͤnſchen/ G Ott dafůr dancken/ und darzu heiffen/ daß er ſolches ſeines Wol⸗ ſtands zu GOttes Ehren/ und ſeinem ſelbſteigenen Heyl lange Zeit genie ſſen wiere Möge, Darnach/ ſagt Paulus: Weinet mit den Weinenden/ das iſt/ wann ein Chriſt in Noth und Geſahr gerath/ daß er daruͤber trauret und weinet/ ſo ſoll der ander dieſes ſeines Naͤchſten Ungluͤck und Unfall ihme laſſen zu Hertzen gehen/ und als ob es ihn ſelbſten treffe/ mit ibm berruͤbt ſeyn/ ihn klagen/ und nach allem Vermoͤgen ihme mit Troſt/ Rath und Hoͤlff getreulich beyſprin⸗ gen und außhelffen. Erraji Lehr. H haben wis nun ein andere Tugend/ ſo auf den Naͤchſten gehet mit⸗ ander zu lernen/ nemlich die Sympachi oder Treuhertzigkeit/ da ein i Chriſt ſich mit dem andern freuet/ und mit dem andern Mitleiden kraͤgt. I 1. Soll ein Chriſt ſich mit ſeinem Naͤchſten in ſeinem Wohlſtand DieSrnhe Freyer. Grenet euch mit den öroͤlichen fagt Paulus im Text. Wann GOtt Nabſten der⸗ HErꝛunſeren Naͤchſten mit Gnaden anſihet/ er erleuchtet ihn durch fein esgid Wort/ er regiert und fuͤhrt ihn durch ſeinen H. Geiſt/ und ſegnet ibn mit aller⸗ ley geiſtlichen Segen in himmliſchen Guͤtern durch Chriftum. Eph. 1. Oder er gibt ihnen/ dieſes zeitliche kelangend/ allerley gute Gaben von oben herab ooie reichlich zugenieſſen/ gibt ihm ein weiſes/ kluges und verſtaͤnbiges Heitz/ wie mS Sem jungen Koͤnig Salomon. 1. Koͤn. 3. Er bringt ihn zu hohen Ehren/ richtet den Geringen auf auß dem Staudb/ und er hoͤhet den Armen auß dem Kot/ daß er ihn ſetze neben die Fuͤr ſten/ neben die Fuͤrſtenſeines Volcks/.z. Wie er den frommen Joſeph/ und das arme Dienſtmaͤgdlein Efther zu Koͤ⸗ niglichen Ehren erhoben. Er gidt ihm Gnad/ daß er ſeinem Amt wol an⸗und vorſtehet/ kan etwas nutzliches in ſeinem Stand und Beruff außrichten/ urch ſein fleiß und Treu und wird deßhalben von menniglich lieb und werth gehal⸗ ten/ gelobt und geprieſen wie dem Da vid/ als er den Riſen Goliath erlegt/ die Weiber am Neyen zuEhren geſpielt und gefungen Saul hat tauſend erſchla⸗ gen/ David aber Zehentauſend. 1. Sam. 18. Oder GOtt der HErꝛſegnet ihn mit Leibes⸗Fruchten/ daßer Kinder und Kindskinder ſihet/ und alle Ehr und Freud an ihnen erlebet/ wie Tobias/ der ſeine Kinder und Enckel biß ins fuͤnffte Geſchlecht geſehen/ und ſein Seben in Hottesforcht froͤlich zuge⸗ dracht/ Tob. 14. Oder es laſt im G Ott der HErꝛ ſonſten in ſeiner Hand⸗ thierung/ in ſeinem Handwerck und anderem ehrlichen Thun und Vorhaben alles giůͤcklich und woi von ſtatten gehen/ daß er an ſeiner Nahrung tuͤglich znnimmt/ und geſegnet iſt wann eꝛ außgehet/ geſegnet wann es eingehet/ (i gae M paanmi pige delle pni pah wiii pugi Mint& uath N gako iDO ordag mii fal Ciod hah hilg Hu miot uti wif S nihh fini wuh wil naki niih MEN d prier ben My Wh nih Me: wiin Mi