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CIII. oͤffentliche Sitzung der zweiten Kammer Landſtaͤnde.

Karlsruhe , den 24. Februar 1849.

In Gegenwart der Herren Regierungscommiſſäre Staatsrath v. Sten gel und Miniſterialrath Brauer;

ſowie

der Mitglieder der Kammer mit Ausnahme der Abgeordneten Baſſermann, Bauer, Böhme, Brentano, Helbing, Helmreich, v. Itzſtein , Junghanns, Kiefer, Kieſer, Litſchgi, Malſch, Matthy, Mez, Mittermaier, Peter, Richter, Sachs, Scheffelt, Schey, v. Soiron, Welcker und Welte.

Unter dem Vorſitze des erſten Vicepräſidenten Weller.

Petitionen werden übergeben: vom Abgeordneten Lehl bach: 1) des practifhen Arztes Leift in Weinheim , Forderungen in Klagſachen gegen die Staatscaſſe; 2) vieler Bürger von Weinheim und Altheim um Auflöſung der Kammer; vom Abgeordneten Huber: 3) des Gemeinderaths von Breiſach , um Crrihtung eines Kreisamts daſelbſt; vom Abgeordneten Schaaff: 4) deri Gemeinde Laudenberg um Uebernahme des Lehrergehalts auf die Staatscaſſe; vom Abgeordneten Chriſt: 5) vieler Bürger von Stock ach, Hech eln und Wahl⸗ wies, die außerordentliche Conſcription betreffend; 6) vieler Bürger von Nußbach, Proteſtation gegen fer⸗ nere Kammerbeſchlüſſe enthaltend; von Wahlwies und Zotze neg g um Auflöſung der Kammer; vom Abgeordneten Kuenzer: T) vieler: Bürger yvon Steig mit Breitnau , Zar ten und Grafenpaufen im gleichen Betreffe vom Secretariat: 8) vieler Bürger yon Randern und Meerspu rg, Bertrauengadreffen an die Rammer; 9) vieler Bürger von Nüftenbah, Db erſchefflenz, Grimmelshofen , Lausheim, Zierols hofen,

Obrigheim,Zuzenhauſen und Ohrensbach, Auflöſung der Kammer und Proteſtation gegen fer⸗ nere Kammerbeſchlüſſe.

Der Praſident bringt ein Schreiben deg Abgeord⸗ neten Welte zur Kenntniß der Kammer, wonach derſelbe anzeigt, daß er ſeine Stelle als Deputirter für den fünften Aemterwahlbezirk niedergelegt habe.

Ferner zeigt der Präſident an, daß die erſte Kam— mer den beiden Adreſſen an Se. Königliche Hoheit den Großherzog:

a) dem proviſoriſchen Geſetz vom 14. September y, S., wegen Erhebung von Zuſchlagszöllen zum Vereinszoll⸗ tarif und

b) dem proviſoriſchen Geſetz vom 31. October v. J über die Fortdauer des Vereinszolltarifs von 1846 1848 zuz uſt immen,

ebenfalls beigetreten ſeye, ſodann den Geſetzesentwurf, die Ausgabe von zwei Millionen Gulden Papiergeld betreffend, einſtimmig angenommen habe.

Lamey übergibt 2 Berichte, den zweiten Commiffiong- bericht über den Geſetzesentwurf y;

1) die Errichtung und den Geſchäftskreis der Verwaltungsbehörden betreffend;

Beilage Nr. 1 Cneuntes Beilagenheft Seite 119—124) 2) über den Geſetzentwurf, die Errichtung eines