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Karlsruhe, dessen Entfernung von Durlach so klein scyc, daß die Verschiedenheit des Ortspünkts beider Städte nicht in Betracht komme, habe 29^ Grad Lange von dem Meridian von Ferro, auf den ersten Meridian des Ptolemäus reducirt, aber etwa einen halben Grad weniger, und seine Breite seye fünf Sekunden weniger, als 40 Grade; cö weiche daher die Ortsbestimmung, die der alte Alexandriner der Stadt Vudoris gebe, von der, nach neuern Observationen, bestimmten geographischen LageDur- lach's in Lange und in Breite um etwa zwei Grade ab; es thäte aber dieß der Vermuthung, daß Durlach — Vudoris sey, keinen Eintrag, indem es bekannt genug wäre, wie schwierig die Bestimmung der Länge- und Breite- Punkten eines Orts sey, und wie verschieden von einander oft die Resul- - täte der Beobachtungen der . größten Meßkünstler hierin ausfallen ; Beweise davon liefern Klüde r's Beschreibung der Mannheimer Sternwarte aufder 27. und folgenden Seite und in den Noten Seite 39 und 49; und Büsching in der Einleitung zu seiner Erdbeschreibung Seite 32 melde, daß man in Frankreich, bis zu der, unter Ludwig XIll. erfolgten Berichtigung, in der Zäh, lung der Längengrade von dem Meridian der Im sel Ferro, um 4 Grade sich geirrt hatte. Erwäge man nun, daß der ägyptische Geograph aus einer so großen Fcrne^von denen (auf deren Ue- berlicfciung er sich verlassen mußte), völlig sichere Angaben der, beinahe unzähligen, Ortspunkte seiner Tafeln, nicht erwarten konnte; und erwäge man weiter, d'aß zu seiner Zeit (im zweiten Jahrhundert nach Christi Geburt) die Sternkunde, da sie die großen Hilfsmittel der neuern Zeit, und besonders die Fernrohre entbehrte, lange noch