270 Der Gang nach Emahus. Jünger miteinander nach Emahus, einem Flecken nahe bei Jeruſalem. Sie waren nicht von den Eilfen, aber ſie redeten mit einander von dieſen Begebenheiten und wa⸗ ren traurig. Zwar wuüßten ſie ſchon, daß die Frauen das Grab leer gefunden, und daß Engel mit ihnen geredet hatten. Aber ſie hatten noch keinen großen Glauben an die Auferſtehung. Da trat der Auferſtandene zu ihnen, nicht in ſeiner bekannten Geſtalt, ſein Antlitz war ihnen nicht enthüllt, und geſellte ſich zu ihnen, wie Wanderer auf der Straße manchmal zu thun pflegen.Was ſind das für Neden, fragte er ſie, die ihr miteinander wechſelt, und warum ſeyd ihr ſo traurig? Die Jünger gewannen ein Zu⸗ trauen zu demtheilnehmenden fremden Mann. Sie ſprachen zu ihm:Biſt du der einzige unter den Fremdlingen in Jeruſalem, der nicht wiſſe, was in dieſen Tagen geſchehen iſt. Sie meinten, es müſſen alle Menſchen wiſſen, und alle an das denken, wos ſie ſo traurig machte, und ſo ſchwer in ihrem Her⸗ zen läg. Er fragte ſie, was ſie meinten. Er wollte ihnen Gelegenheit geben, ihr Herz durch Mittheilen zu erleichtern. Ste ſpra⸗ chen:Das von Jeſu, welcher ein Prophet war, mächtig in That und Worten vor Gott und allen Menſchen. Unſere Prieſter, ſag⸗ ten ſie,haben ihn zum Tode überliefert, daß er gekreuziget wurde. Wir aber hofften, er ſollte Ifrael erlöſen. Hierauf ſieng er an, ihnen aus den Schriften des Moſes und aus den Propheten zu erklären, daß ja Chri⸗