Cap. 55. den ZJacob an Eſaus ſtaͤtte geſegnet /ꝛc. 50)dan die Prædeſtination geſetzet hat/ und aber gantz nichtsvon dieſer wunderlichen Figur verſtehet.2. So wir nuu dieſe Figur wollen recht verſtehen unddeuten/ ſo muͤſſen wir den Ertzvatter Iſaac an Gottes desVatters Staͤte in der Figur ſetzen/ welcher allein ſegnenkan/ welcher auch Iſaae in Abrahams Saamen geſegnethat/ daß Iſaac ſolte wieder ſeinen Saamen in der BundesLnea ſegnen.3. Und Eſau ſetzen wir an des verderbten Adams ſtelle/als an das Reich der verderbten Natur in Menſchlicher Ei⸗genſchafft/ im Zorne Gottes ergriffen.4. Und Jacob ſetzen wir in die neue Wiedergebuhrtin die Menſchheit Chriſtt/ welche Gott der Vatter an ſtatdes verderbten Adams geſegnet hat/ da er eine neue Wider⸗a aus unſerer Menſchheit in dieſer Linea hat ausge⸗hret.F5. Und ſehen allhie wie Adam hat den Segen und Goͤtt⸗i liche Salbung verſchertzet und verlohren/ und wte er indemirꝛdiſchen Bilde von Gott verworffen ſey/ wie er habe ſeinRecht der Goͤttllchen Salbung verlohren/ wie allhie Eſaudie erſte Gebuhrt und auch der Segen.Sie innere Geiſtliche Figur ſtehet alſo:6. Iſaac war alt/ und wartete des ſterbens/ und ruffeteſelnem erſtgebohrnen Sohn Eſau/ daß er thn mit dem Se⸗gen Abrahams ſegne/ und hieß ihn ein Wildbraͤdt fahen/und zurichten/ wee ers gerne eſſe/ auff daß ſich ſeine Seeleerquicke/ und den Segen des Her ꝛn in thm erhebe/ daß er E⸗ſau möge ſegnen. Und Eſau gleng hin/ daß er thaͤte wie ſeinVatter haben wolte/ auff daß er ihn ſegnete/ das iſt/ im in⸗nern Ver ſtande in der Figur ſo viel:7. Als Iſaac jetzt ſterben ſolte/ ſo bewegete ſich der Se⸗gen in Gottes des Vatters Eigenſchafft in ihme/ und woltefeinen natuͤrlichen Saamen der Adamiſchen Natur ſeg⸗nen/ als das Relch der Natur in Eſau: Dan Iſaac luͤſter⸗te nah Wildbraͤdt/ als nach dem Reiche der Natur inThleriſcher Elgenſchafft/ als nach dem verderbten Adami:ſchen Menſchen nach der erſten Schoͤpffung.8. Dan des Vatters Segen wolte auf Adam dringen