930 Die CIll. Tugend⸗Predigt/ gehts denn/ daß es beſſer waͤre/ man haͤtte nie Hochzeit gehalten. Darumb fol ein jedes davor treulich gewarnet/ und Dagegen: II. Vermahnet ſeyn/ daß beyde Ehe⸗Leut insgemein/ und abſonder⸗ Banahuag lich der Mann und das Weib/ ſich nach den erzehlten Stuͤcken Chriſtlich/ rſachen/ tugendlich und gebuͤhrlich in der Ehe gegen einander verhalten. Nicht nur wawt? der Mann/ ſondern auch das Weib/ nicht nur das Weib/ ſondern auch der Mann/ und alſo beyde zugleich ſollen das Ihrige thun/ drumb ſetzt St. Paulus beyde zuſammen/ und ſagt Ein jeglicher habe lieb ſein Weib/ als ſich ſelbſt/ das Weib aber foͤrchte den Mann. Das iſt kein Kinder⸗werck/ er iſt Fein ves ration/ ſondern es iſt Goͤttlich/ GoOtt befihlt es ſelber mit allem Ernſt/ nicht allein allhie durch den Apoſtel Paulum/ ſondern auch ſonſten hin und wieder in ſeinem.Wort/ ſonderlich aber in dem 6. Gebott/ da er will/ daß ein jeglicher ſein Gemahl ſoll lieben und ehren. Es iſt ſolches billich/ bey⸗ de Ehe⸗Kut haben diß vor dem Altar/ im Angeſicht GOttes/ der H. Engel/ und der gantzen Chriſtlichen Kirchen mit gegebener Hand und Ja⸗wort ein⸗ ander verſprochen und gelobet/ billicher Weg ſollen ſie es auch treulich halten. Es iſt ſolches loͤblich/ wegen der ſchoͤnen Erempel der Heiligen/ vornem⸗ lich aber des HErrn Chriſtt/ und ſeiner Chriſtlichen Kirchen/ darauff uns der Apoſtel weiſet in den vorhergehenden Worten unſers Texts/ und ſagt: Ihr Maͤnner liebet eure Weiber/ gleich wie Chriſtus geliebet hat die Gemein/ und hat ſich ſelbſt für ſie gegeben: Und/ wie die Semein Chriſto iſt unterthan/ alſo auch die Weiber ihren Maͤnnern in allen Dingen. Es iſt ſolches noͤthig/ da⸗ init das Gewiſſen nicht beſchweret/ der gute Nahm nicht geſchwaͤcht/ Aerger⸗ nuß und boͤſe Nachreden verhůtet/ das Gebet/ und zugleich G Ottes Gnad und lublch nůt/ ſein reicher Segen nicht verhindert werde/ · Petr. Es iſt auch lieblich und tih nutzlich. Sihe/ wie fein und lieblich iſt wann Bruͤder/ wann Ehe⸗Leut eintraͤchtig bey einander wohnen/ wie der koͤſtliche Balſam/ der vom Haupt Aaron herab fleuſt in ſeinen gantzen Bart/ der herab fleuſt in ſein Kleid/ wie der Thau/ der vom Hermon herab faͤllt auffdie Berge Zion/ denn daſelbſt verheiſſet der HErꝛ Segen und Leben immer und ewiglich/ Pſazz. i POelHes 1I. allen frommen 7 tugendlichin? Chrifilichen EheLeuten rroſt/ zum Troſt dienet/ wie viel nach dieſer Regel/ der angedeuten Puncten einher⸗ gehen/ über die iſt Friede und Barmhertzigkeit/ Gal. 6. Solche Ehe⸗Leut/ da der Mann das Weib als ſich ſelbſten liebet/ das Weib aber den Mann foͤrch⸗ | tet/ die beſitzen mit einander eine liebliche/ glůckſelige Ehe/ und ſchaffen ihnen ſelbſtein fein ruhig Leben. Dann/ im Himmel haben ſie einen gnaͤ⸗ digen GOtt/ der ſie hertzlich liebet/ an ſciner Seiten hat ein jedes einen gerreuen Gehůlffen/ und eine Seule/ deren es ſich tröſten kan/ Syr. Z. In Ji pnill nbl Gh mi mati garhi Hin gi! Jali Kid il E> t, Œ i = S