Morgenroͤhte im Auffgang. 1 Mercke/ wann der holdſelige/ frendenreiche Glanz und Licht mit der ſuͤſſen Krafft auß dem Sohne Gottes in dem gantzen Vatter leuchtet in alle Kraͤffte /ſo werden alle Kraͤffte mit dem holdſeli⸗ gen Licht und ſuͤſe Krafft entzuͤndet/ triumphiren⸗ de und freudenreich.| Alſo auch/ wann das holdſelige und freuden⸗ reiche Licht des Sohnes Gottes die lieben Engelein anleuchtet/ und ſchimmert ihnen in ihr Hertze hin⸗ ein/ da zuͤnden ſich alle Kraͤffte in ihren Leibe an/und gehet ein ſolch freudenreich Liebefeur auff/ daß ſie fuͤr groſſen Freuden loben/ ſingen und klingen/ und das ich/ noch keine Erteatur/ außſprechen kan. Mit dieſem Geſang wil ich den Leſer in jenes Seben ciuret haben/ da wird ers ſelber erfahren/ ich kans nicht ſchreiben⸗ Wiltu es aber in dieſem Leben erfahren/ ſolaß ab von deiner Heucheley/ Finantzen und Betrug! auch von deiner Spoͤtterey/ und wende dein Heri mit gantzem Ernſt zuGott/ und thue Buſſe ſuͤr deine Suůͤnde/ in rechtem ernſten Vorſatz heilig zu leben/ und bitte Gott umb ſeinen H. Geiſt/ und ring mit ihm/ wie der H. Ertzvatter FJatob die gantze Nacht mit ihm gerungen/ biß die Morgenroͤhte angebro⸗ chen/ und auch nicht ehe nachgelaſſen/ biß er ihn geſegnet hatte/ Gen· 32. alſo thue du ihm auch/ der H. Geiſt wird wol eine geſtalt in dir bekommen. Wirſtu aber in deinem Ernſt nicht nachlaſſen wird dieſes Feur ploͤtzlich uͤber dich kommen/ und dich anblicken/ dann wirſtu wolerfahren/ was ich hie geſchrieben habe/ und wirſt meinem Buch wol glauben geben. Du wirſt auch gar ein ander| ih f Menſch