Langsam. Das kranke Mädchen. Singstimme
Es geht ein krankes Mädchen hin durch die
Sommernacht; ihr Liebster ist gestorben, das hat sie krank ge‐
macht. Es scheinen Mond und Sterne vom lichten Himmel
her, und wie sie aufwärts schauet, da weint das Mädchen
sehr, da weint das Mädchen sehr. Ach, könnt‘ ich mich doch schwingen in den
lichten Himmel hinein; da würd‘ ich wieder finden, den Herzaller‐
liebsten mein, den Herzallerliebsten mein. Du schöner, lichter
Himmel, erhör‘ mein heißes Fleh‘n, senk‘ dich herab zur Erde, daß
ich hinein kann geh‘n, daß ich hinein kann gehn
Und während sie‘s gesprochen aus ihres Herzens Grund, da
war sie weiter gegangen, auf einer Brücke sie stund. Und
als sie schaute nieder in die stille Fluth hinein, sieht sie den Himmel
drinnen und Mond und Sternenschein, und Mond und Sternen‐
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