Das Segnen. Text: Rom. c. 12..4. n lj Segnet/ und fluchet nicht. N Eingang. Geliebte in Chriſto dem Erren! NBuch Moſ..rr. und 27. leſen wir/ daß das Moſes auff Got⸗ Nofs Seg sN Stes Befehl die Anordnung gethan/ wann das Volck Ffrael wer Fares, Š é G Zdeins gelobte Land kommen/ ſollen ſie ſich ſtellen/ der eine Theil auff den Berg Griſim/ das Volck zu ſegnen/ der ander Theil auff > den gegen uͤber gelegenen Berg Ebal zu fluchen/ welches hernach durch Joſuam verrichtet worden/ da er außruffen laſſen alle Wort des Geſetzes vom Segen und Fluch für der gantzen Gemeine/ Joſ. 8. Durch dieſe offentliche Außruffung des Segens uber die ſo ſein Geſetz halten/ und des Fluchs uͤber die/ ſo ſein Geſetz freventlich uͤbertretten/ hat GOtt der HErꝛ ſein Volck und Ò Gio' A i; air Afi uns alle zu fleiſſiger Dbirvanh und Haltung feiner Geboten auffmunteren hen ghh wollen. Sonſten/ obwolen auch zu weilen die.Maͤnner Gottes aug Pro- Applicatie tlihun, vhetiſchen Geiſt und Eyfer den Gottloſen geflucht/ ſo will doch Gott der. HEr hiwi nicht/ daß ein Privat⸗Perſon/ auß Zorn und eigener Rachgier ſeinem Nechſten tiin fiuchen oder Ubels wuͤnſchen/ſondern vielmehr ſegnen ſolle: Wie St. Paulus wim in den verleſenen Worten außdruͤcklich fagt: Segnet und fluchet nicht. Weil Dekens.; iy Wirda zum nechſten geredt von der Grußbarkeit/ daß ein Chriſt den ande⸗" tomir ten orffen folle, fo wollen wir für dißmal hoͤren/ wie ein Chriſt den anderen"~ imtiy| ſegnen/ und alles gutes wuͤnſchen ſolle/ wollen erſtlich dieſe angedeute Wort Wi ii tD Et. Pauli mit wenigem erkloͤren/ darnach auch anzeigen/ was wir T Von dem Segnen/ werden zuunſerer dehr und Nutzen zu behalten haben. Darzu uns GOrt ſein wanſt⸗ Gnad und Segen von oben herab verleyhen wolle/ Amen. Erklaͤrung des Terte. | Ndem 12. cap. Röͤm. vermahnet der Apoſtel Paulus die Chriften ane ſangs/ daß ſie ihre Leiber GOtt dem HEren ergeben ſollen zu einem le⸗ bendigen/ heiligen und wol⸗gefaͤlligen Opffer/ ſchreibt ihnen darauff unterſchiedliche Reglenfur/ wie ſie ſich hierzu in allerhand ſchoͤnen Tugenden nmg üben ſollen. Unter denen Tugenden/ o auff den Nechſten gehen/ ſagter/ ſie ſollen den Mechften lieben und ehren/ di bröderliche Liebe unter einander ſey hertzlich/ tiner komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor. Und weil dazumal die M Chriſien hin und wieder hefftig verfolgt worden/ will er daß man den Verfol⸗ t (i gern