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für die fürstl. Menagerie zu Durlach, eine Reise nach Afrika machte. Nach seiner Rückkehr von dort in sein Vaterland, war er cS, der in Durlach die erste Anleitung zum Krappbau, nach seinen, im Auslande zuvor sich hierin gesammelten Kenntnissen gab, und dadurch zur Einführung desselben in den Durlachischen Landen der erste wohlthatigc Veranlasser war, indem er in Durlach zu diesem Ende eine besondere Krappbau - Gesellschaft stiftete, die im I- 1753 ein ausschließendes Privilegium auf 20 Jahre erhielt, darauf jedoch, nach dem Wunsche deS Fürsten, bald wieder verzichtete.
Seit jener Zeit hatte sich daher der Krappbau in den hiesigen unteren LandeSgegenden zu großem Nutzen für manche Gemeinden immer mehr ausge- brcitet. Er dürfte nun dermalen bei so äußerst niederen Preisen anderer Feldgewachse wohl neuer» dings lind zwar mehr als jemals zum Anbau gebracht werden, wozu schon im vorigen Jahre von Seite deS landwirthschaftlichen Vereins zu Ettlingen die nöthigen Aufforderungen an BadenS sämmt- liche Landwirlhe bereits erlassen worden sind. ,
Der Gasthof zum goldenen Hirsch, oder das kleine Naturalienkabinet zu Durlach.
Vom Jahr 1776- 1823.
Der gegenwärtige Besitzer des Gasthofs zum goldenen Hirsch zu Durlach, Herr Jakob Friedrich Märcklin, geb, am 10-Sept. 1776 zu WieSloch, erlernte anfangs in diesem seinem Geburtsorte die Pharmacie und machte zu seiner mehreren Ausbildung und Vervollkommnung in diesem Fach, als