und 22 fl erhalten,Der Calcant wollte für das Serumtragen der Muſik bei der Einweihung der Kirche auch eine Belohnung haben. zu dieſem Behuf ſind an den Muſikdirektor Brandl 2 fl angewieſen worden. Der Mesner Schittig hat aus Anlaß des Feſtes für 27 fl 50 Kr. durch Schmittbaur ſeine Wohnung tape⸗ zieren laſſen. Die Tapeten haben imViolett Cabinett 30 AER imgelben Cabinett 36 Kr. und imgroßen Zimmer 40 Kr. die Rolle gekoſtet. Für jedes Zimmer ſind weiter2 Rollen Bordur à 2 fl undfür Stärk, Nägel und Arbeitslohn z fl gekommen. Unter dem Vorbehalt, daß die Tapeten nunmehr zum Haus ge⸗ hören, hat Schittig hierfür undfür ſeine Bemühung bey Ein⸗ weihung der Kirche im Ganzen 36 fl empfangen. Endlich hat ein Brillant⸗Ringals Präſent für den Zerrn Weihbiſchof 55o fl,eine goldene Repetir Uhr mit Kett und Sehäng für den Zerrn Geiſt⸗ lichen Rath Kopp 332 fl gekoſtet, und dem Sofkaplan ſindin Geld 30 Ducaten=§s fl und den beiden Bedienten je 23 fl 36 Kr. verehrt worden. Der Betrag für den Ring iſt an denZofbanquier Haber und für die Uhr mit Kette an denUhrmacher Dürr an gewieſen worden. Es war eine arme Gemeinde und eine arme zeit. Aber man hat verſtanden, Feſte zu feiern und das Geld rollen zu aſſen, und Diejenigen, in deren Taſchen es gerollt iſt und alle An deren haben ſich gefreut. Seit Gründung der Katholiſchen Pfarrei in Karlsruhe waren o Jahre verſtrichen. Die Erſtellung des Baues ſelbſt hat ſechs Jahre in Anſpruch genommen. Die Beſchaffung des Geldes hat bei dieſer Bauausführung nicht verzögernd gewirkt, da ja erſt begonnen wurde, nachdem die Geldfrage gelöſt war. Rein techniſch wäre es zuch mit den Mitteln der damaligen Zeit ſehr wohl möglich geweſen, die Erſtellung der Kirche in der halben Jeit durchzuführen. Verſagt hat lediglich die Organiſation. n Die Bilanz des Jahres 1808 hat gelautet: Sa. Summarum aller Geldausgaben 26 744 fl 26¼2 Ur Naupteinnahmen 52 512 fl 22? Ur remanet 5768 fl 1½2 Ur. Gleichwohl war gelegentlich Ebbe in der Kaſſe. Am löten Juni 1810 berichtet Sekretär Roll, er habe den Siegler Böckmann von Bilfingen mit ſeinem Forderungszettel abweiſen müſſen, weil er kein Geld habe. Es reiche nicht einmal mehr, um bis Samstag die Handlanger und Taglöhner auszahlen zu können.Ich kann übrigens ſo fährt er fort verſichern, daß es mir jede Minute, die ich zu Baus zubringe, Angſt iſt, wenn ich jemand gegen die Thür kommen höre, ſo ſtark werde ich um Fahlung ge blagt und kann doch keine leiſten. Am 21ten Mai hatte Director Mallebrein zwar verſichert,daß noch einiges Geld vorhanden ſey, um das laufende bis zu Ende des Monats zu beſtreiten, betheuerte aber ebenſoſehr in der Folge, daß wenn alles noch Schuldige bezahlt ſey, kein Beller mehr übrig bleibe.