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Titelaufnahme

Titel
Brief von Clara Schumann an einen unbekannten Herrn vom 10.12.1871 - K 2803
VerfasserSchumann, Clara
ErschienenFrankfurt a.M., 10.12.1871
Umfang[1] Doppelbl.
Anmerkung
Inhalt: Clara Schumann sagt ein für den 16.12.1871 geplantes Konzert in Karlsruhe ab und schlägt eine Terminverschiebung vor. - Erwähnte Personen: Levi, Hermann; Joachim, Amalie. - Erwähnte Orte: Frankfurt a.M.; Karlsruhe
Erwähnte Personen: Levi, Hermann; Joachim, Amalie; Erwähnte Orte: Frankfurt a.M.; Karlsruhe; Inhalt: Clara Schumann sagt ein für den 16.12.1871 geplantes Konzert in Karlsruhe ab und schlägt eine Terminverschiebung vor. - Dieser bisher ungedruckte Brief ist bis auf die Unterschrift diktiert, wie oft bei Clara Schumann, wenn sie gesundheitliche Probleme mit den Armen oder Händen hatte, allerdings nicht einer ihrer Töchter (meist Marie), sondern einer fremden, bisher nicht identifizierten Hand. Der Brief ist wahrscheinlich an eine Musikalienhandlung in Karlsruhe gerichtet, die auch Konzertkarten verkaufte. Clara Schumann hatte Ende November und Anfang Dezember 1871 mit großem, auch finanziellem Erfolg in Berlin konzertiert und war am 6. Dezember nach Frankfurt am Main, das erst 1878 ihr dauernder Wohnsitz werden sollte, gereist. Dort konnte sie aus dem genannten Grund erst am 16. Dezember wieder auftreten. Das aber war der für das Konzert in Karlsruhe vorgesehene Termin. Sie bittet nun darum, den Gastauftritt um zwei Tage auf den folgenden Samstag zu verschieben, behält sich aber vor, das Konzert ganz abzusagen, wenn ihre gesundheitlichen Be-schwerden einen Auftritt nicht zulassen. Den Adressaten beruhigt sie mit dem Hinweis, dass sie ihm in diesem Fall sämtliche bereits entstandenen Auslagen erstat-ten werde. Das von ihr also für den 18. Dezember 1871 in Aussicht gestellte Konzert in Karlsruhe, wo sie zuletzt am 6. Oktober 1869 gespielt hatte, hat dann, wie wir heute wissen, nicht stattgefunden. Mit Hermann Levi (1839-1900), von 1864 bis 1872 Hofkapellmeister in Karlsruhe, war Clara Schumann eng befreundet; er kümmerte sich auch rührend um ihren Sohn Ludwig, der in Karlsruhe zur Schule ging und 1865 ohne Erfolg eine Buch-händlerlehre in der Braun’schen Buchhandlung begann. Bei Levis Abschiedskon-zert im Hoftheater am 5. Juni 1872 spielte sie das Klavierkonzert a-moll op. 54 ihres Mannes Robert Schumann. Mit der bedeutenden Altistin Amalie Joachim (1839-1899) war Clara Schumann gleichfalls befreundet und konzertierte oft mir ihr, allerdings nicht in Karlsruhe oder Baden-Baden.
Signatur
K 2803
URL
Online-Ausgabe
Karlsruhe : Badische Landesbibliothek, 2011
URNurn:nbn:de:bsz:31-8238 
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