den ſteinernen Staffeln, Anſchlag 320 fl“ iſt für jdo fl in den Beſitzder Pfarrei berhauſen gekommen. Leider iſt er im Jahre 3894durch einen neuen, gotiſchen Altar erſetzt worden, den Peter PaulZauſch in Zorb für§400 Mk. geliefert hat. Vom alten Hoch⸗altar ſind nur noch Bruchſtücke erhalten. Um„eine verſilberte ewigeAmpel“ Anſchlag 5s fl haben die Gemeinden Oberhauſen undPhilippsburg gekämpft. Philippsburg hat mit§o fl den zuſchlagerhalten. Die zu zo fluveranſchlagte„Communicanten Bank“ hatdie Gemeinde Durlach für 66 fl, die zu zo fl veranſchlagte Kanzeldie Gemeinde Oberhauſen für§2 fl erſteigert. Sie ſteht noch dort.Für den Beichtſtuhl im Anſchlag von 5 fl hat ſich kein Liebhabergemeldet. Bei der zu jꝛ00 fl veranſchlagten Orgel haben dieGemeinden Grötzingen, Oberhauſen, Weingarten, Eggenſtein undBauerbach und der Geiſtliche Rat Brunner mitgeboten. Den Zu⸗ſchlag hat Bauerbach für 360oo fl erhalten. Die Gemeinde Bauer—bach iſt heute noch im Genuß dieſer Orgel. Der Katholiſche Kirchen—Vorſtand zu Durlach hat nachträglich um unentgeltliche Überlaſſungder Communicanten Bank gebeten. Man habe ſich bisher in Er—manglung einer Communicanten Bank„eines ſchwachen hölzernenGeſtelles, an dem aber kaum fünf Perſonen Plaz haben, bedienenmüſſen“. Man habe die Bank erſteigert, da ſie gerade die erfor—derliche Sröße für die Durlacher Kirche habe. Aber die Kräfte derKatholiſchen Gemeinde ſeien zu ſchwach, dafür 66 fl zu bezahlen.Im Auftrag des Miniſteriums des Innern Fathol. Kirchen Sectionmußte das Pfinz⸗ und Enzkreis Direktorium dem Kirchenvorſtandbedeuten,„daß man zwar die befragte Communicanten Bank derarmen Katholiſchen Semeinde zu Durlach ohnentgeldlich zukommenlaſſen, dagegen aber dem dortigen Kirchenvorſtand ſein Benehmenin dieſer Sache verweißlich bemerkt wißen wolle, daß er ſich in eineSteigerung einließ, die ſeine Kräften überſtieg, ſtatt, wie es ihmgeziemt hätte, dafür zeitlich bittweiſe dahier einzukommen“.klaſſiziſtiſchen Formen neu erbauen laſſen. Sie wurde aber 1888/0 durch das Erzb. Bauamt Karlsruhevöllig verändert.(Joſ. Sauer: Die kirchl. Uunſt der erſten Bälfte des 19. Jahrhunderts in Baden imFreiburger Diözeſan-Archiv N. F. XXXI. Freiburg 1951.) Von den im Jahre 1815 der Antonius-kapelle in Kuppenheim überlaſſenen Karlsruher Gegenſtänden befinden ſich jetzt in der Pfarrkirche inUuppenheim der Taufſtein, ein rechteckiges Antoniusbild im Turm und ein ovales Antoniusbild an demAltar mit dem Leib des hl. Märtyrers Juſtinus im ſüdl. Seitenſchiff. Auf dem letzteren Bild ſteht„Ex Voto J. Melling 1769.“ Den Altar ſelbſt und denjenigen mit dem Leib der hl. Märtprerin Juſtinaim nördl. Zuerſchiff und andere Sinrichtungsgegenſtände hat Großherzog Karl Friedrich aus derJeſuitenhofkirche zu Ettlingen überlaſſen. Als dieſe Gegenſtände in Sttlingen abgeholt wurden, entſtandunter der dortigen Bevölkerung ein Aufruhr. Die Ausräumung der Virche konnte deshalb nur untermilitäriſcher Exekution mit Zuhilfenahme eines Keiterpikets vorgenommen werden.(Karl Rögele: FranzJoſef Herr. Karlsruhe 1927.)— 496—