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22 Verhandlungen der II. Rammen

Hülfe fordert, den Stempel bezahlen fol, mug ich mich lebhaft widerſetzen, beſonders in Beziehung auf die gewoͤhnlichen Schuldklagen, die bei den Untergerichten erhoben werden, und die doch ſo baͤufig ſind, Es war biſsher bei den Aemtern uͤblich, daß die Koſten der erſten Klage von dem Klaͤger vorgelegt wurden, ſobald aber der Beklagte ſeiner Schuld geſtaͤndig war, alle ferneren Koſten von dem Beklagten zu bezahlen waren. Nah dem Vorſchlag des Abg. Bekk wuͤrde dies aber nun anders werden, und der Klaͤger auch bei der ge⸗ rechteſten Forderung immer den Stempel vorauslegen muͤſſen, wovon die naͤchſte Folge die ſeyn wuͤrde, daß, wenn es an die Bezahlung kommt, wenn die gericht⸗ liche Zahlungsdecretur erfolgt, der Beklagte ſeine Schuld bezahlt, alsdann der Klaͤger abermals klagber auftreten, und ſeine Auslage fuͤr den Stempel einklagen muß. Dadurch geht der Tanz von vornen an, es entſteht abermals eine Klage uͤber Ruͤckerſatz des ausgelegten Stempels, die ſich wieder durch dieſelbe Prozedur er⸗ neuert. Ich bin kein Juriſt, und kann nicht daruͤber urtheilen; aber die Koſten, die durch einen Rechts: freit entftehen, folen am Ende von demjenigen getras gen werden, der in dem Gtreite unterliegt, modurd die Sache ſehr vereinfacht wuͤrde; ich weiß nicht/ ob mein Antrag Beiſtimmung erhaͤlt, ſollte dies aber bei unſerer gerichtlichen Einrichtung nicht geſchehen koͤnnen, ſo muͤßte ich wenigſtens darauf beſtehen, daß blos bei Anbringung der erſten Klage auf ſo lange, bis der Beklagte, ſeiner Schuld geſtaͤndig, eine Vorauslage gemacht, fuͤr die Folge aber dem Klaͤger nichts mehr zugemuthet wird.

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