E E E E E EESebúhr e gegen dem Ehe⸗Gatten. 929Darumb ſagt Syrach/ ein freundlich Weib erfreuet ihren Mann/ und wennſie vernůnfftig mit ihm umgehet/ io erfriſcht ſie ihm ſein Hertz Wol dem der einſolch tugendſam Weib hat/ deſſen lebet er noch eins ſo lang/ c. 26.Und diß iſt nun die 40. Tugend/ ſo auff den Nechſten gehet/ da wir ge⸗hoͤrt/ wieein Chriſt gegen ſeinem Ehe⸗Gatten ſich tugendlich und ge⸗buͤhrlich verhalten ſoli/ belangend i. beede Ghe Leut insgemein/ fuͤrs 2. abſon⸗derlich den Mann/ und z. das Weib betreffend/ alles nach Anleitung der verle⸗ſenen Worten des H. Apoſtels Pauli/ da er ſagt: Ein jeglicher habe lieb feinWeib als ſich ſelbſt/ das Weib aber fuͤrchte den Mann.Gebrauch dieſer Lehr.1, Arnung s daf fich feinits gegen feinem Ehe⸗Gatten wider die er⸗jehlte Stuͤck ungebuhrlich verhalte. Wann wir unſere erklaͤrteText⸗wort recht anſehen/ befihlt darinnen St. Paulus dem Mannvornemlich die Liebe/ und dem Weib vornemlich die Forcht/ weil die Maͤn⸗ner gemeiniglich die Weiber haſſen/ und weil die Weiber gemeiniglich nachder Herꝛ; und Meiſterſchafft ſtreben/ das iſt beyderſeits gefehlt/ wann derLWar nan⸗fnn|- Mannfein Liebe batzu ſeinem Weib/ er moͤcht ſie rev. anſpeyen/ wann eriay| ſie nur anſicht/ und das Weib hat keinen relpeck auff ihren Mann/ fürcht ihn1n nicht/ ſondern will alles nach ihrem Kopff anrichten/ da ſolt einer lieber beyeti i Loͤwen und Drachen wohnen/ als in einer ſolchen boͤſen Ehe/ Syr. 25. Dasný iſt das rechte Feg⸗Feur und die Hoͤll/ dazu wann ſolche widerſinniſche Ehe⸗inh Leut beyſammen ſeyn muſſen/ man kan ſie nicht ſcheiden/ und leben doch in ei⸗Raby nem immerwaͤrenden Zanck und Hader/ verfluchen und verpounſchen/ peini⸗fi gen und quaͤlen einander/ daß ihnen freylich der Tod nuͤtzer waͤre. Das Weibwini ſoll den Mann foͤrchten/ wie Paulus allhie ſagt/ es muß ſich aber der Mannnini nicht gar zu fürchtig machen/ mit Pochen und Koldern/ Fluchen und Schwoͤs⸗h| ren/ mit Stoſſen und Gchlagen z fey nicht ein Lóm in deinem Hauf/ undwi l nicht cin Wuͤterich gegen deinem Geſind/ Syr. 4. Alſo der Mann ſoll ſeinI Weib lieben/ ſagt Paulus/ es muß aber das Weib auch kein Saur⸗ampfferund Holtz bock ſeyn/ die immer das Maul auffwerffe/ kurꝛe und ſchnurꝛe/ denMann ſchaͤnde und ſchmaͤhe/ ihn verſchwaͤtze/ verluͤge/ da und dorten ein Un⸗gluͤck und Fallen uͤber die andere zurichte/ dann wo es ſo hergeht/ ſo hat derTeuffel ein gewonnen Spiel/ und kan nichts denn alles Ubels erfolgen. Man⸗cher Mann/ manches Weib klagen ſich hart über ihr ſchweres Hauß undEhe⸗Ereutz/ aber/ ſie ſchnitzlens ihnen ſelbſt/ wann ein jedes fuür ſich/ das was feinesAnmts iſt/ in acht nehme/ ſo wuͤrde gewiß der ander Ehe⸗Gatt bald dadurchgewonnen werden/ hinviederumb zu thun/ was ihm gebuͤhrt und zuſtehet/ wonil d aber keines dem andern mag etwas zu lieb thun/ keines will dem andern vorund nachgeben/ ein jedes will auff ſeinen eigenſinnigen Sario p$i