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ertönt plötzlich von oorn der Anruf: „Schiff ahoi!" Der Geier stoppt, ln weitem Gewände mit langem Bart steigt Triton, der Diener Tieptuns, am Seefallreep empor, läßt die Mannschaft antreten, steht Das Eogbudi ein und verkündet die morgige Ankunft Seiner nassen Majestät Aeptun. Auf demselben Wege, auf dem er gekommen, verläßt er scheinbar das Schiff und sttzt al5 Obermaat stick bald nachher achtern bei uns vergnügt in der Messe.
Um 2 Uhr nachmittags desselben Tages stehen wir Täustinge vor dem aus Segeltuch aufgebauten und mit Aequatorwaffer gefüllten riesigen Taufbecken angetreten. Die Geier ist klar zur Einientaufe und stoppt, als außenbords wieder der stuf erschallt: „Schiff ahoi!"
Aeptun (Obermaat Gehlhaar), eine „goldene" Krone auf dem ehrwürdigen Haupt und in der Hand den Dreizack, erscheint mit Thetis, seiner Gemahlin, Triton und großem Gefolge: dem hofbarbier, der uns vom „nordischen Dreck" zu reinigen hat, denn „wer voll Dreck ist, der bleibt kleben" (nämlich an der Einie): dem Doktor, dem Hofprediger, dem Astronomen, dem polizeigewaltigen u. a. m., alle in phantastischen Kostümen.
„Ich heiß Guch willkommen, Ihr deutsches wikinger- blut, ich, Aeptun, König der wogenden blauen Flut", beginnt Aeptun feine stede, in der er uns an der Einie begrüßt. Dann sprechen in mehr oder weniger gelungenen Versen der hofbarbier, der Doktor usw. über den Zweck ihrer Anwesenheit, worauf wieder der Meergott selbst das Wort nimmt und an die Offiziere Orden verleiht, dabei nach alter Sitte dienstliche und persönliche Anspielungen vorbringend. Der Kommandant, Kapitänleutnant Wolf, bekommt den Orden der goldenen