ſection des Miniſteriums des Innern,„daß von dem Gürtler analtem Silber vom Taufſtein in der Xatholiſchen Kirche 19“ Pfd.aufgeliefert und um 63 fl 3 Kr. verkauft worden ſeyen“. Auf derAbbildung 342 iſt dieſer Taufſtein auf der dem jetzigen Standortgegenüberliegenden Seite der Kirche erkennbar. Die Feſtſtellung,daß dieſes ſelten ſchöne Kunſtwerk aus der Raſtatter Schloßkircheſtammt, iſt auch für dieſe Kirche inſofern von Bedeutung, als daraushervorgeht, daß ihr pfarramtliche Funktionen zugeſtanden haben.Am 32. Aug. 3804 hat der von der Pfalz übernommene AloisDahmen von Bruchſal aus an Gehl geſchrieben, daß die KXirchen—kommiſſion„an das Geh. Raths Collegium“ die Bitte geſtellt habe,„Sereniſſimus mögten gnädigſt geruhen, die in der ad usus profanos(einem Bordwaaren Magazin) neu verwendet werden ſollendenFrauenalber Kirch befindliche Slocken, Altäre, Kanzel, Stühle,Orgel ect.“ für andere Kirchen und insbeſondere für die neue Pfarr—kirche in Karlsruhe zu überlaſſen.“ Mit dem ausgiebigen Säkula⸗riſationsgut ſuchte man zunächſt den unter ſtändiger Finanzſchwierig⸗keit notdürftig in gebrauchsfähigen Zuſtand verſetzten Kirchenraumbehelfsmäßig einzurichten. Für manches alte Runſtgut war dies dieRettung. Vieles iſt im Lauf der Jahre durch neue Schöpfungen er—ſetzt und transloziert worden oder auch verſchwunden. Wir inter⸗eſſieren uns hier nicht nur für das, was noch da iſt, ſondern auch fürdas was dageweſen iſt. Junächſt aber ſei feſtgeſtellt, daß das In—ventar der bisherigen Kirche im Zirkel für die neue Firche nicht ge—eignet ſchien. Am 9. Februar 3855 morgens um neun Uhr ſind nachöffentlicher Bekanntmachung durch die Staatszeitung und das An—zeigeblatt in Anweſenheit des Miniſterialrats Pfeiffer im katholi—ſchen Schulhaus„verſchiedene Kirchen Geräthſchaften aus der altenKatholiſchen Kirche allda als die Orgel, Kanzel, Altäre, Beicht—ſtühle u. ſ. w. an die Meiſtbiethende verſteigert“ worden. Den St.Antonius⸗Altar„wie er da ſteht ſamt den ſteinernen Treppen, je—doch ohne das Antoni Bild, und der Mutter Gottes Altar ebenſojedoch ohne Muttergottes Bild“ veranſchlagt zu 60 fl hat Unter—grombach für 86 fl erſteigert. Die beiden Altarbilder im Anſchlagvon 3jefl und der Taufſtein mit Keſſel und„drei alte Canon-Ta⸗feln“ ſind dem Pfarrer Serr„in die Antonius Capelle zu Kuppen—heim“ überlaſſen worden.“„Der hohe Altar, wie er daſteht ſamt% Aath. UMirche Vorſtands acta zu Uarlsruhe I. Theil 180g.zas Pfarrektor Herr hat ſich um den Fortbeſtand der alten Antoniuskapelle in Kuppenheim undder darin üblichen Andacht bemüht und 1818/20 die Kapelle durch den Werkmeiſter Joh. Belzer in²1