146 Pom Uhrſtandt der wůrcklichen Cap. 2 Schlangen Wort/ das gehet aus dem falſchen Hertzen/ als eln letbliches/ wolredendes Thlerleln/ und heiſſet ſich Hei⸗ lig biß es eine offene Menſchliche Begterde erblicket/ idie es gerne zu ſeinen Ohren einnimt; da entblöͤſet ſichs und faͤhret in dieſelbe Begierde ein/ und machet ihme eine Staͤte zu ſeinem Wuͤrcken und Wledergebaͤhren. 18. Davon kommen nun die falſche heimliche Verleum⸗ der/ Ubeldeuter/ Verkerer/ heimliche Luͤgner/ die forne ſchöͤ⸗ ne/ und hinden eine Schlang ſind/ die Ehren⸗abſchneider/ Meuchelmdeder. in dieſer falſchen glatten wolgeſchmuͤ⸗ cktẽ SchlangenEtgenſchaft iſt des Teufels Rahthauß/ ſeine Schule/ da er der Even Kinder ſeine Kunſt lehret/ als Gau⸗ ckeley/ Narrerey/ Hofart/ Geitz /Neyd/ Zorn alle Untu⸗ genden aus dem Abgrunde der finſtern Welt Eigenſchaft. 19. Alſo regiret der Teuffel den Menſchen(durch der Schlangen liſtige Eſlentz) in Leib und Seele/ und wuͤrk⸗ ket Greuel mit Greuel/ Boͤſe mit Boͤſem/ Suͤnden mit Suͤnden: Und das iſt der erſte Uhrſtandt der wuͤrcklichen Suͤnden/ daß Eva und Adam der Schlangen liſtige Elſentz (welche der Teuffel hatte inticiret) in ſich/ in ihre Begier⸗ de einfuͤhreten/ und ſich alſobalde an der Schlangen Mon⸗ ſtroſiſch machten/ davon in ihnen der finſtern Welt Es- ſentz auff wachete/ daß/ alſobalde das geſchahe/ ſo ſchoͤpffe⸗ te der Will in dieſe Monſtroſiſche Eigenſchafft/ und faſſe⸗ te ſich in ein dubſtantiallſch Wort. 20. Alſo ward das Wort im Menſchen in GO TTes Zornes Eigenſchafft/ als in der finſtern Welt Ente auch offenbar zund alſo redet nun der Menſch Luͤgen und War⸗ heit/ denn es ſind zweyerley Ens in ihme/ als eines aus der finſtern Welt mit der Schlangen und Teuffels Be⸗ glerde erwecket/ und eines aus dem him̃liſchen Limo, wel⸗ ches nun im Menſchen beweglich iſt; darinnen faſſet der freye Wille das Wort/ das iſt/ daraus gebaͤhret er eine Frucht aus Goͤttlichem ausgeſprochenen und geformten Wortes dte wird wieder von der Gleichheit eingenommen s entweder in Himmel oder Hoöͤlle/ das iſt in der Finſterniß oder Lecht. 21. Dan die zwey Welten ſind in einander als eine: der Goꝛtloſe formet und machet Gott ein gutes Wort in fet nem G3