In der Sitzung vom 36. Febr. 3832 teilt Vice⸗Direktor Ludwig mit, daß, weil Schreinermeiſter Schmidt ſeine Überſchläge über die Fertigung der Kirchentüren enorm überſetzt, habe er mit dem Schreinermeiſter Wagner, einem ebenfalls geſchickten Meiſter, einen anderen weit wohlfeileren Akkord abgeſchloſſen, in welchen Schmidt zwar habe eintreten wollen,was er aber bei ſo bewandten Umſtän den nicht gut heißen könne. In der Sitzung vom 2ꝛ0. März 3853j wurde beſchloſſen, die Glaſerarbeit durch Verſteigerung in Akkord zu vergeben, wobei aber auf den Glaſer Bürger dahier beſondere Rückſicht genommen wer den ſoll, da dieſer einen Bruder in Augsburg habe, der Böhmiſches Doppelglas am beſten liefern könne. Glaſermeiſter Wilhelm Bürger hat dann nachſtehende Arbeiten ausgeführt:Das Zirkel Runde Fenſter auf der KRuppel mit geſtrek⸗ tem diken Lohrer Tafel Glas verglaſt. Die Eintheilung des Fen ſters beſteht in js Theil, jedes Fach mit 9 Taflen, jede Tafel über liegt 2 auf der andern, zuſammen in der Verſtrekung 333) lang, im Vergleich 212 breit, betragen alle j8 Fach zuſammen 5425 OQuatrat Schuh mit Acort pr Schuh 40 Kr. thut 36) fl§0 Kr., fer ner auf den Thurm in die Uhren Kammer 2 neue Fenſter mit Creutz Sproſſen und Grdinar Glas hoch 47, breid 213jol, halt eins im Quatrat 3j4 à 24 Kr. Chriſtoph Kammerer von Karlsruhe hat im April 381255⁰ Stück Schalouſieladen und jo Stück kleine um die Ruppel und 2 Thüren auf beyden Seiten mit öhlfarb zweymahl gelblich angeſtri chen für 2 Kr. den Schuh. Denſelben Preis erhielt er fürEin Geſims außerhalb am argetraf 2 mahl mit grau hlfarbe und für 2ꝛ00 Schuh Dachkandel und Randelrohr 2 mahl mit grau öhlfarben zu ſtreichen. Sein Überſchlag über dasAnſtreichen der obern Gal⸗ lerie an dem Kirchenthurm hat 48 fl betragen. In der Sitzung vom 20. März 383) iſt man ſich darüber einig geweſen, daßüber die Vothwendigkeit des äußeren Verpuzes und Anſtrichs kein Jweifel ſei.Die Farbe ward nach dem Anſtrich des Quartiers, welches dermal der Serr Director Guigard be 353 Johann Anton Guignard, geb. in Guntersblum am 15. Dez. 1765, vermählt mit Margarethe geb. Barbart, zunächſt in churpfälziſchen Dienſten, dann mit der Pfalz übernommen, 1805 Bofrat und Kammeranwalt bei dem Bofratskollegium in Mannheim, 1807 Geheimer Hofrath bei der dortigen Kammer, 1810 Director des Katholiſchen Nirchendepartements zu Karlsruhe, 1814 Staatsrat im Miniſterium des Innern, Director der Kriegsdeputation und der Oekonomiekommiſſion, 1816 Kom- mandeur des Sähringer Löwen, 1818 am 16. Januar nachts nach 10 Uhr am Schlagfluß geſtorben in Karlsruhe und am 19. Jan. vormittags 9 Uhr vom geiſtl. Rat J. Ph. Uirch beerdigt. Leichenzeugen 3