E z n p EAE AA Ei oeoa E Gebuͤhr gegen dem Ehe⸗Gatten. 8 eeann Im Namen JEſu d. 23. Nor; An 1657. Bey einer Die L I II. Tugend⸗Predigt Sochzeit. In der dritten Abtheilung/ von denen Tugenden gege dem Nechſten. Die XL. Tugend: Gebuͤhr gegen dem Ehe⸗Gatten. Text: Epheſ. c. 5. v. 33. Ein jeglicher habe lieb ſein Weib/ als ſich ſelbſt/ das Weib aber fuͤrchte den Mann. Eingang. Geliebte in Chriſto dem HErren! urchden leidigen Suͤnden⸗Fall unſerer erſten Eltern/ ift es mit Efettes uns Menſchen dahin kommen/daß was uns zuvorlicht lteblich ue⸗ und annehmlich geweſt waͤre/ das iſt uns jetzo ſchwer/ verhaſt und verdrießlich/ und muß man auff allerley Mittel bedacht ſeyn/ wie man uns/ faſt Zwangs⸗ weiſe dazu bringe/ worzu wir doch/(wo der Fall nicht geſchehen waͤre) von uns ſelbſten fröͤlich/ geneigt und willig ge⸗ weſt wären. Die Arbeit waͤre dem Menſchen im Paradiß nur eine Luſt gewe⸗ iiot en/ jezt iſt ſie uns eine Laſt worden/ und zur Straff aufferlegt/ daß der Menſch im Schweiß ſeines Angeſichts ſein Brodeſſen foll. Moſ.2. und 3. Beſon⸗ ders vom H. Ehe⸗ſtand zu reden/ haͤtten ſich die Ehe⸗Leut darinnen allezeit auf en" Ehe⸗ das allerlieblichſte und holdſeligſte mit einander begangen/ der Mann bt Natter und Mutter verlaſſen/ und waͤr allein ſeinem Weib in hertzlicher un⸗ zertrenter Liebe angehangen/ das Weib haͤt dem Mann/ als der vor ihr er⸗ ſchaffen/ in allem willig und mit Freuden den Vorzug gelaſſen/ immer nur s eeragr auff ihn geſehen/ und ihn als ihr Ober⸗Haupt geehret. Aber nunmehr iſt es lei⸗ der/ nach dem Fall/ ſo weit davon kommen⸗ daß mans denen/ die in den Ehe⸗ ſtand begehren zu ſtellen/ oder bereits drinnen leben/ nicht deutlich gnug auß⸗ legen/ nicht ernſtlich gnug einbinden⸗ nicht offt gnug widerholen kan/ wie ſie ſich im Ehe⸗ſtand gegen einander Chriſtlich und gebuͤhrlich verhalten ſollen. Welches gemeiniglich in allen Hochzeit⸗Predigten geſchicht/ und gedenck ich eben dieſes mal auch dabty zu bleiben/ und als eine hinterſtellige/ tugendliche Uaa aaa Chri⸗