Cap. 51. ein ander Weib genommen/ ꝛc. 543 53. Darum ſaget allhie Moyſes/ſte waͤren gegen Mor⸗ gen gezogen/ und deutet heimlich in ſeiner Figur auff des Menſchen Eigenſchafft/ wie die Natur den Morgen/ als. den Anfang des Regiments beſitzet/ wie denn auch Chrt⸗ ſtus ſagte/ er waͤre wie ein Weingaͤrtner der da nachleſe. Im Reiche Gottes iſt die Natur Chriſti Knecht/ aber im Reiche der Natur⸗ſelbheit hat ſich Chriſtus mit ſeiner De⸗ muth zum Knechte und Gehuͤlffen eingegeben/ und dienet dem Bater in ſeiner natuͤrlichen Offenbahrung/ und lieſet immerdar hinten nach/ was der Vatter durch die Natur formet/ das fuͤhret die Weißheit in ihren Schatz, 54. Darum ſaget S. Paulus/ daß der Geiſt Gottes/ auch den Kindern Gottes unterthan ſey/ und mit ihnen in die Forſchung biß in die Tieffe der Gotthett eingehe; und wenn es fo wett kommet/ ſo iſt der Meuſch in einem ruhtgen Alter/ wenn alles in ihme in ſeiner Ordnung iſt/ als die Na⸗ tur im Morgen in des Vatters Eigenſchafft/ und Chriſtus in Abend/ in der Demut/ ſo hat der Menſch des euſſern böſen ſuͤndlichen Lebens gar ſatt: Er ſehnet fich immerdar mit ſeinem Weſen in die zweyfache Hoͤhle elnzugehen/ als in die ewige Mutter/ wle oben gemeldet worden. 55. Und wenn er ſeine Lebensgeſtäͤlte hat in die Goͤttli⸗ che Ordnung gebracht/ wie alhie Abraham hatte alles in ein Orbnung bracht/ alsdenn erglebet er ſich gantz und gar in einem Weſen in die ewige Gebaͤhrerin/ und mit ſeinem eigenen Willen in Tod und das Sterben/ und iſt des Lebens der Selbheit gantz uͤberdruͤſſig und muͤhde/ und ruhet alſo in ſeinem Gotte. i Das LII. Capittel. Die Hiſtoria von Iſaac/ auch wie Eſau und Jacob gebohren worden/ und was ſich mit ihnen habe zugetragen/ was darbey zuverſtehen ſey. Genef. 25.» Oyſes ſpricht: Nachdem Tode Abrahams ſegne⸗ te GOtt ſeinen Sohn Iſaac/ und er wohnet bey dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden, Die Mm y Ver⸗