366 Die XL. Tugend⸗Predigt/ruch/ wie Jacob zu ſeinen zwey Soͤhnen Simeon und Levi/ die ein grauſamBlutbad in der Stadt Sichem angerichtet/ alles was maͤnnlich war er⸗wuͤrgt/ Weib und Kinder gefangen genommen/ und alles Viehe in der Stadtund auf dem Feld geraubet/ ſagt. Ihr habt mir Ungluͤck zugericht/ daß ich ſtin⸗cke fuͤr den Einwohnern dieſes Landes/ 1. Moſ. 34. Ein gut Geruͤcht aber oderund gut/ guter Name iſt ein gut Lob/ und durch rechtmaͤſſige Mittel und Weih versDentes gutes Gezeugnuß/ wann fromme/ ehrliche Leut/ ehrlich und roͤhmlichvon eines Sitten/ Thaten/ Leben und Wandel reden/ wie der HErr Chri⸗ſtus von dem Weib/ das zu Bethanien eij koͤſtlich Waſſer uͤber ſein Hauptabgegoſſen/ ſagt: Sie hat ein gut Weick an mir gethan/ warlich wo dißEoangelium geprediget wird in der gantzen Welt/ da wird man auch ſagenzu ihrem Gedaͤchtnus/ was ſie gethan hat/ Matth. 26. Wie nun ein Chriſt ſichhuͤten ſoll/ daß er keinen boͤſen Namen bekomen alſo ſoll er hingegen nach ei⸗darnach zu nem guten Namen trachten/ wie Syrach allhie ſagt: Sihe zu/ laß dirs mit al⸗trachten/ jem Fleiß angelegen ſeyn/ daß du einen guten Namen behalteſt/ daß dubeyaller Welt einen guten Namen/ ein gut Lob und ehrlich Gezeugnus durchrechtmaͤſſige Mittelerlangeſt/ und behalteſt/ nicht nur ſo lang du lebeſt/ ſon⸗ui arumdern auch nach dem Tod/ daß die Nachkommen in allen Ehren rauͤhmlichud warum on dir zu ſagen wiſſen. Und damit w r ſolcher Lehr Syrachs deſto ehe unbwilliger folgen/ ſtreicht er den guten Namen ferners trefflich herauß/ und ſagt r.rein guter Nam bleibe viel gewiſer/ dann Gold und aller Reichthum die⸗ſer Welt/ dieſelbe vergehen bald und verzehren ſich zu letzt/ waũs gleich tauſendgroffe Schaͤtz Goldes waͤren/ und 2. ſagt er/ ein guter Nam bleib laͤnger/ alsdas Leben ſelbſt/ ein Leben ſey ſo gut als es wolle/ ſo waͤret es eine kleine Zeitetwan Y0. aufs hoͤchſtdo. Jahr/ wie Moſes rechnet/ Pſal 90. Aber ein guterNam/ ein gut Lob und Nachklang/ bleibt und waͤret ewiglich.echr. Lehr.Da Ter ereignet ſich nun wieder ein ſchoͤne Tugend oder Ehriſtengebuͤhr/einesguten Eglo auf uns ſelbſten geht/ nemlich Studium bonæ famæ, oder dieNamens. Befleiſſigung eines guten Namens/ da wir zu lernen/ wie einChriſt einen guten Namen bekommen und erhalten moͤge.nawa Ein guter Nam iſt ein vornehm/ herrlich und koͤſtlich Ding/ ſo gar daßFofi eineinem Menſchen nichts ehrlichers und ruͤhmlichers ſeyn kan/ auf dieſer Welt/Ding/ ſo wol weil er lebt/ als auch nach ſeinem Tod/ als eben ein guter Nam undruͤhmlich Ebrengedaͤchtnuß unter den Menſchen. Davon ſagt Salomo: DasGeruͤcht iſt koͤſtlicher/ dann groß Reichthum/ und Gunſt beſſer dann Silberund Gold⸗Spruͤch. 22. Und widerum:Ein gut Geruͤcht auß fernen Landen iſtwie Falt Waſſer einer durſtigen Seele/ Spruͤch⸗2 5. In ſeinem Prediger ſagtSalomo /c..Eingut Geruͤcht iſt beſſer/ dann gute Salbe/ das iſt/ ein ptaniMaNOihAmgannfnsHiwitmyEowSNyfkwwfonglgn