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eine größere Länge des erster» unterscheiden können. Nun finde man aber bei dem gedachten 1.0 ^loino in den Alphabeten des neunten Jahrhunderts das i oft eben so lang, als das l; verschiedentlich, auch sogar länger, als ein und andere 1; in denen des zehnten Jahrhunderts gleicherweise; auch in jenen des fünfzehnten und sechözchnten Jahrhunderts ka­men I vor , die nicht länger scyen, als die i, und dagegen sehe man auch i, die länger seyen, als manche darin erscheinende I.

Hiernach ließe sich als möglich denken, daß Clu- ver das 0 für ein L, und das t für ein i angese­hen und so Buriach gelesen habe, wo erDur- l a ch hätte lesen sollen. Scheine nun auch diese Be­richtigung der Leseart an und für sich gewagt, so träte ihr doch, zumal bei der Zustimmung des englischen Wörterbuchs, und der, auf die Schrif­ten anderer Gelehrten gestützten Meinung des, oben angezogenen Beschreibet der Stadt Heidelberg, um so mehr die Vcrmuthung bei, als nur, durch diese Berichtigung, das, was Cluver von Budoris sage, welches er selbst in die Gegend, wo Durlach scye, gesetzt habe, einen Sinn erhalte; wo es im andern Falle gar keinen hätte, da, wie schon er­wähnt ward, in der Markgrafschaft Baden kein Buriach seye, und auch keines zu Cluver's Zeit ge­wesen seyn könne.

Vergleiche man nun, fährt Staatsrath Herzog in seiner Abhandlung fort, die astronomisch-geo» graphische Ortsbestimmung, die Ptolemäus sei­nem Budoris gebe, mit jener der Stadt Durlach, so erscheine zwar kein völlig genaues Zusammentref­fen; denn Budoris habe, nach Ptolemäus, wel­cher den ersten Mittagszirkel durch die Mitte der Insel Madera ziehe, 28 Grade Lange und 51. Breite.