go Bie VL. Tugend⸗Predigt/ und als ein vollkommener Begriff deß gantzen Ehriſtenthums geruͤhmet/ dar⸗ innen Sanet Paulus nicht allein die rechte/ rrine Chriſtliche dehr beſthrieben/ fondern auch unterſchiedliche ſchöͤne Lebens Reglen gegeben, wie ſich ein Chrift in ſeinern eben gebůhrlich berhalten ſolle Welches ſonderlich auch auß dem iz Capitel dieſer Epiſtel an die Roͤmer zu erſthen/ darinnen er will/ wir follen jetzo bey dem Tag/ oder auffgegangenenhellen Liecht deß heiligen Evan⸗ gelii erbarlich wandlen/ nicht in Freſſen und Sauffen/ nicht in Kammern und Unzucht/ nicht in Zader und Neyd/ ſondern ſollen anziehen den HEren SEſum Ehriſtumn in wahrem Hlauben/ damiẽ ſich aber nie mand beſchwere/ vb dann ein Chriſt gar wie ein Monch leben/ und ſich aller zeiklichen Freud und Ergoͤtzlichkeit enthalten muͤßf/ ſo ſagt Paulus am End deß 13, Capitelt Tanie F qlginwunferen vorgenommenen Textworten: Martet deß deibs/ doch alfb/ daß er nicht geil werde. Redet hierinnen mit allen Chriſten/ und laſt ihnen zu/ ja befihlt ihnen die Wartung deß deibs/ naeh dem Griechiſchen/ heiſts deß Flei ſches Vorſorg/ das iſt diẽ Sorg fůr unſeren Leib/ wartet deß eibs/ das iſt/ wie es Doctor duther am Rand erllaͤret/ marter den Leib nicht uͤber Macht/ muit untraͤglicher Heiligkeit/ wachens/ faſtens/ frierens/ wie die Heuchler thun/ et will ſagen/ es magund follein Chriſt/ mit nothdoͤrfftigen eſſen/ trincken/ lei⸗ den/ ſchlaffen/ auchabgewechſelter Arbeit und Ruhe/ ſeines Leibs wol werten sogar SOPAN und denfelben ehr lich und brſcheidentlich erfreuen und ergoͤtzen. daß ernicht: Allein mit ſolcher Maß/ daß er nicht gei werde/ man ſollder Sachen nicht zu gellwerds: viel thun/ nicht zu zaͤrtlich und raͤuſchig fen y damit das vorhin verderbte Fleiſch und Blut nicht zur Suͤnd/ zu boͤſen Lůſten und Begierden verreitzt im Boͤfen geſtaͤrckt/ und darũber Leib und Seelins zeitliche und erwige Ver⸗ derben geſtůrtzt werde/ ſondern bey ſolcher Pflegung und Warte Dep Leivs fok gleichwol ein Chriſt keuſch und zůchtig/ nůͤchtern und maͤſßßg/ erbar und be⸗ ſcheiden/ fromm und Bottsfoͤrchtig ſehn/ ſo wird ſeinem Chriſtenthum durch ſolche Leibes Pfleg nichts abgehen/ ſondern die Seel wird ſamt dem Leib in wahren Chriſtenthum geuͤbet/ und zumewigen Leben erhalten werden. Kchr. Lehr. Ah. C Eydieſen Worten haben wir jetzo ein andere Tugend oder Chriſten⸗ naina Seo Gebuͤhr/ ſoauff uns ſelbſten gehet/ mit einander zu lernen/ nemlich die vl) derſll·Wart und p̃flegunſers Ceibes Welcher Geſtalt ein Chriſt ne⸗ lemeslubes ben vorhergehender Soꝛg fuͤr ſeine Seele/ auch ſeinen Ceil⸗ wol in acht neh⸗ men ſolle. Solches nun geſchichtfolgender Weiſe: r I. Welcher Chriſt ſeinen Leit Chriſtlich und wol in acht nehmen will⸗ antante e Ber foll ſeines Ceibes Ankunffeerkundigen. Davon lehret uns der alteſle Geſchicht⸗Schreiber Moſes/ 1. Buch 2 np Csh Ott der OEream kokum karen Tag der Schoͤpffung/ deß erſzen enfyn nernlich 0