306 Vom Anfange der andern Monarchia,zc,Capiig. 36. Denn die Paradiſiſche Elgenſchafft thut ſich in Chaos mit auff/ ſo das nicht durch vöſe aſpecten verhin⸗ dert wird/ welches Meiſter Viel⸗klug nicht glauben duͤrf⸗ te/ welcher der Natur Grundt an Fingern zehlen kan/ und am Myſterio doch blindt iſt/ und weder das innere nooch das euſſere verſtehet/ denen habe ich nichts geſchrieben: Denn ich darff nicht Kaͤlber zum Verſtande meiner Schrifften/ ſondern gute erleuchtete Augen/ den andern find fie alle ſtumm/ wie klug die auch ſind. 37. Das Chaos iſt die Wurtzel der Natur/ und gibet auß ſich ſelber nichts/ als eine gute Eigenſchafſt/ fo abet die Conſtellation böſe iſt/ ſo ergreiffet die böſe Begierde die gute Elgenſchafft in ſich/ und verwandelt ſie ins Bde/ gleich wie auch ein guter Menſch bey einer böſen Geſel⸗ ſchafft/ ſein Gutes in ein Böſes verwandelt. 38. Und wird der Regen-bogen fuͤrnemlich dem Men⸗ ſchen zu einem Gnaden⸗zeichen fuͤrgeſtellet/ daß er ſich ſolle on einem wahren offenen Spiegel beſehen was er ſey: Denn im Regenbogen iſt das Zeichen Gutes und Boͤſts offenbahr/ als ein Bild des Centri der Natur/ auß wel⸗ cher Böſes und Gutes uhrſtendet; uͤber welches des Meus⸗ ſchen Sohn von Gott ward zum Richter geſetzt. 39, Denn das Bilde der Archa Noah ift auch im Re- gen-bogen/ ſo wir nicht blindt waͤhren/ auch ſo iſt die Dreyheit der Gottheit darinnen abgebildet; denn die Ro⸗ the Farbe bedeutet den Vater/ die Gelbe und Weiſſe den Sohn/ und die Blaue den Geiſt.` 40. Und hat ſich Gott in einer Figur nach ſeiner Offen⸗ bahrung in das Zeichen feines Bundes dargeſtellet/ daß wir ſollen zu ſeiner Gnade fliehen/ und ſeinen Bund an⸗ nehmen/ und uns ſtaͤtes erinneren ſeiner kuͤnfftigen Of⸗ fenbahrung/ da er die Geiſtliche Welt wird wieder offen⸗ bahren/ wie er uns am Regen⸗bogen ein Gleichniß hat dargeſtelt/ daß wir fehen follen was im verborgenen fep/ und wie fein Bund mit uns im verborgenen ewig ſey/ und immerdar fuͤr ihm ſtehe. Das