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545 BVadifher Landtag.— 11.

(Abg. Dr. Wolfhard D. Dem. P.)) wiegende Angahl von Direktionen ſich unbedingt für die Fort- führung der Turnſpiele im bisherigen Sinne eingeſetzt hat. Das hat einer der Herren Vorredner ſchon betont, ich will das unterſtreichen. Um eine klare Überſicht zu bekommen, müßten wir natürlich die Berichte in der Geſamtheit einſehen Es laf- ſen ſich ja natürlich dann in einer Überſicht die kleinen nicht von den großen Anſtalten trennen. Aber man kann unter Um ſtänden nach dem turneriſchen Geſicht des Leiters und manch mal auch des Lehrerkollegiums mancher Anſtalt ſchon ſagen, daß allerdings der Spielunterricht, wie er hier und dort gege— ben wird, beſſer unterbliebe. Denn, wenn ich ſehe, daß es Lehrkräfte gibt, die den Spielnachmittag gewiſſermaßen mit der Stoppuhr in der Hand betreiben, die die Minuten abwarten können, bis der Unterricht vorbei iſt allerdings kein

nicht dann das Spielunterricht, wie er im Sinn der Erlafſſe des Unterrichtsminiſteriums und auch all

— Suth verbände gelegen iſt. D

und Sport— ie Eignung für dieſe Diſgiplin iſt vielmehr an eine Menge von Vorausſetzungen geknüpft. Wer nun den zum Fachturnlehrer kann es

mühſamen Weg und Fachſportlehrer gegangen iſt, der erſt recht nicht verſtehen, daß an dieſen ſchwer um— kämpften Diſziplinen zuerſt wieder angeſetzt wird, daß auf der einen Seite an den paar Stunden des Turnens und der Lei besübungen als dem Punkt eingeſetzt wird Kraft war locus

der Herr Abg. glaube ich, der das geſagt hat—, als dem

unſeren den

mit die beſten

notwendig es

und Gport in alfo gegeniiber D l den Einzelheiten icht durchaus Spielnachmi bin der dem die

mancher nicht weiß, wie bisher der Spielbetrieb dort geleitet wurde. Ich zu verlangen in einem Zeitalter, in —— nach der täglichen Turnſtunde, die unſer Norm geworden if SS bon Qändern bereits Gefeg und i geworden iſt, daß wir in Baden als einem Muſterland Art mie Dime aetifhe Nusbilbung in den Sulen jeder aslidan: Sinda,— zurückgehen dürfen, das in die Turn— und— vorhanden iſt. Ich glaube, daß es auch die ourin ia E; Big——— beſonders zu befafen' R Tah die fih mit diefen Dingen ſchen unbedingt p—— der für den Großſtadtmen— ſoll, weil an HEA 3——— deswegen wegfallen die Auswärtigen— Angahl von Anſtalten insbeſondere natürlich it A— yn— Weg haben, die man deswegen nit einer leichten Geſte diſpenſieren kann. eriode IV/2.

minoris resistentiae, dem Punkt, wo der wenigſte Wi— derſtand vorhanden iſt, um für das geiſtige Wiſſen auf der anderen Seite Raum zu ſchaffen. Ich komme nicht in den Ver— dacht, daß ich einſeitig etwa die geiſtigen oder umgekehrt die turneriſchen und ſportlichen Belange zu ſehr vertreten werde. Ich glaube vielmehr, daß eine innige Verbindung zwiſchen beiden gegeben ſein muß, aber es darf nicht dazu fuͤhren daß ein von l Turnhygienikern ich darf——— auf Herrn Profeſſor Mathias hinweiſen, der aus der Schweig kommt, und an den Verhältniſſen dort ſeine Studien gemacht hat, der an der Münchener Univerſität lieſt, und der Schriften auf dieſem Gebiet herausgegeben hat. — wie ungeheuer gerade in unſerer Zeit für die on Menſche eiderlei Geſchlechts if BN diefen—*———*——** B 5 ihrem Recht kom We k w*——* der an ein aingo—— aea e8 dag Vollpfropfen mi geiſti— Wite 3 a 5* stin Sakia— 8 ſtigem aen aer nicht tut, ſon⸗ ———— a it dağ et den körperlichen Ausgleich 55 irgendeiner Form findet. AERES ir en Berichten, die wir in der Tota— * E mii vorliegen Jaben, in Sedenfen, weil ich ttag und der Meinung, es iſt

Landsma

Bad. Landtag. P

Sitzung.

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Mittwmoğ, 21: Jan. 1931. 546 Gewiß, e8 gibt gerade in den Großſtädten junge Menſchen, die wie ich vorhin mit dem Zeitungsleſen der Sportberichte am Montag andeutete— in einer gewiſſen einſeitig übertrie— benen Form dieſen Dingen nachgehen. Es gibt aber auch in den Großſtädten eine gang große Angah! von Menſchenkindern, die überhaupt keine Gelegenheit zur körperlichen Betätigung haben, wenn ſie nicht dieſen pflichtmäßigen Turn- und Spiel— unterricht in der Schule haben— ob Mittelſchule, ob Volks— ſchulen. Deswegen bedauere ich ſehr, daß mit dem Abbau ber dem Turnen und dem Spielnachmittag in dieſer radikal einſchneidenden Weiſe begonnen wurde.

Die Kreiſe, die ſich mit dieſen Fach— belangen

beſchaftigen., werden dankbar dafür ſein, probeweiſe Einführung in der Tat nicht dazu füh— ren jol, dah es ein Anfang ifi, der zu weiteren Schritten des Abbaus führen ſoll, ſondern, daß das ſchon mehr iſt, als was Stande der mindeſten Turnſtunde verantworten kann. Man muß namentlich dem Gro digen Spiel-, Sport- und

man die Leibes

beſonders wenn dieſe

man nach dem

ßſtadtkinde den notwen— Turndrang in der Art fördern, daß zübungen eben auch nicht unter die wahlfreien,

ſondern unter die obligatoriſchen Fächer einreiht.

Nun hat ſich ja der Herr Miniſter gerade auch auf dieſem Gebiete durch eigene Anſchauung des öfteren ein Wild davon berfafft, wie diefe Belange bei ung in Baden durd die Turn— lehrerbildungsanſtalt und durch all die ſchuliſchen Faktoren, die dieſe Dinge betonten, gewahrt werden. Deshalb hege ich

S ý) von dem Herrn Mi

nijter die Hoffnung, er werde für eine Ne- gelung eintreten, bei der Baden auh weiterhin alg ein turne- riſches Muſterland begeichnet werden fann, dag auch in bezug auf turneriſchen Unterricht, Spiel und alle Leibesübungen überhaupt niemals unter die Grenze des turneriſchen notwen— digen Exiſtenzminimums heruntergedrückt werden darf.

Wir hoffen alſo, bei dieſer„probeweiſen Einführung“ werde

es ſich nur um einen kurzen Verſuch handeln. Wir ſind der feſten Uberzeugung, wenn man die Berichte auf Herz und Nieren prüft, wird man leicht herausfinden, wie die betref— fende Leitung dem Spiel-, Sport- und Turnunterricht gegen— über im Herzen geſinnt iſt.

Soviel zu der einen Frage.

Es iſt ja kaum möglich, einzeln über alle die Fragen zu ſprechen, die der Herr Präſident uns in einem ſchönen Strauß zuſammengebunden hat; denn es kommen hier ſo viele und ſo ſtark voneinander differierende Punkte in Be⸗ tracht, daß mancher gute Gedanke, den man vielleicht vorbrin— gen könnte, infolgedeſſen verloren geht, wenn man ſich allzu— ſehr auf Eingzelheiten einließe(HZurufe— Unruhe— Glocke des Präſidenten).

Nun darf ich an etwas anknüpfen, was vorhin der Herr Sol- lege Maier ausgeführt Hat. Cr fagte, es fei eine—— politik“ geweſen, die uns bei der Abſtimmung über den Kultus—

4 S srt: Sehr etat geleitet habe(Burufe rechts— Abg. Seube i— richtighh. Nun, der Herr Rolege Seubert ruft„oeyr TE

Î prer; 2 idh fage, gilt tig”: XA freue mih, fein Organon gu Hören; was ich fag alfo auh ihm.— eitspolitik zu treiben.

—3— id e edacht, Bosh g T a o ben einen ober anòde-

Allerdings erlauben wir ung manchmal,-> in ber Galtung zu ren der Parteiredner an die Grundſatze, a ga aau beſtimm⸗ den Fragen beſtehen, zu erinnern. Run T bah fie„nah alter ten Morgen die Copiate E RA a— ſich u so Q betat nih— ke Ta andaa menn Ban ee aute ettn hai ihren Parteiführer erklären läßt, iſt es eE ——— Selbſwerſtändlichteit, daß an— UW a 3; Beit einmal die Grundſatzfeſtigkeit dieſer Partei auf die Probe

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