200 Von des Menſchen Fortpflantzung Capab. ein Gefaͤſſe zu Ehren oder zu Unehren/ das iſt/ wil der ei⸗ gene Wille zuͤrnen/ ſo er böſe iſt/ daß ihn das Fiat im Wor⸗ te zu einem Gefaͤß des Zornes mache/ oder wil er darum zoͤrnen/ ſo das heyltge Piat(im heyllgen Worte) den Wil- len(der ſich in Gottes Liebe und Erbarmen einerſencket⸗ und ſeiner Ichheit er ſtirbet) zu einem Gefaͤſſe zu Ehren macht: Hat doch dieſer Töͤpffer init ſeinem Thonel als mit dem Ente oder Saamen) macht zu tuhn wie er wil; warzu ein jeder Saame gut und nuͤtze iſt/ darzu macht er ihme ein Gefaͤſſe/ entweder zum Gebrauche ſeines Zornes/ oder zum Gebrauche ſeiner Liebe. 36. Der Heyltge iſt GOtt ein guter Geruch zum Le⸗ ben/ und der Gottloſe ein guter Geruch zum Tode in feinem Zorn/ ſie muͤſſen alle zu ſeiner Herꝛligkeit eingehen/ und ihn pretſen: Einer in der Eigenſchafft ſeines Zornes der muß das Boöſe Gut heiſſen; der ander in der Elgenſchafft ſeiner tebe/ der muß das Gute gut heiſſen; denn alſo muß es ſeyn/ auff daß erkandt werde der Unterſcheld des Guten und des Boͤſen/ des Liechts und der Finſterniß/ des Lebens und deg Todes s denn fo fein Todt waͤre/ ſo waͤre ihme das Leben nicht off enbahr/ und ſo kein Finſterniß waͤre/ ſo woͤe| re thme das Liecht nicht offenbahr. 37. Darum ſo hat ſich der ewige freye Wille in Finſter⸗ niß/ Pein und Quaall/ ſo wol auch durch die Finſterniß im Feuer und Lechte/ und in eine Freuden⸗ reich eingefuͤh⸗ ret/ auff daß das Nichts in Etwas erkandt werde/ und daß es ein Spiel habe in ſeinem Gegen⸗willen/ dağ ihme der freye Wille des Ungrundes im Grunde offenbahr ſey/ denn ohne Boͤſes und Gutes moͤchte kein Grundt ſehn. 38. Denn das Boͤſe macht Pein und Bewegen/ und das Gute machet Weſen und Krafft/ und ſeynd die zwey Weſen doch nur ein eintg Weſen/ wie Feuer und Llecht nur ein Weſen iſt/ auch Finſterniß und Liecht nur eines iſt/ theilet ſich aber in zwey maͤchtige Unterſchiede/ und iſt a⸗ ber doch kein Abtrennen; denn eines wohnet im andern/ und begreifſet doch nicht das ander; es verleugnet das an⸗ der/ denn es iſt nicht das ander. 39. GoOtt wohnet durch alles/ und das alles tſt nicht Gott/ es erreichet ihne auch nicht/ was ſich aber des fren- mleni tartenn nati miw Mitat munal faleni feltet Mi, do i titei