Gebuͤhr gegen den Nachbarn. rum fegt Sprach die Liebe cer Nachbarnunter den z. fhsnen Studen in die Mitte/ als an den Ehr⸗Ort/ und ſagt: Drey ſchoͤne Ding ſeyn/ die beyde GOtt und Menſchen wolgefallen/ wann Bruͤder eins ſind/ Nachbarn ſich lieb haben/ und Mann und Weib ſich miteinander wol begehen/ c. 5. So liebreich/ friedlich und freundlich lebten die Nachbarn Zachariaͤ und Eliſabeth mit einander/ Darum die Nachbarn und Gefreundten in unſerm Tert zuſam⸗ men geſetzt werden/ weil ihre Nachbgren ſich nicht anderſt gegen ihnen erzeigt/ alg ob fie alle ihre eigene leibliche Blutsfreund und Verwandten geweſen waͤren. I. Soll ein Chriſt mit ſeinen Nachbarn gern und fleiſſig deß of⸗ H. fentlichen Gottesdienfts warten.©. Lucas meldet albie von den Ses bienfis mare? Nachbarn Zachariaͤ und Eliſabeth/ daß ſie am achten Tag nach der Geburt in, mit einander kommen/ das Kind zubeſchneiden/ diß war ein vornehmer Got⸗ tesdienſt/ und das erſte Sacrament def Alten Teſtaments/ davon GOtt be⸗ fohlen: Ein jegliches Knaͤblein wanns d Tag alt iſt/ ſolt ihrs beſchneiden bey ena 1,Mof.17. Die ſem heiligen Werck haben dieſe Nach⸗ barn neben Zacharia und Eliſabeth beywohnen wollen: Alſo nach dem an ſtatt der Beſchneidung jetzt im N. Teſtament die H. Tauff von Chriſto ans geordnet worden/ Matth.28. ſollen auch die Nachbarn und Gefreundten weder die H. Tauff noch die Nachbarn verachten/ ſondern bey Verrichtung deſſelben fleiſſig und willig erſcheinen. Das ander Sacrament deß Alten Teſtaments war das Oſterlaͤmmlein/ davon der HErꝛ befohlen/ man foll lichts davon uͤberlaſſen biß morgen/ darum wann in einem Hauß zu einem Lamm der Leut zu wenig ſeyen/ ſo ſoll der Haußvatter ſeinen nechſten Nado barnan feinem Hauß ſamt den Seinigen zu ſich nehmen biß ihrer ſo viel wer⸗ den/ daß ſie ein Lamm auffeſſen möͤgen/ 2. Moſ.. Alſo/ da jetzo an ſtatt deß Oſterlaͤmmleins¾/ das heilige Abendmal von Chriſto eingeſetzt worden/ ſte⸗ het es auch gar ſein/ wann die Nachbarn mit einander zur Beicht und zu Dens Altar kommen/ das heilige Abendmal mit verſuͤhntem Hertzen zu empfahen. Item bey der Krancken Communion/ iſt es ein loblicher Wolſtand/ wann dis Nachbarn dabey erſcheinen/ und alſo von der Beſuch/ und Anhoͤrung der redigten Goͤttliches Worts/ vom gemeinen Gebet und dergleichen of⸗ fentlichen Gottesdienſt auch zu ſagen/ da will GOtt der HErse/ es ſollen die Burger von einer Stadt/ oder Ort gehen zu dem andern⸗ und ſagen: Laſt ung geben zu beten fór dem Herꝛn/ und zu ſuchen den HERRN Zebaoth/ und die andere follen fagen: Wir wollen mit euch gehen/ Zachar. 8. Ein Nachbar ſoll den andern hierzu auffmahnen und ſagen: Kommt laſt uns auff den Berg deß HErꝛn gehen zum Hauſe deß GOttes Jacob/ daß er uns lehte ſeine Wege/ und wir wandelen auff ſeinen Wegen, Eſa 1. data Sios III, Soll ein Chriſt mit ſeinem n bel oder wol herge⸗ vio ſan. Ss 8 3 pet 1,